Morgenroutine – Fluch oder Segen?

Überall liest und hört man von der Morgenroutine und wie wichtig und unerlässlich sie für ein glückliches und erfülltes Leben sei.  Ist da wirklich was dran, und wenn ja, trifft das auf jeden Menschen zu?

Was für ein Typ Mensch bist du?

Bist du der Typ, der beim ersten Klingeln des Weckers aus dem Bett springt, sich fertig macht, sich einen Kaffee to go kocht und losgeht? Oder der Typ, der noch mindestens 3 mal die Snooze Taste betätigt und sich dann mühevoll aus dem Bett schleppt und dadurch meist zu spät kommt? Oder hast du bereits eine Morgenroutine?

Das Gerede über Morgenroutinen hat mich oft ziemlich genervt, denn ich habe es ausprobiert und mein Körper hat mir ganz deutlich gezeigt, dass es ihm nicht besser geht, wenn ich den Wecker auf 5 Uhr morgens stelle, damit ich noch Yoga und Visualisierungs-übungen machen, mein Traumtagebuch schreiben, lesen und joggen gehen kann, oder was auch immer man noch so in eine Morgenroutine integrieren kann. Wenn ich das manchmal so lese, erinnert mich das eher an Dinge, die man morgens „erledigen“ bzw. fast schon „abarbeiten“ muss. Und so fühlte es sich auch für mich an.

Kannst du dir auch nicht vorstellen, dass so dein perfekter Start in den Tag aussehen könnte?

Ich muss sagen, dass ich doch ziemlich viel über dieses Thema nachgedacht habe, eben weil es einfach überall propagiert wird und es ja scheinbar der letzte Schrei ist, möglichst früh aufzustehen um eine möglichst umfassende Routine zu haben. Und schließlich will ich ja auch ein glückliches und erfülltes Leben führen, und wenn das die Voraussetzung dafür ist, sollte ich mich doch überwinden, oder?

Und dann dachte ich mir: NEIN. Genau das ist nämlich nicht Sinn dieser Reise meiner persönlichen Entwicklung. Ein wichtiger Teil dieser Reise ist es doch, zu erkennen, wer du bist und wer du sein möchtest. Auf dein Herz und deinen Körper zu achten und zu hören, und dich zu trauen, du selbst zu sein, und nicht die Kopie eines anderen Menschen. Und mein Körper signalisiert mir ganz deutlich, dass es mir nicht gut tut, noch eine Stunde früher aufzustehen, um all die o.g. Dinge zu tun. Und bei weiterer Betrachtung dieses Themas ist mir bewusst geworden, dass ich doch schon längst meine Morgenroutine habe, mit der ich vollkommen zufrieden bin und die mich ebenfalls super motiviert in den Tag starten lässt! Nur weicht meine Routine von der o.g. deutlich ab. Aber ist das ein Problem? Nein! So lange du dich mit deinem morgendlichen „Programm“ wohl fühlst und es dir gut dabei geht, solltest du es so leben. Natürlich spricht nichts dagegen, andere Dinge auszuprobieren. Wenn sie dir gut tun, behalte sie bei. Wenn nicht, dann lass sie bleiben. Lerne zu erkennen, welche Signale dir dein Körper gibt. Nicht alle Menschen erhalten dieselben Signale von ihrem Körper und das ist auch gut so!

Und nun zu meiner Morgenroutine:

