Allein in Schottland

Vor genau einem Jahr saß ich in einem Flugzeug in Richtung Schottland. Es sollte eine Selbstfindungsreise werden, denn ich habe gerade den Traum aufgegeben, Förster zu werden und wollte für mich wissen, wie es weitergehen wird.
In welche Richtung sollte ich gehen?
Noch nie zuvor war ich alleine im Ausland, doch ich freute mich auf die kommenden 16 Tage.

Rannoch Moor zählte zu meinen Highlights auf der Wanderung


Mein Plan war es, den West Highland Way zu gehen – 154 km entlang der Westküste Schottlands hochlaufen, von Milngavie bis Fort William. Von dort aus nach Loch Ness und über Inverness nach Edinburgh.
Ich war erst einmal vorher alleine Wandern gewesen, für sechs Tage im Elbsandsteingebirge – ich kann diese wunderschöne Ecke im Osten Deutschlands (Sächsische Schweiz) von ganzem Herzen empfehlen! Doch mit jedem Tag, der dem Flug nach Glasgow näher kam, bekam ich etwas mehr Sorge. Bin ich auf alles vorbereitet? Waren 16 statt 6 Tage vielleicht ein zu großer Sprung? Werde ich mit der Sprache klar kommen?
Mehr Gedanken als nötig, denn diese Wanderung war von mir sowieso so geplant gewesen, in den 16 Tagen einfach frei zu sein, für mich zu sein und in den Tag zu leben.

Bei meiner Ankunft in Glasgow, nachdem sich mein Flug um vier Stunden nach hinten verschoben hat, trat ich aus dem Flugzeug heraus und blickte sofort auf die angrenzenden Berge, die Kilpatrick Hills. Ich hatte schon ein Hostel für die Nacht gebucht, weil ich dachte, es wäre toll, die Stadt zu sehen. Meine Beine trugen mich stattdessen zu den Bergen, als würde ein innerer Kompass mich in diese Richtung zwingen.
Sofort war ich erstaunt von der Umgebung. Direkt hinter dem Flughafen wurde die Gegend so unglaublich ländlich, überall um mich herum fanden sich diese typischen Steinmauern und Weiden voller Schafe und Rinder. Ich schlug mein erstes Nachtlager an einem Fluss auf, blickte von dort aus auf die Berge und freute mich auf die kommenden Tage.

Im Weihnachtspulli durch Kinlochleven…

Ich könnte viel erzählen – von Frank, dem Schotten, mit dem ich gemeinsam durch das Moor gewandert bin. Von unglaublichen Aussichten auf Loch Lomond, dem größten See Schottlands. Von meiner Besteigung des Ben Lomond – ich stand gerade 2 Minuten auf dem Gipfel, da peitschte mir ein unglaublicher Hagelsturm ins Gesicht. Das war der abenteuerlichste Abstieg meines Lebens.
Mein erstes mal Haggis – klingt ekelig, ist aber wirklich verdammt lecker!
Meine Nacht auf dem Friedhof von Inverness, wo ich auf der Reise nach Edinburgh einen Halt machte.
Ich könnte wirklich viel erzählen…


Doch darum geht es mir gar nicht. Viel mehr geht es mir darum, warum ich das gemacht habe. Denn so oft werde ich gefragt, warum ich denn alleine wandern gehe.
„Das wäre mir zu langweilig“, „da hätte ich Angst“ oder „du bist komisch“ kommt meistens zurück, wenn Leute hören, dass ich alleine los ziehe. Dabei ist alleine wandern alles andere als langweilig – denn sobald die Ablenkungen wegfallen, wird es erst spannend. Dann lernt man sich wirklich selbst kennen, kann nicht mehr weglaufen vor seinen Problemen. Das ist nicht immer angenehm. Aber wieso sollte es das auch sein?

Wandern ist für mich immer eine Art des Fastens. Ich verzichte bewusst auf mein Bett, auf warmes Essen, vielleicht auch auf Gesellschaft… Wobei mir vor allem in Schottland aufgefallen ist, wie sehr sich meine Art zu wandern seit meiner ersten Wanderung im Herbst 2016 verändert hat.

Mein Lager in Kinlochleven – der schönsten Stadt des WHW

„… Doch wird mir wieder einmal bewusst, dass mein Rückzug in die Einsamkeit nur dazu führt, dass ich die Gesellschaft umso mehr schätze. […] Lange nahm ich an, ich würde wandern, weil ich die Gesellschaft so sehr hasse. Dabei gehe ich wandern, weil ich die Gesellschaft so sehr liebe.“

Ich mecker immer wieder gern über die „Gesellschaft“ und könnte nicht mal erklären, was „die Gesellschaft“ eigentlich ist. Ich beschwere mich über Smartphones und nutze doch immer wieder die Vorteile, die sie bringen. Manchmal denke ich, ich bin ein festgefahrener Rentner.
Immer wieder stelle ich beim Wandern fest, dass ich im Kern diese Sachen nicht von mir weisen kann und dass es Energieverschwendung ist, gegen diese Sache anzukämpfen und mich zu beschweren. Natürlich werde ich wütend, wenn ich sehe, dass sechsjährige Kinder nur mit ihrem Handy und nicht mit ihren Freunden beschäftigt sind – und ich denke bei dieser Sache auch nicht, dass sich das für mich ändern wird.
Doch ich merke auch immer wieder, dass jede Generation so skeptisch auf die nachfolgende blickt. Als die Romane erfunden wurden, warnte man vor Lesesucht. Mit Beginn des Zeitungsdrucks, wurde es mit Sicherheit ähnlich ruhig in den Bahnen, wie heute, wo alle auf ihr Handy starren. Und als Elvis das erste mal im Fernsehen zu sehen war, werden die Erwachsenen wahnsinnig geworden sein (heute ist es eben 187-Straßenbande…).
Ja – ich schätze die Zeit in der ich lebe. Immer wieder vergesse ich das, doch ab und zu fällt es mir wieder ein. Vor allem in der westlichen Welt könnte es uns so gut gehen, doch wir suchen nur die Probleme.

Damals war ich so gefesselt von „Into the Wild“, dass ich diesem Ideal vollkommen nacheiferte. Um kein Geld der Welt hätte ich unterwegs in einer Herberge geschlafen und ich hätte auch nur das gegessen, was ich dabei hatte.
Mittlerweile genieße ich gerne zwischendurch den Luxus einer Herberge und esse auch gerne mal in einer Gaststätte – so lernt man oft auch Leute aus der Gegend kennen und belohnt sich selbst für die Strapazen der Wanderung. Doch früher war Wandern für mich die reinste Askese. Es hatte für mich etwas mit Ehre und Stolz zu tun, auf alles zu verzichten.

Was ich noch immer so am Wandern liebe, ist die Dankbarkeit, die ich danach für die kleinsten Dinge des Alltags empfinde. Wenn man mal ein paar Tage auf fließendes Wasser verzichtet und mitunter auch in Situationen gerät, in denen man Panik hat, keines mehr zu finden, steht man am Ende lachend zuhause im Badezimmer und bewundert den Wasserhahn.
Genauso wie jeder von uns Wanderern sich am Ende auf das eigene Bett und ein heißes Bad oder eine heiße Dusche freut.

