Kleine Inspiration für unser Selbstvertrauen

Hallo Ihr Lieben!

Wie Chris in der letzten Woche bereits geschrieben hat, ist es sehr ruhig hier auf dem Blog geworden. Von meiner Seite hatte das zwei Gründe: zum einen hatte ich seit April ein wenig den Fokus auf die Themen Persönliche Weiterentwicklung, Achtsamkeit und auch Sport und Ernährung verloren. Zum anderen gab es Themen, über die ich gern geschrieben hätte, allerdings hatte ich das Gefühl, meine Texte seien überflüssig, denn wer braucht schon den x-ten Blogbeitrag zu einem bestimmten Thema?

Dies hier soll nun ein Blogbeitrag werden, der jeden einzelnen von euch und auch mich selbst inspiriert, wieder mehr an sich zu glauben und das zu tun, wonach ihm ist.

 

Besonders die etwas selbstunsicheren Menschen unter euch werden sich wahrscheinlich in der folgenden Beschreibung wiedererkennen:

  • man hinterfragt ständig sein eigenes Handeln
  • man kann selten eine positive oder auch negative Entscheidung aus vollem Herzen treffen
  • man überlegt ständig, was die Mitmenschen von einem denken könnten
  • man traut sich nicht, einen Konflikt auszutragen, aus Angst, sich selbst nicht behaupten zu können oder
  • man fühlt sich dauernd angegriffen, obwohl das Gegenüber nichts Böses im Sinn hat
  • man hat Träume, aber fühlt sich zu klein und unbedeutend, um für diese loszugehen
  • man schämt sich häufig für sich selbst, den eigenen Körper oder Dinge, die man getan hat

Ich schätze, jeder findet sich in dem einen oder anderen Punkt wieder, sogar die selbstbewussteren Menschen. Die nicht ganz so Selbstbewussten werden sich sicherlich sogar in mehreren Punkten wiederfinden. Ich persönlich stelle mich gerade diesem Thema. Auf dem Team Liebe Festival von Laura Seiler im Juni (was nebenbei bemerkt wunderschön war – ich werde darüber noch schreiben) ist mir insbesondere das bewusst geworden: dass ich mein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stärken muss. In den Übungen, die wir dort gemacht haben, habe ich gemerkt, wie sehr ich mir selbst oft im Weg stehe und wie schwer ich mir dadurch mein Leben mache. Ich möchte dieses ständige Gedankenkreisen um meine Ängste und teilweise absurden Vorstellungen nicht mehr, ich möchte mich selbst annehmen und Frieden mit mir schließen, ich möchte auf mein Herz hören und Entscheidungen treffen können und ich möchte mir nicht mehr ständig den Kopf der anderen zerbrechen.

Ich schreibe diesen Beitrag somit gerade auch für mich, um mich in heiklen Situationen immer wieder daran erinnern zu können:

Lerne wieder, dir selbst zu vertrauen. Dein Herz kennt den Weg. Lerne wieder, auf dein Herz zu hören. Jede Entscheidung bringt dich voran. Du darfst die falsche Entscheidung treffen, gerade durch sie wirst du lernen. Das Leben verläuft selten linear, du darfst Umwege gehen. Du musst heute nicht alles wissen, aber lass dich darauf ein und vertraue, dass alles gut wird. Behandle deine Mitmenschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Vertraue darauf, dass sie dir nicht mit Missgunst begegnen und das Gute in dir sehen. Sprich die Dinge an, das Leben ist zu kurz, um sich mit Ärger und Wut herumzukämpfen. Du darfst deine Meinung sagen und du darfst anderer Meinung sein, als der Rest. Wenn du einen Konflikt austragen musst, sei dir bewusst, dass das auch für den anderen eine schwierige Situation ist. Sei fair und offen, aber stehe zu dir. Mach dir bewusst, dass nicht alle Menschen ihre Handeln und ihre Worte reflektieren, wenn du dich angegriffen fühlst- mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit war es nicht so gemeint, wie es sich für dich angefühlt hat. Du darfst groß Träumen. Du darfst für deine Träume losgehen, auch wenn sie dir Angst machen. Gerade das, was dir Angst macht, solltest du tun. Du bist etwas Besonderes und kannst auch Besonderes erschaffen. Schließe Frieden mit der Vergangenheit, wenn nötig mit Hilfe. Hadere nicht mit den Dingen, die du nicht ändern kannst. Ändere stattdessen die Dinge, die du nicht möchtest. Sei du selbst und fang an, dich selber mit den Augen eines guten Freundes zu sehen. Sprich freundlich zu dir und hab Verständnis für dich. Fang an, dich wieder zu mögen. Zieh an, was dir gefällt. Ernähre dich gesund und treibe Sport, aber nicht weil du deinen Körper hasst, sondern weil du ihn liebst.

