Was dein Milchkonsum mit deinen Pickeln zu tun hat

Wer von euch hat mit Pickeln oder sogar Akne zu kämpfen?

Bis vor ca. zwei Jahren hätte ich sofort „Hier!“ geschrien. Doch die Probleme gehören bei mir der Vergangenheit an und ich wollte euch gern erzählen, wie es dazu gekommen ist.

Ich hatte seit meiner Jugend teils starke Hautprobleme. Neben einem Ekzem auf der Kopfhaut litt ich seit meiner Jugend unter starken Pickeln im Kinnbereich und sehr fettiger Haut, diagnostiziert wurde das später als Erwachsenenakne. Mit dem Ekzem hatte ich mich mehr oder weniger abgefunden. Es hieß, es sei eine chronische Krankheit aber mit den entsprechenden Shampoos hatte ich es ganz gut im Griff. Die Akne jedoch wurde durch eine Ernährungsumstellung hin zu Low Carb vor ca. 6 Jahren immer schlimmer und schlimmer. Durch die ständige Sichtbarkeit im Gesicht fühlte ich mich natürlich unwohl und zudem juckten und brannten die Pickel, entzündeten sich ständig neu und ich hatte nie Ruhe. Ich schämte mich nur noch. Mein Hautarzt verschrieb mir oft Antibiotika und andere Cremes, doch nichts half.


Der Zeitpunkt an dem ich begann, durch Low Carb noch mehr Milchprodukte als sowieso schon zu konsumieren, war der Zeitpunkt, ab dem meine Akne förmlich explodierte

2015 fragte mein Hautarzt mich zum ersten Mal in all den Jahren, die ich bereits seine Patientin gewesen war, nach meiner Ernährungsweise. Ich erzählte ihm, dass ich durch meine Low Carb Ernährung besonders viele Milchprodukte wie Quark und Joghurt aß. Der Arzt gab mir den Tipp, Milchprodukte für einige Wochen komplett wegzulassen und zu schauen, ob eine Besserung eintritt. Damals konnte ich das überhaupt nicht verstehen und fragte mich, was meine Hautprobleme mit meinen Essgewohnheiten zu tun haben könnten. Rückblickend kann ich jedoch sagen, dass der Zeitpunkt an dem ich begann, durch Low Carb noch mehr Milchprodukte als sowieso schon zu konsumieren, der Zeitpunkt war, ab dem meine Akne förmlich explodierte und die Entzündungen extrem schlimm wurden. Jedenfalls brach damals für mich eine Welt zusammen, denn alles was ich so liebte, sollte ich auf einmal nicht mehr essen. Dennoch zog ich es durch und erlebte enorm schnell eine Besserung. Da ich allerdings als Milchersatz auf Sojaprodukte umstieg, ging es erstmal weiter mit der Akne, nur in nicht mehr ganz so extremer Form. Erst als ich auch Soja- und schlussendlich noch Lupinenprodukte wegließ, verschwand meine Akne vollständig. Es dauerte noch einige Monate – vielleicht schwirrten noch die Reste meiner jahrelangen Milch- und Sojahaltigen Ernährung in meinem Körper herum. Doch dann war ich beschwerdefrei und habe seitdem keine Probleme mehr gehabt. Durch Selbsttests habe ich dann den Gegencheck gemacht: sobald ich wieder Milchprodukte (auch in kleinsten Mengen) aß oder trank, kamen die Pickel zurück.

Wie ist das möglich?

Akne ist, wie viele andere Krankheiten auch, eine Krankheit der westlichen Industrie-nationen und das liegt an unserer Ernährungsweise. Völkern, die noch ursprünglich leben und sich auch so ernähren, ist Akne unbekannt. Doch in unseren Breitengraden sind unsere Hauptnahrungsmittel in den meisten Fällen Milch- und Weißmehlprodukte garniert mit süßen Desserts und Snacks für zwischendurch , die ebenfalls aus Milch- und Weißmehlprodukten bestehen. All diese Lebensmittel begünstigen einen hohen Insulinspiegel. Dieser gilt jedoch als Risikofaktor und Mitauslöser für Akne. Das Insulin aktiviert gemeinsam mit IGF-1 (das sind insulinähnliche Wachstumsfaktoren) Vorgänge im Körper, die wiederum die Arbeit eines bestimmten Proteins (FoxO1) hemmen. Doch genau dieses FoxO1 würde normalerweise Akne verhindern können. Aknemedikamente regen daher in der Regel den FoxO1-Spiegel an. Ein hoher IGF1-Wert steht übrigens auch in Verbindung zu Brust- und Prostatakrebs… Darüber hinaus enthält Milch Wachstumshormone, da sie ja eigentlich für kleine Kälber da ist, die ja tatsächlich noch wachsen sollen. Im menschlichen Körper fördern diese Hormone das Zellwachstum, was im Erwachsenenalter eine Gesundheitsschädigung darstellt. Mittlerweile gibt es viele Studien, die die Zusammenhänge belegen.

Ich verzichte seit fast 3 Jahren auf jegliche Milch- und Sojaprodukte und ich tue es nicht mehr nur, damit mein Gesicht eine pickelfreie Zone bleibt, sondern mittlerweile auch aus den vielen anderen Gründen, die gegen Milchprodukte sprechen. Abgesehen davon, dass Milch eigentlich ein Getränk für Kälber ist -und wir Menschen ja auch im Erwachsenenalter keine Muttermilch mehr trinken, warum also Kuhmilch? – regen die in der Milch enthaltenen Hormone und Antibiotika und die mittlerweile offensichtlichen Zusammenhänge zu bestimmten Krankheiten nicht gerade meinen Appetit auf Milchprodukte an, ebenso wenig wie die Haltung der Tiere…  Aber das wäre genug Stoff für zehn weitere Beiträge an anderer Stelle.

Also falls du an Akne oder Pickeln leidest und Milch Bestandteil deiner Ernährung ist, probiere es doch einfach mal aus. Die veganen Alternativen sind mittlerweile so zahlreich, dass man von einem wirklichen Verzicht kaum noch sprechen kann. Einen Versuch ist es wert.

Falls du ähnliche Erfahrungen gemacht hast oder natürliche Hausmittel gegen Akne kennst, schreib es doch gern in die Kommentare 🙂

Viel Erfolg,

deine Coco

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