Allein, irgendwo in den Wäldern von Loch Ness…

„Was mir heute sehr bewusst wurde, ist, dass jeder Mensch Probleme braucht, sie sich im Notfall (oder eher im Normalfall) sogar selber macht, hauptsache man kann mit seinen Problemen beschäftigt sein. Nahezu panisch suche ich beim Wandern mein Leben nach Problemen ab und erkenne immer wieder, dass ich mich das erste mal an einem Punkt in meinem Leben befinde, der frei ist von Problemen.“

Das soll nicht heißen, dass Menschen nie durch wirklich schwere Zeiten gehen oder dass ich frei davon bin und über allem stehe – gerade in dieser Zeit, in der ich absolut nicht wusste, was ich beruflich tun sollte und mich selbst nicht mehr wieder erkannt habe. Ich habe damals aber erkannt, dass es darauf ankommt, wie wir unsere Erfahrungen bewerten. Und damit sind wir wieder bei der Kraft der Gedanken.
Uns geschehen dauernd Sachen, die wir entweder als Probleme oder einfach als Leben wahrnehmen können. Nichts ist unlösbar. Manches ist verdammt knifflig und unglaublich unangenehm, aber es ist lösbar, einfach nur Teil unseres Lebens.
Ich weiß nicht, ob ich nur für mich spreche, aber ich habe definitiv lange Zeit immer nach Problemen gesucht und mir auch selbst welche gemacht. Mit steigender Achtsamkeit wird es besser, doch ab und zu rutsche ich wieder in dieses Verhalten.

Beobachte das mal bei dir – sobald Du eine Herausforderung gemeistert hast, wird mit Sicherheit direkt die nächste auf dich warten, bevor Du überhaupt den Stolz auskosten konntest, die erste Herausforderung gemeistert zu haben.

„Eine Wanderung lässt dich das Leben spüren, genau so lässt dich jedoch ein Abend in Geborgenheit, Wärme und leckerem Essen mit deinen Liebsten das Leben spüren, nur auf andere Art und Weise. Es braucht beide Erfahrungen, um beides wirklich wertschätzen zu können und so das meiste aus dem Leben rausholen zu können.“

Das war eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich auf dieser Reise. Sie kam mir am Ende eines langen Tages, und egal wie simpel und einleuchtend sie auf dich wirkt, mich hat sie in diesen Stunden wirklich umgehauen. Das erste mal habe ich die Dualität des Lebens wirklich begriffen.
Du kannst Glück von Trauer nicht unterscheiden, wenn Du nur eines der beiden kennst. Gäbe es nur Regen auf der Welt, wäre es für uns in Ordnung. Wir würden nur Regen kennen. Stattdessen wissen wir, wie toll ein sonniger Tag sein kann und sehen den Regen als schlecht an. Ohne Schwarz kein Weiß. Ohne Yin kein Yang.

Versuch, diese Dualität in deinem Leben wahrzunehmen. Sie macht wirklich zufrieden.

„Happiness is only real when shared“ – Chris McCandless

Ich habe zu dieser Zeit jeden einzelnen Tag im Tagebuch festgehalten – die Zitate in diesem Beitrag stammen aus diesem Tagebuch. Rückblickend habe ich gemerkt, dass ich in diesen 16 Tagen wirklich einiges für mich erkannt habe und dass es ein unglaublich wichtiger Schritt für mich war, alleine ins Ausland zu gehen.

Letztendlich muss man der Typ dafür sein. Aber zumindest ausprobieren sollte jeder das mal – warum nicht einfach mal für ein Wochenende allein irgendwo hinfahren? Im schlimmsten Fall merkst Du, dass das nicht deins ist. Im besten Fall merkst Du, dass etwas hochkommt, sobald Du allein bist – daran kannst Du arbeiten und dich wirklich kennen lernen.

Ich hoffe, mein Beitrag hat dir gefallen und vielleicht hast Du ja nun eine Anregung für deinen nächsten Urlaub bekommen – ich kann den West Highland Way auf jeden Fall empfehlen.
Wenn Du ihn schon gelaufen bist, dann schreib mal deine Erfahrungen aus Schottland in die Kommentare – ich bin gespannt, wie Du all das wahrgenommen hast.

Danke fürs Lesen!

Dein Chris


Kleine Tipps für den West Highland Way
– auf den meisten Teilen des Weges ist Wildcampen erlaubt – nutz das aus und lerne die Natur Schottlands kennen!
– probier Haggis!
– verbringe ab und zu eine Nacht im Hostel – die Herbergen in Rowardennan und in Crianlarich kann ich von ganzem Herzen empfehlen. So hast Du auch die Chance, mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen!
– falls Du ebenfalls nach Inverness reisen möchtest, schau im King’s Highway vorbei. Du hast dort eine Getränke-Flatrate und kannst günstig aber gut dort essen!

Bücher, die unter die Haut gehen

Letzte Woche gab es von mir einen Beitrag zum Thema Akne und somit auch gleichzeitig über die Haut. Ich finde, unsere Haut ist ein faszinierendes Organ. Schon allein ihre Größe von 1,5-2 Quadratmetern ist bemerkenswert und ihre Schutzfunktion für unseren Körper ist enorm, schließlich ist sie die erste Barriere auf die Fremdstoffe und Krankheitserreger treffen. Außerdem ist die Haut unfassbar clever und kann sich – normalerweise – wunderbar selbst regulieren und benötigt im Grunde unsere Hilfe in Form von Kosmetika und Cremes überhaupt nicht.

Das Thema Hautgesundheit liegt mir sehr am Herzen, gerade weil ich seit ich denken kann selbst betroffen bin und schon solange nach Tipps, Tricks und bestenfalls Lösungen suche, aber mir erst nach und nach bewusst wird, dass es nicht nur um die Haut als solches sondern um die Haut als gesamtes Organ und somit als Teil unseres Organismus geht, dass Erkrankungen und Disbalancen anderer Organe Auswirkungen auf unsere Haut haben und umgekehrt.

Weil ich das Thema so interessant finde, wollte ich euch heute zwei Bücher vorstellen, die ich regelrecht verschlungen habe. Selbst für Menschen, die eher kein Fan von Sachbüchern sind (war ich bis vor zwei Jahren auch überhaupt nicht) sind die Bücher interessant und kurzweilig und absolut gar nicht einschläfernd 🙂

Buch Nr. 1: Yael Adler – Haut nah: Alles über unser größtes Organ

Dieses Buch habe ich als Hörbuch gehört und gleich nach dem ersten Hören wieder von vorne begonnen, weil es so interessant war. Beim zweiten Mal war Chris mit dabei auf einer längeren Autofahrt nach Göttingen und auch er fand es super interessant. Es wird von der Autorin selbst vorgelesen, was mir sehr gut gefiel. Sie hat eine sympathische Stimme und liest gekonnt und mit viel Charme vor. Ich persönlich würde allerdings empfehlen, dieses Buch selbst zu lesen, da es mit Bildern veranschaulicht ist und noch einen recht großen Anhang mit Rezepten für Cremes, Badezusätze u.Ä. enthält. Außerdem glaube ich, dass man bei einer solchen Informationsflut beim selbst lesen besser den Überblick behält und man kann bei Bedarf immer wieder Nachschlagen.

