Morgenroutine – Fluch oder Segen?

Überall liest und hört man von der Morgenroutine und wie wichtig und unerlässlich sie für ein glückliches und erfülltes Leben sei.  Ist da wirklich was dran, und wenn ja, trifft das auf jeden Menschen zu?

Was für ein Typ Mensch bist du?

Bist du der Typ, der beim ersten Klingeln des Weckers aus dem Bett springt, sich fertig macht, sich einen Kaffee to go kocht und losgeht? Oder der Typ, der noch mindestens 3 mal die Snooze Taste betätigt und sich dann mühevoll aus dem Bett schleppt und dadurch meist zu spät kommt? Oder hast du bereits eine Morgenroutine?

Das Gerede über Morgenroutinen hat mich oft ziemlich genervt, denn ich habe es ausprobiert und mein Körper hat mir ganz deutlich gezeigt, dass es ihm nicht besser geht, wenn ich den Wecker auf 5 Uhr morgens stelle, damit ich noch Yoga und Visualisierungs-übungen machen, mein Traumtagebuch schreiben, lesen und joggen gehen kann, oder was auch immer man noch so in eine Morgenroutine integrieren kann. Wenn ich das manchmal so lese, erinnert mich das eher an Dinge, die man morgens „erledigen“ bzw. fast schon „abarbeiten“ muss. Und so fühlte es sich auch für mich an.

Kannst du dir auch nicht vorstellen, dass so dein perfekter Start in den Tag aussehen könnte?

Ich muss sagen, dass ich doch ziemlich viel über dieses Thema nachgedacht habe, eben weil es einfach überall propagiert wird und es ja scheinbar der letzte Schrei ist, möglichst früh aufzustehen um eine möglichst umfassende Routine zu haben. Und schließlich will ich ja auch ein glückliches und erfülltes Leben führen, und wenn das die Voraussetzung dafür ist, sollte ich mich doch überwinden, oder?

Und dann dachte ich mir: NEIN. Genau das ist nämlich nicht Sinn dieser Reise meiner persönlichen Entwicklung. Ein wichtiger Teil dieser Reise ist es doch, zu erkennen, wer du bist und wer du sein möchtest. Auf dein Herz und deinen Körper zu achten und zu hören, und dich zu trauen, du selbst zu sein, und nicht die Kopie eines anderen Menschen. Und mein Körper signalisiert mir ganz deutlich, dass es mir nicht gut tut, noch eine Stunde früher aufzustehen, um all die o.g. Dinge zu tun. Und bei weiterer Betrachtung dieses Themas ist mir bewusst geworden, dass ich doch schon längst meine Morgenroutine habe, mit der ich vollkommen zufrieden bin und die mich ebenfalls super motiviert in den Tag starten lässt! Nur weicht meine Routine von der o.g. deutlich ab. Aber ist das ein Problem? Nein! So lange du dich mit deinem morgendlichen „Programm“ wohl fühlst und es dir gut dabei geht, solltest du es so leben. Natürlich spricht nichts dagegen, andere Dinge auszuprobieren. Wenn sie dir gut tun, behalte sie bei. Wenn nicht, dann lass sie bleiben. Lerne zu erkennen, welche Signale dir dein Körper gibt. Nicht alle Menschen erhalten dieselben Signale von ihrem Körper und das ist auch gut so!

Und nun zu meiner Morgenroutine:

  1. Eigentlich beginnt meine Morgenroutine schon am Vorabend, denn es ist mir einfach extrem wichtig genug zu schlafen. Man (und ich habe das auch lange getan) unterschätzt leider immer wieder, wie enorm wichtig die Schlaflänge, Schlafenszeit und Schlafqualität für den Körper und das gesamte Leben ist. Ewigkeiten habe ich mich mit unfassbarer Müdigkeit herumgequält, war bei verschiedenen Ärzten, habe meinen Vitaminhaushalt überprüfen lassen, usw. Was ich aber nie getan habe: einfach mal dauerhaft (!) früher schlafen zu gehen – die simpelste aller Lösungen. Ich dachte einfach immer, sechs Stunden Schlaf müssen reichen, anderen reicht diese Stundenanzahl ja scheinbar auch. Aber jeder Mensch ist eben anders, der eine braucht vielleicht einfach zwei Stunden Schlaf mehr als ein anderer, und das ist auch völlig okay so.  Seit ich das mache – und hier musste ich erst ausprobieren, wie viele Stunden Schlaf perfekt für mich sind (der Schlaftracker meiner Fitbit Versa hat mir dabei sehr geholfen) – geht es mir einfach viel, viel besser. Die perfekte Stundenanzahl an Schlaf ist für mich zwischen mindestens 7, besser 8 Stunden, wobei ich beachten muss, dass ich ca. eine Stunde pro Nacht wach bin. Das sind kurze Wachphasen, von denen ich gar nichts bemerke, aber meine Uhr zeichnet sie auf und es handelt sich bei mir jede Nacht um eine Stunde, die mir sozusagen an Schlaf verloren geht. Die rechne ich also dazu. Im Idealfall sollte ich also 9 Stunden vor meiner Aufstehzeit schlafen gehen. Und dann bin ich wirklich den ganzen Tag über fit und morgens auch in der Lage, wenn der Wecker klingelt, aufzustehen. Mehr noch: seit ich das wirklich regelmäßig mache, werde ich oft schon von ganz alleine kurz vor dem Weckerklingeln wach. Das ist natürlich noch angenehmer.
  2. Mir ist es sehr wichtig, morgens Ruhe und Zeit zu haben. Das bedeutet für mich, ich sollte mindestens anderthalb Stunden Zeit haben, bevor ich zur Arbeit losfahren muss. Gut, mein Wecker klingelt also (übrigens habe ich mir vor ein paar Monaten einen Tageslichtwecker gekauft – sehr zu empfehlen!)  und ich gebe es zu: seit ich den Tageslichtwecker benutze, schaffe ich es erstmals wirklich, sofort wach zu sein, wenn er klingelt. So kann ich mir das Snooze-Drücken und die Zeit die dabei stets draufgegangen ist, endlich sparen.
  3. Ich bin also wach, bleibe aber noch im Bett sitzen, schiebe mir mein Kissen in den Rücken und suche mir eine für mich an dem Tag passende geführte Meditation aus (ich mag geführte Meditationen sehr) und meditiere meist für ca. 20 Minuten.
  4. Dann stehe ich auf und mache mir mein Frühstück, darauf freue ich mich schon am Abend vorher – ich bin der totale Frühstücksmensch und habe einen Bärenhunger wenn ich morgens aufwache. Dann frühstücke ich ganz in Ruhe – das dauert mindestens 30, manchmal auch 40 Minuten (ich bin aber ganz generell auch ein wirklich langsamer Esser). Wenn ich fertig bin, habe ich noch 30-40 Minuten, um mich ganz in Ruhe fertig zu machen. Dabei höre ich meist Musik und singe auch gerne mal laut mit 🙂 Auf der Fahrt zur Arbeit höre ich mir Hörbücher oder Podcasts an – das zähle ich irgendwie auch noch mit zu meiner Morgenroutine.

