Wie gehe ich mit Veränderungen um?

 „The only way to make sense out of change is to plunge into it, move with it and join the dance.“ (Alan Watts)

Veränderungen sind allgegenwärtig. Sie waren immer schon Teil des Lebens und werden es auch weiterhin bleiben – das ist vielleicht das Einzige, was sich nicht verändern wird.
Obwohl Veränderungen so gesehen zu unserem Alltag gehören, haben sehr viele Menschen große Probleme, mit diesen Veränderungen umzugehen. Während die einen sich einfach ungern damit konfrontiert sehen, hegen wieder andere eine beinahe panische Angst und klammern sich mit voller Kraft an den status quo.

Warum sollte man auch etwas verändern? In seiner Komfortzone zu leben und an alles gewöhnt zu sein, ist bequem. Es ist einfach. Und der Mensch macht sich sein Leben gern so einfach wie möglich.
Veränderungen hingegen sind mitunter äußerst anstrengend und erfordern Kraft, Mut und Ausdauer.
Man findet immer neue Argumente, die gegen die Veränderung sprechen – auch, wenn es für die Außenstehenden keinen Zweifel daran gibt, dass eine Veränderung angemessen ist. Beispielsweise, wenn jemand in einer unglücklichen Beziehung lebt oder einen Job ausübt, der ihn nicht glücklich macht.
Veränderungen haben auch immer mit Entscheidungen zu tun. Entscheidungen, egal ob „gut“ oder „schlecht“ (warum ich mit dieser Einteilung vorsichtig bin, erfährst du in einem anderen Artikel), bringen Konsequenzen mit sich, für die nur wir selbst die Verantwortung übernehmen können – niemand anders kann uns das abnehmen.
Bei einer Veränderung springen wir ins Unbekannte, müssen uns fallen lassen. Und das ist eine unglaublich schwere Aufgabe. Dazu kommt noch, dass wir Menschen uns dauernd die schlimmsten Szenarien ausmalen und uns Sorgen machen, wo es eigentlich gar nicht angebracht ist. Als würden wir permanent mit einem Regenschirm durch die Gegend laufen und nur darauf warten, dass es anfängt zu regnen.

„Krisen sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln.“ (Luise Rinser)

Verstehe mich nicht falsch. All die Sorgen, die du dir im Falle einer Veränderung machst, können durchaus nachvollziehbar sein. Doch du darfst nicht vergessen, dass Veränderungen Teil des Lebens sind. Ein verdammt wichtiger Teil.
Leben ist Bewegung – alles ist ständig im Fluss. Alles andere ist unnatürlich. Bequem vielleicht. Aber es ist nicht natürlich.
Veränderungen bringen dich vorwärts, sie lassen dich alle Facetten des Lebens kennenlernen. Je mehr ich an meinem aufgebauten Leben hänge, desto schwerer trifft mich die Veränderung. Sie reißt mich von meinen Füßen, hinein ins Nichts. Doch genau hier ist der Startpunkt für so viel Großartiges – die ultimative Freiheit.  Es kommt dabei nur auf die innere Einstellung an: es ist wichtig, der Veränderung mit einer gewissen Achtsamkeit und Gelassenheit zu begegnen. Denn um ehrlich zu sein denke ich, dass jede Veränderung, grundsätzlich alles, was in deinem Leben passiert, genau zur richtigen Zeit kommt und aus guten Gründen passiert.
Veränderungen sind Herausforderungen. Du kannst nur wachsen und lernen. Du gewinnst und kannst im Endeffekt gar nicht verlieren.

Alan Watts hat das recht passend beschrieben: „The only way to make sense out of change, is to plunge into it, move with it and join the dance.“
Das ist es. Mach mit. Lass dich fallen und tanze, egal welche Musik das Leben auflegt. Es geht immer weiter, ob mit dir oder ohne dich – und wenn du schon die Wahl hast, warum machst du dann nicht mit? Und vielleicht gefällt dir der jetzige Song nicht, aber wer weiß, zu welchem Song du als nächstes tanzen darfst – vielleicht wird es dein Lieblingssong sein. Und den weißt du dann umso mehr zu schätzen.

Tipps zum Umgang mit Veränderungen

Werde dir deiner Glaubenssätze bewusst
Halte ich an meinem Zustand fest, weil ich ihn gewöhnt bin oder habe ich gute Gründe, daran festzuhalten? Welche Glaubenssätze und Selbstbilder hindern mich daran, mich auf die Veränderung einzulassen?
Mir wurde zum Beispiel oft gesagt, dass ich nicht singen könnte – das hat mich lange Zeit daran gehindert, mich zu trauen, vor anderen zu singen. Auch heute noch macht es mir Angst. Doch wenn man am Lagerfeuer sitzt, Gitarre spielt und singt, schert sich niemand wirklich darum, ob du wirklich singen kannst – es geht um den Moment.

Lerne deine Gedanken kennen

Angst entsteht durch Gedanken – übe dich in Meditation und lerne deine Gedanken kennen. So gewinnst du Distanz zu ihnen und entziehst dich ihrer oft destruktiven Macht.

Übe dich in Loslassen
Oft halten wir uns an Sachen fest, die uns durch Veränderungen entrissen werden können – ein Partner, der gut bezahlte, sichere Job, bequemer Alltag. Hier sollten wir uns in Loslassen üben.

Fokussiere das Positive
Wichtig ist, sich auf die positiven Seiten von Wandel zu fokussieren. Welche Veränderungen hast du bisher in deinem Leben durchgemacht? Welche Hürden hast du bisher gemeistert? Und welche Veränderungen haben dein Leben bisher zum positiven gewandelt? Oft merken wir in der Reflektion, dass selbst das größte Unglück eigentlich ein riesiges Glück war!
Stell dir vor, du bist auf dem Weg zu dem Bewerbungsgespräch für den Job deines Lebens. Die Bahn fährt ohne dich ab und du verpasst den Termin, deine Chance verpufft innerhalb von Sekunden und deine Lebensplanung zerspringt wie ein Spiegel vor deinen Augen. Und während du den Tränen nahe bist, steht neben dir am Bahnsteig die Frau, die später einmal deine Ehefrau sein wird. Du hättest sie niemals kennengelernt, wenn du die Bahn bekommen hättest. Dein Leben wäre anders verlaufen – mit Sicherheit gut, aber anders. Doch nun ist dieses Unglück dein Glück.

Perspektivenwechsel
Beschäftige dich mit der Veränderung, die ansteht. Welche positiven Seiten kann sie in dein Leben bringen? Notiere alles was dir einfällt und nehme so viele Sichtweisen wie möglich ein – betrachte es aus der Zukunft, aus der Sicht eines Freundes – sei kreativ. Und dann nimm dir Zeit um in dich zu gehen. Meditiere darüber und höre auf dein Bauchgefühl.

Es sind nicht die äußeren Umstände, die das Leben verändern, sondern die inneren Veränderungen, die sich im Leben äußern (Wilma Thomalla)

Worauf willst du zurückblicken? Auf ein bequemes, ruhiges Leben, wo alles immer nach Schema F lief?
Oder möchtest du deinen Enkeln von deinen Reisen, deinen Fehlern und deinen Sternstunden erzählen können? Sagen können, dass du es gemacht hast?

Teile uns gerne mit, wie du mit Veränderungen umgehst. Vielleicht hast du noch ein paar gute Tipps für uns!
Vielen Dank fürs Lesen!

Dein Chris 🙂

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