Yael Adler stellt die verschiedenen Hautschichten vor, Hautkrankheiten, Hautkrebs und seine Entstehung, wie man seine Haut wirklich richtig vor der Sonne schützt, wie man seine Haut richtig pflegt (nämlich am besten eher zu wenig als zu viel!), usw. Selbst bei scheinbar so banalen Dingen wie dem Duschen, das man ja meist automatisch macht, ohne groß darüber nachzudenken, kann man in Bezug auf die Haut einfach so viel falsch machen (zu heiß, zu viel Seife, die falsche Seife, zu lange, …). Sie entlarvt außerdem die Mythen und Lügen der Kosmetikindustrie und geht auf den Zusammenhang zwischen der Ernährung und Hautkrankheiten ein (und der Zusammenhang ist groß – siehe mein letzter Beitrag zum Thema Akne). Teilweise beschreibt sie anhand von Anekdoten (teilweise ihrer eigenen Patienten), aber auch generell ist es immer äußerst anschaulich beschrieben und so interessant wie ein guter Roman. Das Buch enthält wirklich einmal alles über die Haut von A – Z und das in kurzweiliger und oft humorvoller Form und kein bisschen trocken.

Für mich hatte das Buch einen sehr großen Mehrwert. Einiges wusste ich bereits, anderes wiederum wollte ich nie so wirklich wahrhaben (bspw. dass weniger mehr ist in Bezug auf die Pflege der Haut). Aber ich habe viel gelernt und versuche, so viel es geht davon in mein Leben zu integrieren und hoffe, meine Haut wird es mir danken. Zu gewissen Hautkrank-heiten hätte ich gern noch ein wenig mehr gelernt und nähere Informationen erhalten, wie man sie verhindern oder heilen kann, aber hier liegt der Fokus eher auf einem breiten Informationsspektrum zu allen Themen, also auf detaillierten Infos zu bestimmten Punkten. Super, um einen Überblick zu bekommen und für einen Einstieg in das Thema.

Buch Nr. 2: Michaela Axt-Gadermann – Schön mit Darm

Jetzt wundert ihr euch sicher, weil ich doch oben geschrieben habe, ich stelle euch zwei Bücher über die Haut vor, und nun komme ich mit einem Buch über den Darm an… Es stimmt, das Buch handelt in erster Linie vom Darm. Jedoch wird hier ganz intensiv Bezug genommen auf den Zusammenhang zwischen Darm und Haut, und auch wenn man es kaum glauben mag, aber dieser Zusammenhang ist einfach riesig. Die Autorin nennt den Darm liebevoll „das Kosmetikstudio in unserem Bauch“.

Schon ein Blick ins Buch bei Amazon wird euch zeigen, dass das Buch sehr ansehnlich gestaltet ist. Viele Abbildungen, bunte Tabellen und  Infokästen – sowas mag ich, weil ich mir Informationen so immer viel besser merken kann. Es ist auch gut nach Themen unterteilt und man kann so immer wieder nachschlagen. Am Ende finden sich auch einige Rezepte, die der Darm- und somit auch der Hautgesundheit dienen. Einige habe ich schon ausprobiert und kann sie nur empfehlen!

Die Autorin erklärt, wie die Bakterien in unserem Darm und auf unserer Haut uns gut tun und schützen, warum unsere Haut altert, wie uns unser Darm – im Falle eines gesunden Darms – vor Hautkrankheiten schützen kann und somit natürlich auch umgekehrt: wie ein kranker Darm uns Hautprobleme bescheren kann, wie wir jedoch ein gutes Darmklima über unsere Ernährung erschaffen und erhalten können und, was mir ganz besonders gefiel: sie geht auf verschiedene Hautkrankheiten wie Akne, Rosacea, Neurodermitis und Schuppenflechte ein und gibt anhand einer Tabelle genaue Informationen  darüber, welche Darmbakterien die jeweilige Krankheit möglicherweise begünstigen und welche Darmbakterien die Krankheit regulieren können. So kann man mit der Gabe spezieller Probiotika passend zu dem jeweiligen Krankheitsbild versuchen, eine Besserung zu erzielen.

Auch aus diesem Buch habe ich super viele Informationen und Tipps mitgenommen, einiges steht nun auf meiner Liste der Dinge, die ich in Bezug auf mein Seborrhoisches Ekzem noch ausprobieren möchte.

Beide Bücher sind für Laien absolut verständlich, humorvoll und interessant geschrieben, außerdem kurzweilig und beide sind kleine Nachschlagewerke. Wer sich mit seiner Haut auseinander setzen möchte, kann mit beiden Büchern gleichermaßen starten. Wer jedoch für bestimmte Hautkrankheiten Tipps und neue Heilungsansätze abseits der Standardmaßnahmen der meisten Ärzte sucht, wird eher im Buch „Schön mit Darm“ fündig werden.

Falls euch das Thema Haut interessiert, riskiert vielleicht mal einen Blick auf die Bücher – denn, ob ihr an einer Hautkrankheit leidet oder nicht, jeder von uns hat eine Haut und die gilt es, gesund zu erhalten bzw. gesund zu machen.

Lasst doch gerne einen Kommentar da, wie ihr die Bücher fandet falls ihr sie kennt oder wenn ihr weitere Buchempfehlungen zu dem Thema habt! Ich bin immer hungrig nach neuem Lesestoff 🙂

Liebe Grüße,

Eure Coco

Die Stärken der Introversion

Heute möchte ich gerne mit Dir über ein Thema sprechen, das mich mein ganzes Leben lang schon begleitet: es geht um meine Introvertiertheit.

Ich bin absolut nicht allein damit – laut Studien nehmen Forscher an, dass ein Drittel bis die Hälfte der Weltbevölkerung introvertiert veranlagt ist – doch ich habe mich viele Jahre lang alleine gefühlt. Vielleicht kennst Du es ja – schon in der Kindheit wird man in Schubladen gesteckt, weil man eben so ruhig ist und Probleme damit hat, an größeren Gruppen teilzunehmen und zu sprechen. Ich war schon immer sehr gerne für mich alleine, konnte spielen ohne dass mir langweilig wurde, habe sehr viel nachgedacht oder in meiner eigenen Fantasiewelt gelebt.
Nach und nach hatte ich dann das Gefühl, als sei das nicht richtig.
Als sei ich anders.
Als sei ich falsch.

Mit diesem Denken habe ich mir mein Leben viele Jahre lang sehr schwer gemacht. Dadurch, dass ich mich selbst als komisch und falsch wahrnahm, benahm ich mich automatisch auch komisch, weil ich mich in Gesellschaft absolut unwohl fühlte – ich dachte ja, die anderen finden mich auch komisch. Meine Gedanken und meine Wahrnehmung limitierten mich. Es ist ein Teufelskreis.
Rückblickend merke ich, dass ich im Laufe der Jahre immer stiller wurde, irgendwann auch Angst hatte, zu sprechen und einfach das Gefühl hatte, dass auf dieser Welt kein Platz für mich sei. Neue Leute kennenzulernen war ein Kraftakt und vor allem das Small Talk-geprägte Kennenlernen hat mich immer dermaßen genervt, weil ich diese Oberflächlichkeit nicht verstehen konnte. Lieber sprach ich mit niemandem, als leere Worte auszutauschen. Generell reichten mir daher wenige, tiefgehende Freundschaften statt einen Haufen Leute zu kennen, mit denen ich jedoch nie in Tiefgang kommen würde.

Vielleicht erkennst Du dich gerade wieder – wenn ich mir all das ansehe, erkenne ich deutlich die „Symptome“ eines introvertierten Menschen. In meinem FÖJ entdeckte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Artikel über Introversion. Dieser Moment hat mein ganzes Leben verändert – wirklich!