Und damit geht es mir wunderbar.

Mit diesem Beitrag möchte ich dir gern den Druck nehmen. Wenn du dir bereits eine funktionierende Morgenroutine erschaffen hast, behalte sie bei, solange sie dir gut tut. Und wenn du morgens Zeit und Ruhe für Yoga, anderen Sport oder lesen hast, ist das natürlich super. Aber lerne hier, auf deinen Körper zu achten und ihn ernst zu nehmen. Wenn du das Gefühl hast, die Routine tut dir nicht (mehr) gut, überlege dir jedoch bevor du sie sofort umschmeißt oder sein lässt, ob sie dir vielleicht nur nicht gut tut, weil du insgesamt nicht genug schläfst. Denn wenn du morgens (egal um welche Uhrzeit du aufstehst) todmüde bist, wird dir keine Morgenroutine gut tun.

Ich denke, alles ist besser, als sich morgens nach 5 Mal Snooze drücken aus dem Bett zu quälen und sich dann innerhalb von 10 Minuten fertig machen und losrennen zu müssen – denn ich glaube, das tut wirklich niemandem gut.

Also: Morgenroutine definitiv JA, aber unter Druck setzen, nur um eine endlos lange Morgenroutine unterzubekommen und alle Punkte gleich morgens abzuhaken? NEIN.

Stress dich nicht und schau, was dir gut tut. Probiere Dinge aus, gerne auch öfter als einmal, denn oft merkt man erst nach einiger Zeit, was gut funktioniert und was nicht. Aber entspann dich. Gerade am Morgen sollten wir noch so viel Entspannung genießen wie möglich, der stressige Alltag beginnt noch früh genug.

Hast du schon Routinen am Morgen? Ich würde mich freuen, wenn du in den Kommentaren davon berichtest, was für dich der perfekte Start in den Tag ist J

Alles Gute für dich,

Deine Coco

Verbringst du gern Zeit mit dir selbst?

Bist du gern mal allein? Ich spreche hier nicht von Einsamkeit. Einsam ist wohl kein Mensch gern und es liegt auch nicht in unserer Natur, einsam zu leben. Wir brauchen den Kontakt zu anderen Menschen sowie deren Aufmerksamkeit und Zuwendung. Doch zwischen einsam und allein sein gibt es einen gravierenden Unterschied. Man kann es sich aussuchen, mal allein zu sein, sich mal zurückzuziehen von allem, mal nur Zeit mit sich selbst zu verbringen, und kann das auch in ein Leben integrieren, in dem man ansonsten gern in Gesellschaft ist. Denn ist es nicht seltsam, dass wir die Gesellschaft anderer Menschen schätzen, unsere eigene Gesellschaft jedoch oftmals nicht? Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass ich das allein sein brauche und es mir zwischendurch sehr gut tut. Allerdings nehme ich wahr, dass viele Menschen es regelrecht hassen, allein zu sein und es einfach nicht „können“. Woran liegt das?

In der Kindheit konnten wir oft noch stundenlang selbstvergessen spielen in einer Welt, die nur uns zugänglich war, vollkommen versunken und durch nichts abzulenken. Während der Schulzeit wurde das Alleinsein nicht gern gesehen und zum Ausschlusskriterium, d.h. zog man sich mal zurück, lief man Gefahr, leicht zum Außenseiter zu werden oder schlimmeres, weshalb ich glaube, dass, selbst wenn man das Gefühl hatte, sich mal zurückziehen zu wollen, man es unterdrückt hat, um nicht aufzufallen und „anders“ zu sein. Im Erwachsenenalter wird es dann wieder leichter, wobei auch hier für Absagen an einem Freitagabend zur Party mit der wahrheitsgemäßen Absage „Mir ist nicht danach / Mir ist nach einem ruhigen Abend“ nicht viel Verständnis aufgebracht wird. Zwischen zwei Beziehungen fällt es am meisten auf, ob jemand Probleme damit hat oder nicht. Denn nur weil man Single ist, ist man nicht automatisch einsam. Und das Alleinsein nach einer beendeten Beziehung ist wichtig, um eine neue Beziehung später ohne „Altlasten“ beginnen zu können. Doch viele Menschen rennen nahezu kopflos von einer Beziehung in die nächste.

