Warum ich meine gesamte Kosmetik entsorgt habe

Was gibt’s Schöneres, als im Frühjahr eine große Aufräumaktion zu starten? Also spontan würde mir da zwar so einiges einfallen, aber trotzdem gehört es für viele Menschen irgendwie dazu – Stichwort Frühjahrsputz. In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich sehr viel mit Ernährung, Gesundheit, Naturheilkunde, Plastikvermeidung und so weiter und so fort beschäftigt. Unter anderem eben auch mit den Unterschieden von herkömmlicher Kosmetik zu Naturkosmetik. Ich muss zugeben, mir selber und auch vielen Menschen in meinem Umkreis war bis dato nicht klar, wie schädlich vieles von dem ist, was wir tagtäglich essen, trinken, uns ins Gesicht oder auf den Körper schmieren. Irgendwie denkt man doch immer, wir leben schließlich in Deutschland, hier wird alles zigfach geprüft und genormt und die Firmen dürfen doch wohl in der Werbung nichts behaupten, was nicht der Wahrheit entspricht… oder etwa doch?

Durch meine Recherchen ist mir erstmals klar geworden, wie leicht eben doch Produkte auf den Markt kommen, die gar nicht so intensiv getestet wurden, wie man denkt. Produkte, für die vor allem Langzeitstudien fehlen. Denn nur weil mir etwas kurzfristig keinen Schaden zufügt, heißt das nicht, dass es bei einer Anwendung oder Einnahme über Jahre hinweg nicht vielleicht doch schadet.

Also habe ich mir vor ein paar Wochen einen Nachmittag Zeit genommen, um mich mit meinem Handy bzw. der App Codecheck bewaffnet in unserem Badezimmer auszutoben und mal so richtig aufzuräumen.

Die App Codecheck downloaden

Die App Codecheck kennen sicherlich viele von euch. Mit ihr kann man ganz einfach den Barcode eines jeden Produkts scannen und die App zeigt euch anhand einer Ampel an, ob und wie schädlich ein Produkt möglicherweise ist. Man kann sogar die genauen Inhaltsstoffe mit einer entsprechenden Erklärung, wozu sie da sind und was sie möglicherweise auch anrichten können, anzeigen lassen.

Los ging es also: jedes einzelne Duschgel, Deo, Shampoo und was man noch so alles in Badezimmerschränken sammelt – „mir könnten ja mal alle 5 Flaschen Duschgel gleichzeitig ausgehen, deswegen brauche ich noch weitere 5 Flaschen als Vorrat“, wer kennt’s nicht?! – wurde also von mir gescannt und genauestens unter die Lupe genommen. Alle bekannten Marken, die es in jedem Drogerie- bzw. Supermarkt zu kaufen gibt, waren vertreten. Eben genau die Produkte, die am bekanntesten sind und den größten Umsatz auf dem Markt machen, denn da hat man ja schließlich großes Vertrauen. Und genau diese Produkte waren die schlimmsten von allen. Wenn ich lesen muss, dass viele von ihnen hormonell wirksame Stoffe enthalten, die in Tierversuchen Veränderungen der Geschlechtsorgane hervorgerufen haben (wie z.B. Metyhlparaben), oder Stoffe, die möglicherweise Krebs erregen können (z.B. Petrolatum, Paraffinum Liquidum etc.), oder unter Umständen die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen (z.B. Cyclomethicone), um nur einige wenige, abgesehen von den bekannten Beispielen wie Mineralöl und Mikroplastik zu nennen, dann verspüre ich nur noch wenig Lust dazu, auch nur eines dieser Produkte noch einmal zu verwenden und mein Vertrauen in diese tollen, bekannten Marken erlischt. Und das ist wirklich nur eine kleine Auswahl der Stoffe, die ich in den Kosmetikprodukten gefunden habe und nur die, die den Menschen betreffen, den negativen Effekt vieler Inhaltsstoffe auf die Umwelt sollten wir jedoch auch nicht vergessen! Ich kann mir vorstellen, dass gerade Mütter mit diesen Informationen überfordert sind, denn auch und gerade Cremes speziell fürs Babys enthalten ebensolche Inhaltsstoffe.

Ungesunde, gefährliche Kosmetika aussortieren

Um es kurz zu machen: zwei riesige Tüten voller Kosmetikprodukte habe ich aussortiert. Es ist nichts mehr übrig geblieben von den Dingen, die wir täglich benutzt haben.

Das hier wurde alles entsorgt…

Liste tatsächlich benötigter Kosmetika machen

Dann habe ich mir überlegt: was brauche ich wirklich? Für mich war das: Zahnpasta (mache ich schon länger selbst, das Rezept findet ihr am Ende des Beitrags), Gesichtscreme, Duschgel, Shampoo, Deo, Bodylotion, Lippenpflegestift, Handcreme.

Ungefährliche,  natürliche Alternativen suchen

Also hieß es nun: einen weiteren Nachmittag Zeit nehmen um gute Alternativen zu suchen. Es hat wirklich lange gedauert, doch am Ende bin ich fündig geworden. Gerade bei der Gesichtscreme und beim Shampoo war es für mich schwierig, da ich unter Rosacea im Gesicht und einem Ekzem auf dem Kopf leide, weswegen ich nicht einfach „ganz normale“ Gesichts- bzw. Haarpflegeprodukte nutzen kann. Doch ich habe nach langer Recherche und dem Lesen vieler Rezensionen (hoch lebe das Internet!) eine sehr gute Gesichtspflege für mich gefunden, die sogar besser ist, als meine bisherige (ich kann die zusätzliche Creme vom Hautarzt, die ja auch nur pure Chemie war, nun weglassen!) und für meine Kopfhaut füge ich einem ganz milden Shampoo Teebaumöl hinzu, damit komme ich bisher super zurecht. Aktuell experimentiere ich mit Rezepten für eine selbstgemachte Bodylotion herum. Ich habe bereits eines gefunden, das super einfach ist und schöne weiche Haut macht – allerdings muss ich noch an der Konsistenz arbeiten.

Unser Bad ist nun recht minimal eingerichtet und unser Badschrank so gut wie leer. Aber dennoch haben wir alles, was wir brauchen und fühlen uns wohl dabei, die Produkte zu benutzen. Es ist wichtig, dass wir alle mehr und mehr einen Blick dafür bekommen, was wir in unseren Körper (Nahrung) und auf unseren Körper (Kosmetik) geben. Für unser Immunsystem sind all diese vermeintlichen Pflegeprodukte sowieso eine Last, ebenso wie ungesunde Nahrungsmittel unser Immunsystem schwächen – denn wer hätte das gedacht: 80% unseres Immunsystems sitzen im Darm. Und wir sollten langsam beginnen, uns mehr damit zu beschäftigen, wie wir unseren Körper gesund halten können, anstatt blind darauf zu vertrauen, dass alles was wir im Drogerie- und Supermarkt erwerben können, ja nur gut für uns bzw. zumindest nicht schädlich für uns sein kann. Denn das ist schlichtweg ein Irrglaube.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Checken und Aussortieren eurer Produkte.

Alles Liebe

Eure Coco

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