Plötzlich war ich nicht mehr „anders“ oder „abnormal“. Plötzlich hatte ich viel weniger Probleme, als ich mir seit meiner Kindheit eingeredet habe. Ich konnte meine Schwächen plötzlich als meine Stärken sehen und mir eingestehen, dass ich bin wer ich bin und dass es okay ist, zu sein, wie ich bin. Das war eine unglaubliche Erfahrung.
An dieser Stelle erkläre ich Dir mal, was genau es mit Introversion und Extroversion auf sich hat.

Die Unterschiede zwischen introvertierten und extrovertierten Menschen

Carl Gustav Jung hat in den 1920er Jahren erstmals die Begriffe Introversion und Extroversion als zwei Extremwerte einer Skala eingeführt, die die grundlegende Wesensart eines Menschen beschreiben sollte.
Dabei erkannte er, dass introvertierte Menschen ihre Aufmerksamkeit mehr nach innen richten, während extrovertierte Menschen sehr nach außen hin orientiert sind.
In der späteren Forschung stellte man fest, dass diese Einteilung damit zusammenhängt, wie die Gehirne von Intros und Extros funktionieren – denn tatsächlich arbeiten die Gehirne vollkommen unterschiedlich.

1. Die Reizverarbeitung erfolgt unterschiedlich (Extros brauchen mehr Reize zur Stimulierung, während Intros weniger Reize genügen)

2. Introvertierte haben dauerhaft eine erhöhte Hirnaktivität (die Wendung nach innen dient daher oft als Schutz gegen zu viele Reize von außen)

3. Introvertierte tanken neue Kraft in Ruhephasen (oft allein), während Extrovertierte neue Kraft durch Begegnungen mit Menschen oder Abenteuern tanken

Sowohl Introversion als auch Extroversion sind uns also angeboren und damit Grundzüge eines jeden Menschen. Je nach Erziehung, Umgebung und Gesellschaft kann zwar in geringem Maße Einfluss darauf genommen werden, jedoch sind das eben die grundlegenden Charaktereigenschaften. Schüchternheit, eine Eigenschaft, die introvertierten Menschen sehr oft zugesprochen wird, oft sogar damit gleichgesetzt wird, kann hingegen abtrainiert werden.
Das bringt uns zum nächsten Punkt – viele Extros verstehen nicht, was mit Intros los ist. Für sie wirken wir oft einfach schüchtern. Wir sollen uns mal einen Ruck geben und mitmachen, Spaß haben oder mehr sprechen. Und viele Intros – wie auch ich ganze 20 Jahre lang – glauben, dass wirklich etwas nicht mit ihnen stimmt und versuchen krampfhaft, sich zu ändern und zu integrieren. Die Welt gehört augenscheinlich nun mal den Extrovertierten – wer schnell und laut spricht, wirkt kompetenter. Extros werden schneller wahrgenommen, wirken oft mutig und cool und haben immer einen Spruch auf den Lippen.
Intros hingegen fristen oft ein Nischendasein und werden übersehen. Sie verfolgen eine Diskussion und sobald sie sich im Kopf den passenden Beitrag zurecht gelegt haben, wird bereits über ein ganz anderes Thema gesprochen.

Es fehlt einfach gegenseitiges Verständnis und genauso das Verständnis dafür, wer wir selbst eigentlich sind. Auch da frage ich mich wieder, warum solch simple Aufklärungen, die ohne weiteres in eine einzige Schulstunde passen, in Schulen niemals unterrichtet werden. Vielleicht hört man davon im Psychologie-Kurs, der aber leider an den wenigsten Schulen angeboten wird.
Statt sich Tag für Tag Sorgen zu machen, dass Du nicht normal bist, könntest Du mit dem richtigen Wissen endlich Du selbst sein. Könntest dazu stehen, dass Du nun mal nicht gerne in großen Gruppen sprichst und könntest dazu stehen, dass Du auch mal Zeit für dich brauchst. Natürlich soll diese Erkenntnis kein Freifahrtsschein dafür sein, dich komplett aus der Gesellschaft zurück zu ziehen – das macht Introversion auch nicht aus. Wie immer ist es das gesunde Gleichgewicht, dass jeder für sich selbst finden muss, um optimal mit seiner Energie zu haushalten.
Jedenfalls kannst Du dir guten Gewissens eingestehen, dass Du gut so bist, wie Du bist. Es ist genau wie mit den Leuten in der Werbung – uns werden Ideen als Wahrheit verkauft, wie wir zu sein haben. Alle Männer sollten ein Sixpack haben und alle Frauen sollten aussehen wie Models, schlank und immer geschminkt. Wir sollten alle permanent glücklich sein – wenn nicht, sollten wir uns schnell etwas kaufen, dass uns (garantiert) glücklich machen wird. Und wir sollten alle extrovertiert sein, denn nur wenn wir immer was zu sagen haben und viele Leute kennen, sind wir gute Menschen.

Vielleicht etwas überspitzt – aber ist es nicht so? Warum kann nicht jeder er selbst sein, ohne einem Ideal folgen zu müssen, um „richtig“ zu sein?

Die Stärken eines Introvertierten

Vielleicht machst Du dir noch immer Gedanken darüber, ob deine „Schwächen“ nicht immer noch Schwächen sind. Lies dir die folgenden Stärken mal genau durch – je nachdem mit welcher Einstellung du ran gehst, lesen sie sich noch immer wie Schwächen. Ich habe auch einige Zeit gebraucht, aber mittlerweile erkenne ich sie durchweg als Stärke.

  • Du kannst gut zuhören und hast eine hohe Konzentrationsspanne
  • Du bist ein reflektierter Mensch
  • Du denkst viel nach (manchmal vielleicht zu viel…)
  • Du hast eine gute Verbindung zu deinem Inneren oder kannst diese zumindest leichter herstellen
  • Du bist oft sensibel und ruhig
  • Du bist gern allein
  • Du bist ein aufmerksamer Beobachter
  • Du bist in vielen (vielleicht speziellen) Bereichen sehr gut informiert und hast wirklich Ahnung davon
  • Du strahlst Ruhe aus (und das schätzen die Leute an Dir!)
  • Du bist kreativ
  • Du bist mitfühlend und kannst Dich gut in andere hineinversetzen
  • Du bist sehr besonnen und triffst deine Entscheidungen durchdacht
  • Du hörst und siehst Dir alles in Ruhe an, bevor Du reagierst

Natürlich muss nicht jeder einzelne dieser Punkte passen und vor allem nicht immer – wenn ich zu lange alleine bin, verliere ich mich und fühle mich wirklich nicht gut.
Introvertiert zu sein heißt auch nicht, sofort zu 100 % introvertiert zu sein – wie gesagt, sind Intro- und Extroversion nur zwei Enden einer Skala. Wir alle haben also Anteile beider Extreme in uns. Bei vielen erkennt man eindeutige Tendenzen, andere hingegen bezeichnet man auch als ambivertiert. Diese bewegen sich ziemlich genau in der Mitte – vielleicht kennen und nutzen sie aber auch nur optimal ihre Ressourcen…

Sei Du selbst!