Und zu guter letzt mein Lieblingsspruch von meinem Vorbild Pippi Langstrumpf:

 

Das ist mein erster Schritt in diese Richtung: Erkennen und annehmen, dass ich selbstunsicher bin und mir trotzdem erlauben, so zu sein und mich so zu zeigen wie ich bin. Ihr glaubt gar nicht, wie schwer es mir fällt, diesen Beitrag zu schreiben und zu veröffentlichen. Aber wie oben geschrieben: man sollte durch die Angst gehen, wenn man sie loswerden möchte.

Hoffentlich kann ich auch euch ein wenig inspirieren, mehr an euch zu glauben und weniger dem inneren Kritiker in euch zu vertrauen.

Aktuell arbeite ich dazu mit dem Buch „So stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl“ von Stefanie Stahl. Wenn ihr Interesse habt, kann ich dazu gern mehr schreiben, wenn ich das Buch fertig gelesen habe.

Alles Liebe

Eure Coco

Verbringst du gern Zeit mit dir selbst?

Bist du gern mal allein? Ich spreche hier nicht von Einsamkeit. Einsam ist wohl kein Mensch gern und es liegt auch nicht in unserer Natur, einsam zu leben. Wir brauchen den Kontakt zu anderen Menschen sowie deren Aufmerksamkeit und Zuwendung. Doch zwischen einsam und allein sein gibt es einen gravierenden Unterschied. Man kann es sich aussuchen, mal allein zu sein, sich mal zurückzuziehen von allem, mal nur Zeit mit sich selbst zu verbringen, und kann das auch in ein Leben integrieren, in dem man ansonsten gern in Gesellschaft ist. Denn ist es nicht seltsam, dass wir die Gesellschaft anderer Menschen schätzen, unsere eigene Gesellschaft jedoch oftmals nicht? Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass ich das allein sein brauche und es mir zwischendurch sehr gut tut. Allerdings nehme ich wahr, dass viele Menschen es regelrecht hassen, allein zu sein und es einfach nicht „können“. Woran liegt das?

In der Kindheit konnten wir oft noch stundenlang selbstvergessen spielen in einer Welt, die nur uns zugänglich war, vollkommen versunken und durch nichts abzulenken. Während der Schulzeit wurde das Alleinsein nicht gern gesehen und zum Ausschlusskriterium, d.h. zog man sich mal zurück, lief man Gefahr, leicht zum Außenseiter zu werden oder schlimmeres, weshalb ich glaube, dass, selbst wenn man das Gefühl hatte, sich mal zurückziehen zu wollen, man es unterdrückt hat, um nicht aufzufallen und „anders“ zu sein. Im Erwachsenenalter wird es dann wieder leichter, wobei auch hier für Absagen an einem Freitagabend zur Party mit der wahrheitsgemäßen Absage „Mir ist nicht danach / Mir ist nach einem ruhigen Abend“ nicht viel Verständnis aufgebracht wird. Zwischen zwei Beziehungen fällt es am meisten auf, ob jemand Probleme damit hat oder nicht. Denn nur weil man Single ist, ist man nicht automatisch einsam. Und das Alleinsein nach einer beendeten Beziehung ist wichtig, um eine neue Beziehung später ohne „Altlasten“ beginnen zu können. Doch viele Menschen rennen nahezu kopflos von einer Beziehung in die nächste.

Aber warum? In Gesprächen mit anderen habe ich zwischen den Zeilen folgende Antworten darauf bekommen, warum sie nicht allein sein können oder wollen:

  1. Ich weiß nichts mit meiner Zeit anzufangen, wenn ich allein bin
  2. Ich habe Angst, dass unangenehme Dinge oder Gefühle hochkommen
  3. Ich habe Angst, den Anschluss zu verlieren, wenn ich mich zurückziehe
  4. Mein Umfeld hat kein Verständnis für sowas

Sicherlich gibt es noch viele weitere Gründe mehr. Doch ist da was dran?