Aber warum? In Gesprächen mit anderen habe ich zwischen den Zeilen folgende Antworten darauf bekommen, warum sie nicht allein sein können oder wollen:

  1. Ich weiß nichts mit meiner Zeit anzufangen, wenn ich allein bin
  2. Ich habe Angst, dass unangenehme Dinge oder Gefühle hochkommen
  3. Ich habe Angst, den Anschluss zu verlieren, wenn ich mich zurückziehe
  4. Mein Umfeld hat kein Verständnis für sowas

Sicherlich gibt es noch viele weitere Gründe mehr. Doch ist da was dran?

1.  Ich weiß nichts mit meiner Zeit anzufangen, wenn ich allein bin

Grundsätzlich kann man fast alles, was man zu zweit oder in der Gruppe macht, auch allein machen. Ja, man kann sogar allein ins Kino gehen, in ein Café oder in die Sauna. Hat man das einmal gemacht, wird man schnell merken, dass das Alleinsein viel weniger schlimm ist, als man dachte. Und natürlich kann man allein seinen Hobbys nachgehen (doch hier kann schon das erste Problem liegen: viele Menschen hab kein Hobby!). Allerdings meine ich mit Alleinsein eher, wirklich Zeit mit sich zu verbringen und dabei nicht abgelenkt zu sein. Zeit mit den eigenen Gedanken und Gefühlen zu verbringen, sie sich anzuschauen und sich bewusst zu werden, wie man sich eigentlich derzeit fühlt, vielleicht etwas zu Papier zu bringen, Gedanken zu sortieren, neu zu ordnen, eigene Entschlüsse zu fassen, unabhängig von der Meinung anderer. Herauszufinden, was will ich eigentlich gerade? Dazu kann man natürlich gut Meditationen nutzen, man kann sich aber auch einfach hinsetzen und mal schriftlich ein bisschen Klarheit im Kopf schaffen. Ein Spaziergang in der Natur lenkt auch nicht ab, sondern bringt den Blick nach innen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hobbys wie Malen beispielsweise ebenfalls den Fokus nach innen leiten. Dabei merke ich so richtig, was gerade in meinem Kopf vor sich geht. Doch Zeit mit sich selbst zu verbringen, kann auch heißen, sich um sich selbst zu kümmern. Nachdem man in sich gegangen ist und festgestellt hat, was man gerade braucht, nimmt man sich einfach mal die Freiheit, genau das zu tun. Vielleicht ein Entspannungsbad zu nehmen, vielleicht braucht man aber jetzt auch genau das Gegenteil: die Gesellschaft anderer Menschen, oder etwas ganz anderes.Du wirst dich dabei selber erst richtig kennenlernen: den Menschen, der DU bist, unabhängig davon, wer gerade neben dir steht.

2.  Ich habe Angst, dass unangenehme Dinge oder Gefühle hochkommen

Das ist durchaus möglich. Und vielleicht sogar wahrscheinlich. Verdrängen ist zwar eine Taktik, mit der viele Menschen „arbeiten“ und mehr oder weniger gute Erfolge erzielen. Aber für deine innere Welt und auch für deinen Körper sind diese unterdrückten, negativen Gefühle Gift, die dich ganz langsam von innen nach außen vergiften und je nach Stärke auch Schlimmeres anrichten können – oftmals mit enormer Zeitverzögerung. Wäre es da nicht viel angenehmer, immer mal wieder zu schauen, was du vielleicht gerade unterdrückst, was vielleicht doch gern an die Oberfläche will und es in einem kontrollierten Moment zuzulassen und dann loszulassen, bevor es sich möglicherweise unkontrolliert irgendwann – definitiv im falschen Moment – Bahn bricht? Die Emotional Freedom Technique wäre hierfür z.B. ein super praktischer Helfer.     

3.  Ich habe Angst, den Anschluss zu verlieren, wenn ich mich zurückziehe

Jede Freundschaft und Beziehung kann und sollte es verkraften, wenn du sagst „Ich brauche mal eine Stunde / einen Tag / eine Woche Zeit für mich“. Zurückziehen muss nicht bedeuten, gleich den Kontakt abzubrechen, für längere Zeit nicht erreichbar zu sein oder sein Umfeld zu vernachlässigen. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen kann man in den Alltag einbauen und es muss nicht zwangsläufig viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn man es regelmäßig macht. Auch wenn du dein Handy für ein paar Stunden ausschaltest, musst du kein schlechtes Gewissen haben. Die Welt wird sich in der Zeit ganz bestimmt weiterdrehen. Und wenn du wieder „aufgetankt“ bist, kannst du dich auch mit mehr Energie deiner Familie und deinen Freunden zuwenden. In guten Freundschaften kann und darf man auch einfach ehrlich sein, und es erklären. So mache ich es und bin bisher immer auf Verständnis getroffen.

4. Mein Umfeld hat kein Verständnis für sowas

Womit wir bei diesem Punkt angekommen wären. Hat dein Umfeld wirklich kein Verständnis dafür, oder ist das dein eigener Standpunkt? Vielleicht sehnen sich andere Menschen in deinem Umfeld oder deiner Familie auch nach etwas mehr Zeit für und mit sich selbst, und auch sie trauen sich nicht, das offen zu sagen? Was, wenn du damit auch anderen ganz neue Möglichkeiten eröffnest? Manchmal glauben wir nur, andere haben für bestimmte Dinge kein Verständnis und das stimmt gar nicht. Herausfinden kannst du es nur, wenn du dir die Zeit für dich allein einfach mal nimmst und schaust was passiert.

Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, ab und zu Zeit nur mit sich selbst zu verbringen, ganz ohne Ablenkung durch den Fernseher, das Handy oder ein spannendes Buch, denn erst dann können wir uns wirklich kennenlernen, in uns selbst hinein hören und erfahren, was wir tatsächlich wollen – und was nicht. In der heutigen Zeit sind wir ständig von Lärm und Hektik umgeben, außerdem erhalten wir den ganzen Tag über – bewusst und unbewusst – Informationen unserer Mitmenschen über deren Wünsche, Gefühle, Absichten, sodass wir uns manchmal selbst ein wenig vergessen. Wäre doch schön, auch wieder eine Verbindung zu der Welt in dir drin zu haben und nicht nur zu der Welt da draußen, oder?

Wie viel Zeit widmest du dir selbst?

Alles Liebe, deine Coco

Die Kraft deiner Gedanken

„Ein Unglück kommt selten allein“ – ist dir schonmal aufgefallen, dass an diesem Sprichwort unglaublich viel Wahres dran ist? Denn wie oft hattest du schon das Gefühl, vom Pech buchstäblich verfolgt zu sein, egal was du versucht hast? Aber hast du auch schonmal versucht, durch die Kraft deiner Gedanken aus dieser negativen Spirale zu entkommen? Dieser Weg ist nämlich der einzige, der funktioniert, doch die wenigsten Menschen kennen diesen Weg und gehen ihn auch. Meist verkriechen wir uns, suhlen uns in Selbstmitleid, denken einen negativen Gedanken nach dem anderen. Und ziehen so noch mehr Negativität in unser Leben. Das liegt am universellen Gesetz der Anziehung. Du kannst es auch Karma oder Gesetz der Resonanz nennen. Wir alle sind rein physikalisch gesehen Energie und senden und empfangen ununterbrochen auf einer bestimmten Energiefrequenz und ziehen immer das an, was wir aussenden. Das bedeutet, wenn wir Negatives aussenden, empfangen wir auch Negatives. Ändern wir unsere Energiefrequenz jedoch hin zum Positiven, empfangen wir auch Positives, da sich unsere Frequenz erhöht.

Nun könnte man schlussfolgern, man müsse einfach nur einen positiven Gedanken denken und schon passiere auch etwas Positives in unserem Leben. Ganz so einfach ist es jedoch leider nicht. Wichtig ist nämlich, dass wir nicht nur positiv denken, sondern diese Gedanken in uns verinnerlicht und verankert haben, dass wir diese Gedanken auch wirklich fühlen. Wenn du dir nur positive Gedanken vorsagst, diese aber nicht fühlst, erzeugst du leider auch keine positiven Schwingungen.

Doch wie kannst du der Negativspirale nun entkommen und positive Menschen und Ereignisse in dein Leben ziehen?

1. Sei dankbar.

Um erstmal mit einem kleinen Ritual zu beginnen, setz dich doch einmal für 20 Minuten hin, nehme dir einen Zettel und einen Stift und schreibe einmal ganz intuitiv – also ohne viel darüber nachzudenken – auf, wofür du alles in diesem Moment dankbar bist. Hierzu zählen auch Dinge, die wir immer als selbstverständlich ansehen, wie das Dach über unserem Kopf oder unser Job, selbst wenn wir in diesem vielleicht gerade gar nicht zufrieden sind. Du wirst sehen, dass du selbst in der trostlosesten Situation sehr viele Dinge finden wirst, für die du dankbar sein kannst und solltest. Und dann wirst du merken, dass es nur schwer möglich ist, gleichzeitig dankbar und schlecht gelaunt zu sein. Denn wer dankbar ist, nimmt all das Schöne und Positive um sich herum war. Deine Stimmung wird sich automatisch heben und deine Gedanken werden optimistischer sein. Du sendest nun auf einer höheren Energiefrequenz. Wenn du jeden Morgen nach dem Aufwachen bereits dankbar bist, für die erholsame Nacht, dafür, dass du aufgewacht bist und für den bevorstehenden Tag, startest du bereits mit einer ganz anderen Energie in den Tag. Genauso gut kannst du den Tag damit abschließen, jeden Abend aufzuschreiben, wofür du am Tag dankbar warst und was du Positives erlebt hast.

Ich selbst schreibe jeden Abend in meinen Kalender, welche schönen Dinge am Tag passiert sind und wofür ich besonders dankbar bin. Morgens dagegen schreibe ich auf, worauf ich mich am meisten an diesem neuen Tag freue und mit welcher Intention ich in diesen Tag gehen werde. Das ist ein unglaublich schönes Ritual und hilft sehr! (Ich besitze übrigens diesen „Happiness Planner“, der wunderschön gestaltet ist.)

2. Stelle den Dramatiker in deinem Kopf ab oder drehe ihn zumindest leiser.

Natürlich gibt es in jedem Leben Momente, die tatsächlich dramatisch sind. Doch sei einmal ganz ehrlich zu dir selbst und frage dich, wie oft in deinem Leben bisher etwas wahrhaftig dramatisch war und wie oft du etwas in deinem Kopf zu einem Drama gemacht hast. Ich kann von mir selbst sagen, dass sich die meisten Dramen in meinem Leben nur in meinem Kopf abgespielt haben. Wenn du wieder einmal in eine solche Situation gerätst, tritt gedanklich aus ihr heraus und stelle dir die Frage: „Ist das hier gerade tatsächlich dramatisch oder reagiere ich einfach nur über?“ Und dann atme einige Male tief ein und aus und schenke der Situation nur noch das Maß an Aufmerksamkeit, das es verdient.

Gefühle sind bei genauerer Betrachtung ebenfalls nur Energie, die durch unseren Körper fließt. Auf verschiedene Gefühle reagiert unser Körper auch unterschiedlich. Doch im Normalfall würden die Gefühle den Körper ebenso schnell verlassen, wie sie gekommen sind. Wir selbst sind es, die diese Gefühle durch unsere Dramagedanken nähren und an ihnen festhalten. Wenn wir den Dramatiker in uns leiser drehen, werden wir automatisch weniger negative Gefühle in uns tragen und somit unsere Energiefrequenz erhöhen.