Vielleicht kämpfst Du zur Zeit ja mit diesem Thema – glaub mir, ich kenne die Gefühle, die damit zusammenhängen.
Ich hoffe, dass Dir mein Artikel die Augen ein wenig geöffnet hat und Du dich selbst besser verstehen kannst. Versuch, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und sieh dir mal genau die Eigenschaften an, die Du an dir nicht magst oder die man dir immer wieder schlecht geredet hat und frage dich: Warum sollen diese Eigenschaften schlecht sein?
Und wer kann dir sagen, was an deiner Persönlichkeit richtig und was falsch ist?
Niemand.

Das viele Gerede und den Drang eines Extrovertierten, immer etwas unter Menschen erleben zu müssen kann man genauso schlecht reden wie die Stille und das häufige Alleinsein eines Introvertierten.
Es gibt immer zwei Blickwinkel.

Viele gute Bücher und Internetseiten finden sich mittlerweile zu dem Thema. Ich kann Dir nur empfehlen, dich mehr damit auseinanderzusetzen. Am Ende wirst Du dich, aber auch die Menschen um dich herum deutlich besser verstehen können.

Egal was Du tust, verbieg dich nicht, nur weil andere dir sagen, dass Du falsch bist, wie Du bist. Es hat schon einen guten Grund, warum Du eben Du bist – wer weiß, was Du der Welt noch alles zu geben hast!

Vielen Dank fürs Lesen!

Dein Chris

Was dein Milchkonsum mit deinen Pickeln zu tun hat

Wer von euch hat mit Pickeln oder sogar Akne zu kämpfen?

Bis vor ca. zwei Jahren hätte ich sofort „Hier!“ geschrien. Doch die Probleme gehören bei mir der Vergangenheit an und ich wollte euch gern erzählen, wie es dazu gekommen ist.

Ich hatte seit meiner Jugend teils starke Hautprobleme. Neben einem Ekzem auf der Kopfhaut litt ich seit meiner Jugend unter starken Pickeln im Kinnbereich und sehr fettiger Haut, diagnostiziert wurde das später als Erwachsenenakne. Mit dem Ekzem hatte ich mich mehr oder weniger abgefunden. Es hieß, es sei eine chronische Krankheit aber mit den entsprechenden Shampoos hatte ich es ganz gut im Griff. Die Akne jedoch wurde durch eine Ernährungsumstellung hin zu Low Carb vor ca. 6 Jahren immer schlimmer und schlimmer. Durch die ständige Sichtbarkeit im Gesicht fühlte ich mich natürlich unwohl und zudem juckten und brannten die Pickel, entzündeten sich ständig neu und ich hatte nie Ruhe. Ich schämte mich nur noch. Mein Hautarzt verschrieb mir oft Antibiotika und andere Cremes, doch nichts half.


Der Zeitpunkt an dem ich begann, durch Low Carb noch mehr Milchprodukte als sowieso schon zu konsumieren, war der Zeitpunkt, ab dem meine Akne förmlich explodierte

2015 fragte mein Hautarzt mich zum ersten Mal in all den Jahren, die ich bereits seine Patientin gewesen war, nach meiner Ernährungsweise. Ich erzählte ihm, dass ich durch meine Low Carb Ernährung besonders viele Milchprodukte wie Quark und Joghurt aß. Der Arzt gab mir den Tipp, Milchprodukte für einige Wochen komplett wegzulassen und zu schauen, ob eine Besserung eintritt. Damals konnte ich das überhaupt nicht verstehen und fragte mich, was meine Hautprobleme mit meinen Essgewohnheiten zu tun haben könnten. Rückblickend kann ich jedoch sagen, dass der Zeitpunkt an dem ich begann, durch Low Carb noch mehr Milchprodukte als sowieso schon zu konsumieren, der Zeitpunkt war, ab dem meine Akne förmlich explodierte und die Entzündungen extrem schlimm wurden. Jedenfalls brach damals für mich eine Welt zusammen, denn alles was ich so liebte, sollte ich auf einmal nicht mehr essen. Dennoch zog ich es durch und erlebte enorm schnell eine Besserung. Da ich allerdings als Milchersatz auf Sojaprodukte umstieg, ging es erstmal weiter mit der Akne, nur in nicht mehr ganz so extremer Form. Erst als ich auch Soja- und schlussendlich noch Lupinenprodukte wegließ, verschwand meine Akne vollständig. Es dauerte noch einige Monate – vielleicht schwirrten noch die Reste meiner jahrelangen Milch- und Sojahaltigen Ernährung in meinem Körper herum. Doch dann war ich beschwerdefrei und habe seitdem keine Probleme mehr gehabt. Durch Selbsttests habe ich dann den Gegencheck gemacht: sobald ich wieder Milchprodukte (auch in kleinsten Mengen) aß oder trank, kamen die Pickel zurück.

Wie ist das möglich?

Akne ist, wie viele andere Krankheiten auch, eine Krankheit der westlichen Industrie-nationen und das liegt an unserer Ernährungsweise. Völkern, die noch ursprünglich leben und sich auch so ernähren, ist Akne unbekannt. Doch in unseren Breitengraden sind unsere Hauptnahrungsmittel in den meisten Fällen Milch- und Weißmehlprodukte garniert mit süßen Desserts und Snacks für zwischendurch , die ebenfalls aus Milch- und Weißmehlprodukten bestehen. All diese Lebensmittel begünstigen einen hohen Insulinspiegel. Dieser gilt jedoch als Risikofaktor und Mitauslöser für Akne. Das Insulin aktiviert gemeinsam mit IGF-1 (das sind insulinähnliche Wachstumsfaktoren) Vorgänge im Körper, die wiederum die Arbeit eines bestimmten Proteins (FoxO1) hemmen. Doch genau dieses FoxO1 würde normalerweise Akne verhindern können. Aknemedikamente regen daher in der Regel den FoxO1-Spiegel an. Ein hoher IGF1-Wert steht übrigens auch in Verbindung zu Brust- und Prostatakrebs… Darüber hinaus enthält Milch Wachstumshormone, da sie ja eigentlich für kleine Kälber da ist, die ja tatsächlich noch wachsen sollen. Im menschlichen Körper fördern diese Hormone das Zellwachstum, was im Erwachsenenalter eine Gesundheitsschädigung darstellt. Mittlerweile gibt es viele Studien, die die Zusammenhänge belegen.

Ich verzichte seit fast 3 Jahren auf jegliche Milch- und Sojaprodukte und ich tue es nicht mehr nur, damit mein Gesicht eine pickelfreie Zone bleibt, sondern mittlerweile auch aus den vielen anderen Gründen, die gegen Milchprodukte sprechen. Abgesehen davon, dass Milch eigentlich ein Getränk für Kälber ist -und wir Menschen ja auch im Erwachsenenalter keine Muttermilch mehr trinken, warum also Kuhmilch? – regen die in der Milch enthaltenen Hormone und Antibiotika und die mittlerweile offensichtlichen Zusammenhänge zu bestimmten Krankheiten nicht gerade meinen Appetit auf Milchprodukte an, ebenso wenig wie die Haltung der Tiere…  Aber das wäre genug Stoff für zehn weitere Beiträge an anderer Stelle.

Also falls du an Akne oder Pickeln leidest und Milch Bestandteil deiner Ernährung ist, probiere es doch einfach mal aus. Die veganen Alternativen sind mittlerweile so zahlreich, dass man von einem wirklichen Verzicht kaum noch sprechen kann. Einen Versuch ist es wert.