1.  Ich weiß nichts mit meiner Zeit anzufangen, wenn ich allein bin

Grundsätzlich kann man fast alles, was man zu zweit oder in der Gruppe macht, auch allein machen. Ja, man kann sogar allein ins Kino gehen, in ein Café oder in die Sauna. Hat man das einmal gemacht, wird man schnell merken, dass das Alleinsein viel weniger schlimm ist, als man dachte. Und natürlich kann man allein seinen Hobbys nachgehen (doch hier kann schon das erste Problem liegen: viele Menschen hab kein Hobby!). Allerdings meine ich mit Alleinsein eher, wirklich Zeit mit sich zu verbringen und dabei nicht abgelenkt zu sein. Zeit mit den eigenen Gedanken und Gefühlen zu verbringen, sie sich anzuschauen und sich bewusst zu werden, wie man sich eigentlich derzeit fühlt, vielleicht etwas zu Papier zu bringen, Gedanken zu sortieren, neu zu ordnen, eigene Entschlüsse zu fassen, unabhängig von der Meinung anderer. Herauszufinden, was will ich eigentlich gerade? Dazu kann man natürlich gut Meditationen nutzen, man kann sich aber auch einfach hinsetzen und mal schriftlich ein bisschen Klarheit im Kopf schaffen. Ein Spaziergang in der Natur lenkt auch nicht ab, sondern bringt den Blick nach innen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hobbys wie Malen beispielsweise ebenfalls den Fokus nach innen leiten. Dabei merke ich so richtig, was gerade in meinem Kopf vor sich geht. Doch Zeit mit sich selbst zu verbringen, kann auch heißen, sich um sich selbst zu kümmern. Nachdem man in sich gegangen ist und festgestellt hat, was man gerade braucht, nimmt man sich einfach mal die Freiheit, genau das zu tun. Vielleicht ein Entspannungsbad zu nehmen, vielleicht braucht man aber jetzt auch genau das Gegenteil: die Gesellschaft anderer Menschen, oder etwas ganz anderes.Du wirst dich dabei selber erst richtig kennenlernen: den Menschen, der DU bist, unabhängig davon, wer gerade neben dir steht.

2.  Ich habe Angst, dass unangenehme Dinge oder Gefühle hochkommen

Das ist durchaus möglich. Und vielleicht sogar wahrscheinlich. Verdrängen ist zwar eine Taktik, mit der viele Menschen „arbeiten“ und mehr oder weniger gute Erfolge erzielen. Aber für deine innere Welt und auch für deinen Körper sind diese unterdrückten, negativen Gefühle Gift, die dich ganz langsam von innen nach außen vergiften und je nach Stärke auch Schlimmeres anrichten können – oftmals mit enormer Zeitverzögerung. Wäre es da nicht viel angenehmer, immer mal wieder zu schauen, was du vielleicht gerade unterdrückst, was vielleicht doch gern an die Oberfläche will und es in einem kontrollierten Moment zuzulassen und dann loszulassen, bevor es sich möglicherweise unkontrolliert irgendwann – definitiv im falschen Moment – Bahn bricht? Die Emotional Freedom Technique wäre hierfür z.B. ein super praktischer Helfer.     

3.  Ich habe Angst, den Anschluss zu verlieren, wenn ich mich zurückziehe

Jede Freundschaft und Beziehung kann und sollte es verkraften, wenn du sagst „Ich brauche mal eine Stunde / einen Tag / eine Woche Zeit für mich“. Zurückziehen muss nicht bedeuten, gleich den Kontakt abzubrechen, für längere Zeit nicht erreichbar zu sein oder sein Umfeld zu vernachlässigen. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen kann man in den Alltag einbauen und es muss nicht zwangsläufig viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn man es regelmäßig macht. Auch wenn du dein Handy für ein paar Stunden ausschaltest, musst du kein schlechtes Gewissen haben. Die Welt wird sich in der Zeit ganz bestimmt weiterdrehen. Und wenn du wieder „aufgetankt“ bist, kannst du dich auch mit mehr Energie deiner Familie und deinen Freunden zuwenden. In guten Freundschaften kann und darf man auch einfach ehrlich sein, und es erklären. So mache ich es und bin bisher immer auf Verständnis getroffen.

4. Mein Umfeld hat kein Verständnis für sowas

Womit wir bei diesem Punkt angekommen wären. Hat dein Umfeld wirklich kein Verständnis dafür, oder ist das dein eigener Standpunkt? Vielleicht sehnen sich andere Menschen in deinem Umfeld oder deiner Familie auch nach etwas mehr Zeit für und mit sich selbst, und auch sie trauen sich nicht, das offen zu sagen? Was, wenn du damit auch anderen ganz neue Möglichkeiten eröffnest? Manchmal glauben wir nur, andere haben für bestimmte Dinge kein Verständnis und das stimmt gar nicht. Herausfinden kannst du es nur, wenn du dir die Zeit für dich allein einfach mal nimmst und schaust was passiert.

Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, ab und zu Zeit nur mit sich selbst zu verbringen, ganz ohne Ablenkung durch den Fernseher, das Handy oder ein spannendes Buch, denn erst dann können wir uns wirklich kennenlernen, in uns selbst hinein hören und erfahren, was wir tatsächlich wollen – und was nicht. In der heutigen Zeit sind wir ständig von Lärm und Hektik umgeben, außerdem erhalten wir den ganzen Tag über – bewusst und unbewusst – Informationen unserer Mitmenschen über deren Wünsche, Gefühle, Absichten, sodass wir uns manchmal selbst ein wenig vergessen. Wäre doch schön, auch wieder eine Verbindung zu der Welt in dir drin zu haben und nicht nur zu der Welt da draußen, oder?

Wie viel Zeit widmest du dir selbst?

Alles Liebe, deine Coco