3. Traue dich, wieder groß zu träumen.

Kinder haben eine enorme Vorstellungskraft und träumen von den unglaublichsten Dingen und halten diese Träume dennoch für möglich. Warum hören wir irgendwann auf mit diesen Träumen? Weil wir von Außen gesagt bekommen, dass das unrealistisch ist, dass wir das doch sowieso nicht schaffen, dass man damit kein Geld verdienen kann, usw. Und so lassen wir es sein und fügen uns ein in die Rolle, die uns das Außen zugedacht hat. So kann man sicherlich ganz gut leben, aber ich befürchte, nur in den wenigsten Fällen wirklich glücklich und erfüllt sein.

Ich selbst habe mir viele Jahre lang praktisch verboten zu träumen. Ich habe mich überhaupt nicht getraut, mir auch nur vorzustellen, dass ich etwas anderes tun könnte, als das, was ich aktuell tue. Immer dachte ich, ich bin nicht gut genug, ich scheitere doch sowieso, dann könnte ich eventuell nicht genug Geld verdienen, usw. Dinge, die ich oft genug gehört und total verinnerlicht hatte. Doch vor einer Weile habe ich begonnen, all diese Träume, Ideen und Vorstellungen wieder zuzulassen, ganz zaghaft am Anfang, sodass ich mich kaum getraut habe, diese Dinge auch laut auszusprechen, und dann immer mehr und  mehr. Und ich habe eine so schöne, erfüllte und glückliche Zukunft für mich gesehen, dass ich irgendwann nicht mehr anders konnte, als mich einfach gut zu fühlen und auch wieder Mut – ein Gefühl mit einer hohen und sehr positiven Energiefrequenz – in mein Leben zu lassen. Seitdem hat sich bereits viel in meinem Leben verändert, worüber ich sicher noch an anderer Stelle berichten werde. Eins dieser Dinge ist jedenfalls dieser Blog hier 🙂

Das könnten erste Schritte sein, um deine Energiefrequenz zu erhöhen und wieder mehr Positives auszusenden und zu empfangen. Probiere es einmal für einige Tage aus, glaube mir, du wirst sehr schnell den Unterschied bemerken und es beibehalten wollen!

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren. Berichte gerne auch von deinen Erfahrungen oder weiteren Tipps 🙂

Alles Gute für dich,

Deine Coco

Mein Fazit zur RUSU

In meinem Fazit zur Rise Up & Shine University 2019 von Laura Malina Seiler möchte ich nicht mehr auf die Themen und Übungen eingehen, sondern euch lieber kurz und knackig meine Pro- und Contraliste präsentieren. Wer wissen möchte, worum es in den einzelnen Modulen geht, ist herzlich eingeladen, sich meine anderen Beiträge zur RUSU anzuschauen 🙂

Fangen wir also mit den positiven und ganz allgemeinen Punkten an:

  • Workbook und darin enthaltene Übungen sehr durchdacht und liebevoll gestaltet
  • Mitgliederbereich auf Homepage ebenfalls schön und übersichtlich
  • Team sehr hilfsbereit
  • viel Bonusmaterial (Meditationskurs, Videos zu Emotional Freedom Technique, etc.)
  • Toolbox für jedes Modul mit Übersicht über Inhalte und Tipps für den Alltag
  • Downloadbare Affirmationsbilder (z.B. verwendbar als Handyhintergrund)
  • Alle Meditationen und Sessions downloadbar
  • Übungen können als pdf heruntergeladen und so erneut bearbeitet werden
  • Workbook kann als Ganzes nachgekauft werden

Meine ganz persönlichen Pro-Punkte:

  • hat mir geholfen, eine tägliche Meditationspraxis in mein Leben zu integrieren
  • ich erhielt absolut überraschende Erkenntnisse über mich
  • mein Positivitätslevel ist spürbar höher als vor der RUSU
  • ich bekam zum ersten Mal Zugang zu meinem inneren Kind
  • ich erlernte die Emotional Freedom Technique, welche ich momentan total feiere! (ich halte sie momentan zusammen mit Vergebung für den Schlüssel zur Zufriedenheit!)
  • die RUSU-Community-Treffen! Auch wenn sie nicht vom RUSU-Team selbst veranstaltet wurden, sind diese Communities dennoch ein Produkt der RUSU, weshalb ich sie definitiv als Pro-Punkt zähle! Ich habe wirklich tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich sehr auf einer Wellenlänge liege!

Was mir an der RUSU nicht so gut gefallen hat:

  • wer keinen Facebook-Account hat, ist leider von vielen Dingen ausgeschlossen (die Facebook Gruppe scheint sehr aktiv zu sein und darüber werden auch die Community-Treffen organisiert. Um an einem solchen Treffen teilnehmen zu können, musste ich erst Claudi aus dem Team Liebe anschreiben, die dann meine Handynummer weitergeleitet hat.)
  • der Aufbau der Sessions ist sehr ritualisiert. Ich weiß, dass das mit voller Absicht von Laura so erarbeitet wurde und auch einen Sinn hat (nämlich die wichtigen Dinge tatsächlich zu verinnerlichen), trotzdem gefiel es mir nicht so gut
  • ich habe zwar bisher nur ein anderes Onlinecoaching dieser Art mitgemacht (von Kristin Woltmann), aber in diesem wurde bedeutend mehr Coachinginput gegeben (ca. 80% der Zeit, der Rest war Meditation bzw. kurze Erklärung der Workbookübungen), während in der RUSU das Vorlesen der im Chat geschriebenen Antworten einen Großteil der Zeit ausgemacht hat. Natürlich wurde auch Coachinginput gegeben, aber im Verhältnis zu dem Ritual zu Beginn und der Interaktion mit den Teilnehmern über den Chat sehr wenig – und auch fast nur Dinge, die man aus Lauras Buch bzw. Podcast bereits kennt
Meine Affirmation während der RUSU