Falls du ähnliche Erfahrungen gemacht hast oder natürliche Hausmittel gegen Akne kennst, schreib es doch gern in die Kommentare 🙂

Viel Erfolg,

deine Coco

Meine Zukunft ist grün

Nachdem Coco nun mehr über sich und ihr Studium erzählt hat, möchte ich euch etwas mehr über mich erzählen.

Meine letzten Beiträge haben sich zum Großteil um Persönlichkeitsentwicklung gedreht. Es waren immer Themen, die mich selbst interessieren und mit denen ich selber noch zu kämpfen habe – drüber zu schreiben und mich mit den Themen zu beschäftigen, hilft mir einfach am meisten. Und bestenfalls helfe ich dir damit, wenn Du es liest und es dir eine neue Perspektive eröffnet.
Neben der Persönlichkeitsentwicklung interessiere ich mich noch sehr für Spiritualität (wobei ich es sehr schwer finde, Gedanken aus diesem Bereich in Worte zu fassen) und für fernöstliche Philosophie – dazu werde ich in Zukunft noch einiges schreiben (besonders über den Buddhismus, den Taoismus und den Konfuzianismus).

Meine erste Wanderung allein in der Sächsischen Schweiz

Ein wichtiger Teil meines Lebens war schon immer die Natur. Mit meinem Vater war ich viel im Wald und nahm viel von seiner Begeisterung für die Natur mit. Er starb als ich 12 Jahre alt war und von da an konnte ich viele Jahre nicht mehr in den Wald gehen, ich verdrängte diesen Teil in mir regelrecht. Stattdessen plante ich irgendwann, Mediengestalter zu werden und im Tonstudio zu arbeiten. Mit 18 Jahren brach dann alles aus mir raus und ich konnte es wieder genießen, in der Natur zu sein. Ich liebte es, im Wald zu sein und verbrachte quasi meine gesamte Freizeit dort.
Ich hatte bereits eine Ausbildungsstelle zum Mediengestalter in Düsseldorf sicher, entschied mich zum Glück in letzter Sekunde dagegen und begann mein FÖJ im Neanderthal – die wohl beste Entscheidung meines Lebens. Dort erkannte ich, dass meine Zukunft in der Natur liegt.

Mein Weg führte im Sommer 2017 ins wunderschöne Göttingen, wo ich Forstwirtschaft studierte. Ich wollte mit ganzem Herzen Förster werden. Es hat mich wirklich aus der Bahn gekickt, als ich realisiert habe, dass ich kein Förster werden kann. Zu wichtig war mir der Naturschutz und ich habe im Studium gemerkt, dass ich absolut kein Wirtschaftstyp bin. Natürlich kann man auch als Förster etwas für den Naturschutz tun, aber es hat sich einfach nicht richtig angefühlt.
Nichts desto trotz lernte ich sehr viel über das Leben und vor allem über mich selbst in Göttingen und habe dort tolle Leute kennengelernt.          

Ich kann mir nichts anderes vorstellen, als später einen grünen Beruf auszuüben und etwas zu tun, was den Menschen und der Natur helfen kann. Als Grundlage dafür studiere ich seit letztem Jahr Landschaftsökologie in Münster, ein verdammt interessanter Studiengang, der so ziemlich alle Bereiche der Natur und Umwelt abdeckt und ein gutes Verständnis über die Welt, in der wir leben, vermittelt. Für mich wird die Natur immer voller Mystik und Magie sein, doch manchmal glaube ich, je mehr ich verstehe, umso mehr staune ich über all das, was uns umgibt.
Grundsätzlich kann ich das Studium jedem empfehlen, der einen Beruf in der Natur anstrebt. Es enthält zwar im Grundstudium viel Mathe, Chemie und Physik, aber so ziemlich jedes Studium hat im Grundstudium seine negativen Seiten. An sich überwiegen hier die guten Seiten – viele Exkursionen um Flora und Fauna besser kennen zu lernen, eine ziemlich interessante Biologie-Vorlesung sowie Grundlagen in Geologie, Tier- und Vegetationsökologie. Da ich erst im zweiten Semester bin, kann ich noch keine aussagekräftige Meinung über das gesamte Studium abgeben – ich bin aber wirklich zufrieden. Es erwarten mich noch einige trockene Sachen aber auch spannende Module wie Klimatologie oder Landschaften und Lebensräume.

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.
– Henry David Thoreau

Ich weißt nicht, wo mein Weg hinführt und wie genau er verlaufen wird, doch mein Ziel ist es, Ranger im Nationalpark zu sein.
Es ist mein Traum in der Umweltbildung den Menschen die Natur nahe zu bringen und ihre Augen für das zu öffnen, was uns jeden Tag umgibt aber so alltäglich scheint, dass es den Wert für uns verliert. Irgendwelche Forschungsberichte in Wissenschaftszeitschriften zu veröffentlichen wird uns nicht retten. Ein ausgewählter Kreis von Leuten wird über diese Forschungen diskutieren und weiterforschen, doch all das ist zu realitätsfern für mich.
Ich möchte Kindern zeigen, was Natur bedeuten kann – vor allem denen, die in der Stadt aufwachsen und wirklich nicht mehr viel mit Natur zu tun haben. Auch Erwachsene können noch viel über die Natur lernen, sei es durch Achtsamkeits- oder Sinnesübungen im Wald.
Ich denke, darin liegt die Antwort auf unsere Probleme. Auf diesem Wege können wir die Generationen nach uns wieder für die wichtigste Grundlage sensibilisieren, die wir haben. Vor allem Kinder nehmen so viel aus der Umweltbildung mit – ich habe schon häufig gesehen, wie sehr Kinder sich freuen, wenn sie merken, dass sie etwas aus dem Wald essen können. Das ist das absolute Highlight für sie.
Es gibt so viele Wege, das nötige Bewusstsein in unserer Gesellschaft zu wecken. Natürlich wollte ich weiter oben weder die Wissenschaft, noch die Forscher die dahinter stehen schlecht reden. Die Wissenschaft ist ein entscheidender Teil unseres Lebens, doch sie ist nicht alles – und kein „Alltagsmensch“ liest sich gerne wissenschaftliche Publikationen durch. Was wir brauchen, sind Menschen, die diese wichtigen Ergebnisse in Alltagssprache umformen und der breiten Masse zugänglich machen.
Autoren wie Peter Wohlleben („Das geheime Leben der Bäume“) haben sehr viele Gegner, doch letzten Endes sensibilisieren sie die Massen für unsere Umweltproblematik. Über die benutzte Sprache oder die zum Teil nicht bewiesenen Aussagen in den Büchern kann man streiten, doch das sind die Leute, die den Wandel vorantreiben und dafür sorgen, dass Menschen sich wiederum für Umweltbildung interessieren und Wildniskurse oder Exkursionen besuchen, Mitglied im NABU oder BUND werden, Müll sammeln oder einfach die Natur mehr wert schätzen. Bevor man die Autoren dieser Bücher also blind verurteilt, sollte man dankbar sein für das Bewusstsein, was sie in der Gesellschaft wecken.