Also 3 eher negative Punkte im Gegensatz zu 15 positiven Punkten sprechen für sich, wobei mein zuletzt genannter Minuspunkt natürlich für den einen oder anderen schon bedeutungsvoll sein kann, wenn man bereits sehr mit Lauras bisheriger Arbeit vertraut ist. Nichtsdestotrotz hat die RUSU einige positive Veränderungen in mein Leben gebracht, ich bin deutlich achtsamer und habe für verschiedene Situationen tolles „Werkzeug an die Hand“ bekommen, mit welchem ich die Situationen meistern kann. Zu Beginn der RUSU sollte man sich drei Affirmationen aussuchen, die uns durch die RUSU begleiten sollten. Eine davon war für mich „Ich bin mutig und voller Vertrauen“, und diese Affirmation hat mich wirklich seitdem begleitet und ich habe in mehreren Situationen bewusst danach gehandelt. Insgesamt kann ich die RUSU jedem empfehlen, auch den Männern (!) und sicherlich nimmt jeder für sich wertvolle Erkenntnisse aus dieser Zeit mit. Jetzt heißt es nur: dranbleiben und die neuen Glaubenssätze und co. festigen!

Also, wer sich überlegt die RUSU selbst zu machen:

Die Liveversion ist sicher etwas cooler, weil man über den Chat mit Laura und den anderen Teilnehmern kommunizieren und aktiv teilnehmen kann, so oder so kann man die Videos jedoch auch später zu einem selbst gewählten Zeitpunkt schauen. Ein Facebook-Account wäre ebenfalls von Vorteil. Und wenn du die RUSU machst: sei dir darüber im Klaren, dass du viel Zeit und Ruhe benötigst für die Sessions und die Übungen. Dieses Programm macht man nicht „mal eben zwischen Tür und Angel“ und du musst es wirklich wollen. Halbherzig daran zu gehen ist weder die Zeit noch das Geld wert. Und dann kann ich dir nur noch viel Spaß wünschen auf der Reise zu dir selbst! 🙂

Teil 5 – Modul 4 „Erschaffe dein bestes Leben“

Nachdem ich mit dem letzten Modul ja so meine Schwierigkeiten hatte und mich dafür noch nicht wirklich bereit gefühlt habe, fiel mir das Modul 4 wieder sehr leicht. Es ging darum, unser Leben jetzt neu und positiv auszurichten, wieder zu beginnen, es selbst zu lenken und endlich aus der Opferhaltung herauszufinden. Und es ging um unser „Money Mindset“ und Achtsamkeit in Bezug auf unsere Gedanken.

Die Meditationen waren in dieser Woche sehr kraftvoll und die Übungen bewirkten bei mir ganz viel, das konnte ich richtig spüren. Ich habe auch festgestellt, dass sich meine Einstellung zu vielen Dingen innerhalb der letzten vier Wochen bereits deutlich – und vor allem zum positiven – geändert hat.

Sehr wichtig fand ich es in dieser Woche, mir über meine eigenen Werte bewusst zu werden. Jeder von uns hat seine eigenen Werte und lebt auch instinktiv danach und wenn wir es nicht tun, weil wir uns z.B. (unbewusst) an unser Umfeld anpassen, dann merken wir alle sehr schnell, das etwas nicht stimmt, es fühlt sich einfach nicht richtig an. Aber wer kann schon genau benennen, welche Werte ihm wichtig sind? Hierzu gab es in dieser Woche eine Übung und meine „Top 5 – Werte“ sind mir jetzt bewusst. In diesem Zusammenhang habe ich auch meinen Partner nach seinen Werten gefragt, denn wie viel leichter wäre es, bestimmte Entscheidungen, die dein Partner trifft oder Dinge, die er tut, nachzuvollziehen, wenn du dir nicht nur deiner eigenen, sondern auch seiner Werte bewusst bist? Ich habe mir unsere Werte aufgeschrieben und werde sie mir immer wieder ins Gedächtnis rufen. Jedoch stellte sich mir dabei die Frage, ob es wichtig ist, dass die Werte von zwei Menschen in einer Beziehung (zumindest größtenteils) übereinstimmen. Die Werte meines Freundes sind vollkommen anders als meine, gehen sogar größtenteils in eine völlig andere Richtung, aber dennoch ergänzen sie sich auch. Ich glaube, gerade dadurch kann man sich gegenseitig so viel geben und auch voneinander lernen, solange natürlich grundsätzliche Werte wie Treue, Loyalität, Vertrauen, etc. übereinstimmen.

Eine weitere sehr wichtige Übung betraf unsere Aufmerksamkeit im Alltag. Mal ehrlich, wie oft am Tag ist man achtsam mit seinen Gedanken? Wenn überhaupt, dann nicht einmal den Bruchteil der Zeit. Die meisten Gedanken denken wir unbewusst und was ich sehr problematisch finde: wir denken auch zum größten Teil täglich dieselben – und zwar meist negativen – Gedanken. Als ich nun aufgrund der Übung einen Tag lang wirklich bewusst auf meine Gedanken geachtet habe, ist mir jedoch aufgefallen, dass ich mittlerweile wirklich sehr viele neue Gedanken denke, die mir früher nicht in den Sinn gekommen wären. Dass ich vieles nicht so negativ sehe, wie vor ein paar Wochen. Allerdings ist das denke ich etwas, das man weiterhin täglich „üben“ muss, sonst fällt man schnell wieder in die alten Muster und Gedankenspiralen zurück. Was mir an mir in den vier Wochen extrem aufgefallen ist und vielleicht geht es euch genauso: Je schlechter oder weniger ich geschlafen habe, desto schwerer fällt es mir, positiv zu denken. Oder umgekehrt: Guter und ausreichender Schlaf fördert das Wohlbefinden auf allen Ebenen. Also lieber mal ein wenig früher ins Bett gehen und dafür den nächsten Tag mit viel mehr positiven Gefühlen verbringen!