In Zukunft möchte ich öfter etwas über Natur und Umwelt schreiben – vielleicht nimmst Du ja etwas davon in deinen Alltag mit und siehst die Natur mit anderen Augen.
Das ist generell meine Motivation hinter diesem Blog. Ich hoffe einfach, dass Du zur richtigen Zeit den richtigen Artikel findest und eine neue Perspektive gewinnst. Das ist mir schon selbst bei anderen Blogs passiert – ich hatte eine schwierige Zeit und habe genau zur rechten Zeit ein passendes Zitat oder eine passende Idee gelesen, die alles verändert hat und mich wieder hochgebracht hat.
Mit etwas Glück schaffen Coco und Ich das auch bei dir.
Genauso geht es mir auch mit der Umweltbildung – wenn ein kleines Kind fasziniert ist von dem, was ich ihm später zeigen kann, war das ganze Studium, all das was ich bisher gelernt habe, nicht umsonst. Das ist mittlerweile meine Vorstellung von einer Berufung, die mich glücklich macht.

An der Stelle wüsste ich gern, was Dich interessiert. Gibt es Themen, die Du gerne bei uns sehen würdest? Wir sind immer offen für Ideen.

Vielen Dank fürs Lesen!

Dein Chris

Mein Fernstudium und ich

Hallo ihr Lieben!

Es ist Sonntag und es hat sich bei uns so eingebürgert, dass Sonntags meine Beiträge kommen, Donnerstags lädt Chris seine Beiträge hoch. Und da unser Blog nun seit knapp drei Monaten online ist, finde ich, es ist an der Zeit, euch etwas mehr über mich zu erzählen als man im „Über uns“ lesen kann.

Unseren Blognamen ‚Geschwistergedanken‘ haben wir damals bewusst so gewählt, dass man zum Einen erkennt, dass Chris und ich diesen Blog gemeinsam als Geschwister betreiben, und zum Anderen, dass es uns offen steht, über alle möglichen Themen zu schreiben, die uns beschäftigen und interessieren. Mittlerweile haben wir ja bereits die Kategorie Gesundheit eröffnet und sicherlich werden noch weitere Kategorien zu diversen Themen folgen. Doch das Thema Gesundheit ist eines, das mich seit ein paar Jahren immer stärker und intensiver beschäftigt. Im vergangenen Jahr habe ich neben meinem Vollzeitjob als Assistentin eine Fernstudium zur Fachberaterin für holistische Gesundheit bei der Akademie der Naturheilkunde begonnen. Hier wird der Mensch und seine Gesundheit ganzheitlich – also im Zusammenspiel von Körper und Geist – betrachtet. Das Studium füllt mich total aus und ich glaube, ich habe damit so etwas wie meine Berufung gefunden. Aber wie kam es dazu?

Bis zum Jahr 2015 war mir das Thema eher fremd. Wenn ich krank war, ging ich zum Arzt, nahm die mir verschriebenen Medikamente ein und hoffte auf baldige Genesung. Meine Ernährung würde ich als „Standard“ bezeichnen. Ich verzichtete auf nichts, besonders liebte ich Milchprodukte und Süßes. Alkohol habe ich, wenn ich ehrlich bin, auch ziemlich gerne getrunken. Und natürlich gab es öfter auch mal eine Pizza, einen Döner oder Currywurst mit Pommes. Standard halt. Kochen war nicht so mein Ding. Wenn ich auch hier ehrlich bin kann ich sagen: ich konnte nicht kochen. Für mich bedeutete frisch kochen damals, eine Maggitüte aufzureißen und mich exakt an Anleitung auf der Verpackung zu halten.

Ich hatte seit meiner Jugend teils starke Hautprobleme. Seit meinem 13. Lebensjahr leide ich am sogenannten Seborrhoischen Ekzem und bis ca. 2017 litt ich unter starken Pickeln im Kinnbereich und sehr fettiger Haut, diagnostiziert wurde das später als Erwachsenen-akne.

Doch die Jahre 2015 – 2017 änderten alles.

Erstmals erkannte ich in 2015 den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit und konnte so meine Akne heilen (hierzu berichte ich vielleicht an anderer Stelle demnächst mehr, falls ihr Interesse habt). An der Heilung meines Ekzems arbeite ich noch…

Deine Nahrungsmittel seien deine Heilmittel. Hippokrates

Was aber noch mehr in meinem Leben (und wahrscheinlich auch im Leben meines Bruders Chris) veränderte, war die schwere Krankheit unserer Mutter im gleichen Jahr. Ganz plötzlich und unerwartet erhielten wir die Diagnose, dass sie an einem Aneurysma im Kopf litt. Sie musste schnellstmöglich operiert werden und hätte ich sie nur wenig später ins Krankenhaus gebracht, hätte sie laut den Ärzten vermutlich nicht überlebt. Nach der Operation lag sie mehrere Wochen im Koma und die Ärzte vermuteten, dass sie wenn sie aufwacht, zu einem Pflegefall werden würde. Es war eine schreckliche Zeit und ich merke beim Schreiben dieses Beitrags, wie schwer es mir auch heute noch fällt, darüber zu schreiben oder auch nur daran zu denken. Doch wir hatten unglaubliches Glück. Sie wachte wieder auf und ist kein Pflegefall geworden. Es dauerte zwar eine ganze Weile, doch sie hat sich ins Leben zurückgekämpft. Wir sind unglaublich stolz auf sie! Leider ist ihre Gesundheit seitdem nicht mehr das, was sie einmal war und sie erhielt im Jahr 2017 eine weitere schlimme Diagnose. Ihr geht es heute den Umständen entsprechend gut.

Das alles hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Ist man als Mensch wirklich ein Opfer der Umstände und bekommt Krankheiten „einfach so“? Kann man gar nichts tun um sich vor Krankheiten zu schützen? Muss man sich blind auf Ärzte verlassen? Gibt es auch natürliche Mittel oder muss es immer gleich die Chemiekeule sein? Und inwieweit hängen Ernährung und Gesundheit wirklich miteinander zusammen? Es muss doch einen Grund dafür geben, dass fast niemand mehr vor Krankheiten wie Krebs oder Demenz im Alter verschont bleibt?

Mein Interesse am Thema Gesundheit und vor allem der Gesundheitserhaltung war also geweckt. Ich recherchierte extrem viel und veränderte nach und nach auch viele Dinge in meinem eigenen Leben. Ich stellte meine gesamte Ernährung schrittweise zu Clean Eating um, treibe viel regelmäßiger Sport als früher und gehe mit mir selbst und meinen Bedürfnissen ganz anders um (ich kenne mich heute viel besser und kann langsam auch dazu stehen, dass ich hochsensibel bin). Und im Gegensatz zu damals ist gesundes Kochen und Backen eine totale Leidenschaft von mir geworden.

Im Zuge dieser „Verwandlung“ nahm ich an einigen Online Coachings von Kristin Woltmann (die wunderbare Frau hinter dem bekannten Blog Eat Train Love) teil. In einem davon ging es darum, seine persönliche Berufung zu finden. Mein Job ist zwar in Ordnung, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, Assistentin zu sein wäre meine Berufung. In verschiedenen Übungen hat Kristin uns Teilnehmer auf recht spielerische Art und Weise dazu gebracht, mal wieder darüber nachzudenken, was wir als Kind gern gemacht haben, welche versteckten Talente wir besitzen und welche Wünsche und Ideen wir in uns tragen, aber nicht ausleben. Am Ende war bei mir eine ziemlich lange Liste entstanden, auf der u.A. auch stand, dass ich gerne einen Blog eröffnen würde sowie der Wunsch, anderen Menschen die Zusammenhänge zwischen gesunder Ernährung und Gesundheit näher zu bringen, denn ich glaube, dieser Zusammenhang und vor allem seine wirklichen Ausmaße ist vielen Menschen nicht klar. Es war das erste Mal seit vielen Jahren, dass ich mir erlaubt habe, solche Ideen und Vorstellungen erst aufzuschreiben und dann sogar laut auszusprechen. Und irgendwie ging dann alles ganz schnell. Jedenfalls danke ich Kristin Woltmann sehr dafür!