Richtig Spaß hatte ich bei der Übung, meinen inneren Vorstand zu wählen – also sozusagen ein kleines Team von Menschen, die man bspw. vor wichtigen Entscheidungen innerlich befragen kann. Laura hatte darüber schonmal in einem ihrer Podcasts gesprochen, aber ich hatte mich nie näher damit befasst. Bei der Übung war ich ganz überrascht, wer mir da so alles in den Sinn kam. Die Plätze waren alle innerhalb von Sekunden belegt! Es ist immer wieder interessant, wie das Unterbewusstsein doch eigentlich genauestens Bescheid weiß. Oder wie Laura immer sagt: „Es ist alles schon in dir“! Nach den 4 Wochen kann ich das definitiv bestätigen. Man darf sich einfach viel öfter selber vertrauen und seinem eigenen Weg folgen, anstatt sich ständig an der Umgebung zu orientieren und andere Menschen nach ihrer Meinung zu fragen. Natürlich bedeutet das nicht, zur arroganten und egoistischen Person zu mutieren, der alle anderen egal sind. Aber dein Herz kennt den Weg und du darfst deinem Herzen vertrauen!

Für mich war es eine schöne Woche und ein schöner Abschluss! Hier geht’s zu meinem Fazit zur RUSU!

Teil 4 – Modul 3 „Erinnern, wer du bist“

Das Modul 3 der Rise Up & Shine Uni ist für mich vorbei – und gleichzeitig nicht vorbei. Das Thema lautete „Erinnern, wer du bist“ und es ging darum, anzuerkennen, dass wir alle wertvoll und perfekt sind, genauso wie wir sind, und zu lernen, voller Selbstliebe auf sich selbst zu schauen und wieder zu beginnen, an sich selbst und seine Fähigkeiten zu glauben.

Genau deshalb ist das Modul für mich zwar einerseits vorbei, aber andererseits auch noch lange nicht vorbei. Ich hatte in dieser Woche Schwierigkeiten, einen Zugang zu den Meditationen und den Übungen zu finden. Um es genau zu sagen: an den meisten Tagen hatte ich leider überhaupt keinen Zugang. Woran es genau lag, konnte ich mir zuerst selber gar nicht erklären, aber bei unserem RUSU-Treffen, das in dieser Woche stattfand, erfuhr ich, dass es einigen Teilnehmern ebenfalls in Modul 3 so ging und was wir alle gemeinsam haben: wir alle können uns bisher noch nicht selber ganz annehmen wie wir sind. Oder anders gesagt: wir alle sind noch nicht wirklich in der Selbstliebe.

Die Übungen in dieser Woche sind meiner Meinung nach wirklich wertvoll. Unter anderem ging es natürlich darum, negative Glaubenssätze aufzulösen und durch neue, positive und kraftvolle Glaubenssätze zu ersetzen. In der Vergangenheit habe ich schon mehrmals mit meinen Glaubenssätzen gearbeitet, dennoch fiel es mir hier sehr schwer, denn wir sollten den höchstmöglichen, also positivsten Gedanken über uns selbst an die Stelle der negativen Glaubenssätze setzen und es fühlte sich einfach so falsch an.

Aber wir sollten auch lernen, unserer Schattenseiten anzunehmen. Das kannte ich bereits aus dem Buch „Schattenarbeit“ von Debbie Ford. Doch irgendwie konnte ich mich in dieser Woche nicht überwinden, dorthin zu sehen und mich mit meinen Schattenseiten zu beschäftigen und genauso ging es mir mit meinen Ängsten.

Man könnte es auch anders formulieren: mein Ego hatte in dieser Woche die Oberhand und hat sich einfach mal so richtig schön quergestellt. Und ich war nicht stark genug, mein Ego in seine Schranken zu weisen.

Somit war diese Woche der RUSU für mich leider nicht sehr erfolgreich, doch wie sagt man so schön: ‚Aufgeschoben ist nicht aufgehoben‘ und somit werde ich diese Woche definitiv noch einmal für mich wiederholen und die Dinge aufarbeiten, denn ganz offensichtlich gibt es gerade hier sehr viel für mich tun. Ich denke, es bringt nichts, gerade vor dem was vielleicht schmerzhaft ist, die Augen zu verschließen und nur die schönen und positiven Aufgaben zu erledigen, denn genau daran erkennt man, wo man in seinem Leben noch aufzuräumen hat. Wenn man zuhause nie aufräumen, sondern immer alles nur in Schränke stopfen würde, würden die Schränke irgendwann überquellen und ihr Inhalt würde uns wieder entgegenkommen. Und das genau das passiert auch, wenn wir in unserem Inneren nie aufräumen, sondern alles in Boxen verpacken und ganz hinten in unserem Bewusstsein lagern. Das Bewusstsein weiß ganz genau, dass es diese Boxen gibt und irgendwann wirbelt es uns den Inhalt dieser Boxen sowieso um die Ohren, und das meist ganz unverhofft. Da hole ich die Boxen lieber aus eigenem Willen hervor und packe sie aus, dann habe ich wenigstens die Kontrolle über das, was passiert.