Wenige Wochen später nämlich – im November 2018  – beschloss ich dann, die Fernausbildung zur Fachberaterin für holistische Gesundheit bei der Akademie der Naturheilkunde zu beginnen. Ich bin somit gerade mittendrin und für mich sind diese Themen tatsächlich spannender als jeder Krimi. Ich weiß noch nicht, wo es für mich nach dem Ende der Ausbildung (voraussichtlich im Frühjahr 2020)  hingehen wird. Ob ich dieses Wissen für mich und meine Familie und Freunde nutzen werde oder ob ich beruflich vielleicht auch irgendwann in die Richtung gehen werde. Aber sicherlich wird sich in Zukunft hier auf dem Blog auch der eine oder andere Artikel zu dem Thema finden, sodass ihr auch etwas davon habt 🙂

Fragen zu der Ausbildung beantworte ich jederzeit gerne!

Ich hoffe, dieser kleine private Einblick hat euch gefallen, denn ich muss gestehen, es war gar nicht so leicht für mich, das alles in Worte zu fassen.

Alles Liebe, eure Coco

Darum sammel ich Müll!

Man kann den Frühling nicht mehr leugnen. Die Tage werden wärmer und die Wälder strahlen wieder im schönsten Grün. Immer mehr Menschen zieht es wieder in die Natur und immer mehr Müll wird dabei hinterlassen.

Wir mussten viermal mit vollbeladenem Wagen zum Bauhof zurück…


In meinem FÖJ stand jeden Freitag die Mülltour an. Wir sind den ganzen Tag lang mit dem Dienstwagen durch das Neanderthal gefahren und haben alle Mülleimer an den Wanderwegen entleert und allen Müll eingesammelt, den wir finden konnten. Es war teilweise faszinierend und erschreckend zu sehen, was Menschen im Wald entsorgen. Von benutzten Kondomen bis zu giftigen Baustoffen und mehreren Kilo abgelaufenem Fleisch war so ziemlich alles dabei. Diese Tage waren oft die ekeligsten, aber auch die schönsten, weil ich wirklich das Gefühl hatte, sinnvolle Arbeit zu machen.

„Ich verstehe nicht, warum wir, wenn wir etwas zerstören, das von Menschen geschaffen wurde, es Vandalismus und wenn wir etwas zerstören, das von der Natur erschaffen wurde, es Fortschritt nennen.“
 – Ed Begley Jr.

Vor kurzem begegnete mir das Thema auf Julias Blog „greenandwhales“ wieder – sie hat einen guten Artikel über das Müllsammeln geschrieben, der bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Es hat mich inspiriert, zu sehen, dass sich Menschen für das Müllsammeln einsetzen und es vor allem auch selbst praktizieren.
Ich wohne direkt am Wald, daher liegt es mir ganz besonders am Herzen, ihn sauber zu halten. Ich zog los und hatte nach meinem Spaziergang eine große Tüte voll mit Hundebeuteln, Taschentüchern, Schnapsflaschen und diversen Plastikteilen.
Manchmal verlieren Leute aus Versehen ihren Müll. Aber seine Hundebeutel in den Wald zu schleudern finde ich eine schwache Leistung. Da kann man den Haufen fast schon besser am Weg liegen lassen.

Ich habe für mich wieder gemerkt, wie gut es mir tut, diese Arbeit zu erledigen. Es ist einfach sinnvoll und wichtig! Bei dem tollen Wetter die letzten Tage kommt man auch raus, lernt die Natur vor seinem Haus besser kennen und findet vielleicht sogar Menschen, die mithelfen! In einer Gruppe zu sammeln kann auch Spaß machen und fühlt sich angenehmer an, als alleine zu sammeln. Oft hört man dumme Sprüche, oft kommt aber auch Lob und Anerkennung für diese Arbeit! Und das ist einfach ein schönes Gefühl.

Was man halt so findet…

Fakten zum Verbleib von Müll in der Natur

  • Plastik im Wald kann durch Bäche und Flüsse ins Meer gelangen, wird von Fischen gefressen und landet wieder auf unserem Teller (Mikroplastik ist ein Thema für sich …)
  • Tiere verfangen sich im Abfall (Stadttauben haben oft verkrüppelte Füße, weil sie sich in Haaren und Müll verfangen und dann absterben)
  • Biotope können durch Müllentsorgung im Wald zerstört werden, wenn wertvolle Pflanzen plattgedrückt werden oder nicht mehr die nötige Sonne zum Wachsen bekommen
  • Gartenabfälle können Pflanzen in den Wald bringen, die dort nicht hingehören und in das bestehende Waldökosystem eingreifen (einige von euch kennen wohl den Riesenbeerenklau, auch bekannt als Herkulesstaude. Sie gelangte ebenfalls über illegale Gartenabfälle in unsere heimische Natur, ist phototoxisch, das heißt nach Kontakt lösen Sonnenstrahlen heftige Verbrennungen auf der menschlichen Haut aus, und es bedarf vieler Jahre, sie vollständig aus den Böden zu entfernen)
  • Beim Regen werden Schadstoffe aus Verpackungen gelöst und gelangen durch den Boden in unser Grundwasser (und werden von den umliegenden Pflanzen über die Wurzeln aufgenommen)

Es geht hier gerade nur um Probleme in unseren Wäldern und Landschaften. Ich kenne mich nicht gut genug mit dem Meer und dem Abfallproblem in den Ozeanen aus, um hier fundierte Aussagen zu machen. Darüber kann man ganze Bücher schreiben. In jedem Fall ist die derzeitige Lage äußerst erdrückend und bedrohlich und zwingt uns zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag.
Du findest viele gute Blogs zu diesen Themen, zum Beispiel Umweltgedanken, Oceanamp, einfachbewusst, simplyzero, ahungrymind und greenandwhales!

Es lohnt sich wirklich, sich mehr mit diesen Themen zu befassen. Auch ohne radikale Änderungen kann jeder von uns seinen eigenen, kleinen Teil zu einer besseren Zukunft beitragen.

Die Natur kann ohne den Menschen, doch der Mensch nicht ohne die Natur.

Ich möchte mit diesem Beitrag einfach auf die Problematik hinweisen und dafür sensibilisieren – vielleicht inspiriert es dich ja oder Du überdenkst dein eigenes Verhalten zum Thema.
Mein Verhalten war lange Zeit nicht sonderlich vorbildlich, irgendwann (vor allem durch das FÖJ) habe ich aber erkannt, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit unserer Natur ist!
Sich mit unseren Umweltproblemen zu beschäftigen ist immer wieder ernüchternd und macht mir Angst. Gleichzeitig merke ich, wie viele Menschen aufwachen und sich für Nachhaltigkeit, für Natur- und Umweltschutz und für die Zukunft der Erde interessieren. Und das macht mir Mut!

Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.
– Stefan Zweig

Genieß die schönen Tage in der Natur! Nimm einfach jeden Tag eine Sache mit, die Du auf dem Boden findest. Damit machst Du die Welt schon ein kleines bisschen besser!

Dein Chris