Wenn ihr die RUSU gerade macht oder auch schon gemacht habt und noch nie ein RUSU-Treffen besucht habt, kann ich euch nur noch einmal sehr ans Herz legen, das ganz schnell nachzuholen. In jeder größeren Stadt gibt es mittlerweile eine RUSU-Community, die sich regelmäßig trifft. Natürlich kann ich nur für unsere Community sprechen, aber die Aufnahme ist so offen und herzlich, jeder ist willkommen und es ist so wundervoll, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Wir haben letzte Woche auch darüber gesprochen, dass man sich in der Runde gleich auf einem sehr hohen Vertrauenslevel begegnet, und oft Dinge anspricht und zu Dingen steht, die man selbst nahestehenden Personen (noch) nicht anvertraut hat. Also traue dich und probiere es aus 😊 Es ist auch kein Problem, alleine dorthin zu gehen, fast alle von uns sind alleine zu einem solchen Treffen gegangen 😊 Ich bin mir sicher, du wirst von der freundlichen Aufnahme begeistert sein!

Teil 3 – Modul 2 „Loslassen, was war“

Schon ist die zweite Woche der Rise Up & Shine University vorbei. Das Motto dieser Woche lautete „Loslassen, was war“. Die meisten Menschen lassen ihr heutiges Leben durch negative Erlebnisse in ihrer Vergangenheit beeinflussen, mit denen sie sich vielleicht nie oder nur unzureichend auseinandergesetzt haben. Viel zu schwer fällt es oft, negativen Erlebnissen zuzustimmen und anzuerkennen, dass sie zu unserem Leben gehören. Da fällt es doch irgendwie leichter, dieses Päckchen im imaginären Rucksack ständig auf dem Rücken zu tragen und am besten noch, das Geschehene immer und immer wieder zu durchleben, aber nicht mit dem Ziel, dadurch damit abzuschließen, sondern mit dem Ziel, sich erneut in die negativen Gefühle hineinzusteigern und vielleicht sogar auf Rache zu sinnen.

Ich bin auch eine solche Kandidatin und mir fällt es bislang schwer, negativen Situationen und Erlebnissen aus der Vergangenheit zuzustimmen und noch schwerer fällt es mir in einigen dieser Fälle, überhaupt nur an das Wort „Vergebung“ in diesem Zusammenhang zu denken. Besonders innerhalb der Familie ist es oft schwer, denn gerade die Personen, die man am meisten liebt, haben eben auch die größte Macht, uns zu verletzen – zumindest meinen wir das oft. Denn eigentlich hat niemand die Macht uns zu verletzen, außer wir uns selbst. Doch das muss auch ich mir immer und immer sagen und es verinnerlichen. In der RUSU ging es in dieser Woche jeden falls darum, solche Situationen aus der Vergangenheit aufzudecken und durch Meditationen und die Übungen im Workbook der Vergebung zumindest einen Schritt näher zu kommen.

In diesem Zusammenhang haben wir uns in dieser Woche intensiv mit unserem inneren Kind beschäftigt. Aus dem bekannten Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl, das ich erst vor kurzem zum zweiten Mal gelesen habe, weiß ich bereits einiges darüber und habe mich schon sehr viel mit meinem inneren Kind beschäftigt, allerdings konnte ich weder durch die Meditationen aus dem Buch noch durch meine eigenen Versuche einen richtigen Zugang zu meinem inneren Kind finden. In Lauras Meditation hat es auf einmal geklappt! Das war eine echt intensive und lehrreiche Meditation für mich. Ich glaube, dass es wirklich eine Veränderung auch in all unseren zwischenmenschlichen Beziehungen bewirken kann, wenn wir uns unseres inneren Kindes bewusst sind und es regelmäßig beachten.

Über Meditationen habe ich in dieser Woche übrigens noch etwas für mich Neues gelernt: manchmal will ich meditieren und merke sehr schnell, dass ich mich keine einzige Sekunde fokussieren kann, und egal wie oft ich es versuche, ich gehe mit jedem Gedankengang mit. Dann habe ich bisher immer abgebrochen und es entweder an diesem Tag gar nicht mehr oder später probiert. An einem Tag in dieser Woche passierte mir das auch – ständig zwickte es irgendwo, ich konnte nicht stillsitzen, mir sind ständig die Beine eingeschlafen und ich merkte, dass ich kaum in der Lage war, Laura in der geführten Meditation überhaupt zuzuhören. Ich spielte mit dem Gedanken, es später wieder zu probieren. Aber dann plötzlich war es, als hätte sich ein Schalter umgelegt und ich war total „drin“ und es hat sich richtig gelohnt. Also werde ich auch beim nächsten Mal nicht direkt aufgeben.

Zum Ende der Woche ging es dann ans Eingemachte: sich selbst und Menschen, die einen gekränkt oder verletzt haben, vergeben. Ich bin ehrlich: ich war skeptisch. Die Meditationen klappten gut, doch ich spürte teilweise noch einen Widerstand in mir. Vergebung von jetzt auch gleich funktioniert wohl nicht so einfach, aber ich glaube hier heißt es: dranbleiben. Denn wir streben doch alle nach Glück und Zufriedenheit, und was ich mittlerweile verstanden habe ist, dass diese beiden Dinge aus uns selbst heraus kommen müssen, wir können sie nicht im Außen finden. Und um Glück und Zufriedenheit zu verspüren, muss man beginnen, seine Vergangenheit zu akzeptieren. Das bedeutet keinesfalls, dass man alles gut finden muss, was passiert ist, es bedeutet, dass man einfach nur zustimmt, dass diese Erfahrungen in unserem Leben sind und sie uns zu dem Menschen gemacht haben, der man heute ist. Doch an ihnen festzuhalten bringt nicht mehr, als dass du dich immer wieder selbst verletzt und davon abhältst, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.