  1. Eigentlich beginnt meine Morgenroutine schon am Vorabend, denn es ist mir einfach extrem wichtig genug zu schlafen. Man (und ich habe das auch lange getan) unterschätzt leider immer wieder, wie enorm wichtig die Schlaflänge, Schlafenszeit und Schlafqualität für den Körper und das gesamte Leben ist. Ewigkeiten habe ich mich mit unfassbarer Müdigkeit herumgequält, war bei verschiedenen Ärzten, habe meinen Vitaminhaushalt überprüfen lassen, usw. Was ich aber nie getan habe: einfach mal dauerhaft (!) früher schlafen zu gehen – die simpelste aller Lösungen. Ich dachte einfach immer, sechs Stunden Schlaf müssen reichen, anderen reicht diese Stundenanzahl ja scheinbar auch. Aber jeder Mensch ist eben anders, der eine braucht vielleicht einfach zwei Stunden Schlaf mehr als ein anderer, und das ist auch völlig okay so.  Seit ich das mache – und hier musste ich erst ausprobieren, wie viele Stunden Schlaf perfekt für mich sind (der Schlaftracker meiner Fitbit Versa hat mir dabei sehr geholfen) – geht es mir einfach viel, viel besser. Die perfekte Stundenanzahl an Schlaf ist für mich zwischen mindestens 7, besser 8 Stunden, wobei ich beachten muss, dass ich ca. eine Stunde pro Nacht wach bin. Das sind kurze Wachphasen, von denen ich gar nichts bemerke, aber meine Uhr zeichnet sie auf und es handelt sich bei mir jede Nacht um eine Stunde, die mir sozusagen an Schlaf verloren geht. Die rechne ich also dazu. Im Idealfall sollte ich also 9 Stunden vor meiner Aufstehzeit schlafen gehen. Und dann bin ich wirklich den ganzen Tag über fit und morgens auch in der Lage, wenn der Wecker klingelt, aufzustehen. Mehr noch: seit ich das wirklich regelmäßig mache, werde ich oft schon von ganz alleine kurz vor dem Weckerklingeln wach. Das ist natürlich noch angenehmer.
  2. Mir ist es sehr wichtig, morgens Ruhe und Zeit zu haben. Das bedeutet für mich, ich sollte mindestens anderthalb Stunden Zeit haben, bevor ich zur Arbeit losfahren muss. Gut, mein Wecker klingelt also (übrigens habe ich mir vor ein paar Monaten einen Tageslichtwecker gekauft – sehr zu empfehlen!)  und ich gebe es zu: seit ich den Tageslichtwecker benutze, schaffe ich es erstmals wirklich, sofort wach zu sein, wenn er klingelt. So kann ich mir das Snooze-Drücken und die Zeit die dabei stets draufgegangen ist, endlich sparen.
  3. Ich bin also wach, bleibe aber noch im Bett sitzen, schiebe mir mein Kissen in den Rücken und suche mir eine für mich an dem Tag passende geführte Meditation aus (ich mag geführte Meditationen sehr) und meditiere meist für ca. 20 Minuten.
  4. Dann stehe ich auf und mache mir mein Frühstück, darauf freue ich mich schon am Abend vorher – ich bin der totale Frühstücksmensch und habe einen Bärenhunger wenn ich morgens aufwache. Dann frühstücke ich ganz in Ruhe – das dauert mindestens 30, manchmal auch 40 Minuten (ich bin aber ganz generell auch ein wirklich langsamer Esser). Wenn ich fertig bin, habe ich noch 30-40 Minuten, um mich ganz in Ruhe fertig zu machen. Dabei höre ich meist Musik und singe auch gerne mal laut mit 🙂 Auf der Fahrt zur Arbeit höre ich mir Hörbücher oder Podcasts an – das zähle ich irgendwie auch noch mit zu meiner Morgenroutine.

Und damit geht es mir wunderbar.

Mit diesem Beitrag möchte ich dir gern den Druck nehmen. Wenn du dir bereits eine funktionierende Morgenroutine erschaffen hast, behalte sie bei, solange sie dir gut tut. Und wenn du morgens Zeit und Ruhe für Yoga, anderen Sport oder lesen hast, ist das natürlich super. Aber lerne hier, auf deinen Körper zu achten und ihn ernst zu nehmen. Wenn du das Gefühl hast, die Routine tut dir nicht (mehr) gut, überlege dir jedoch bevor du sie sofort umschmeißt oder sein lässt, ob sie dir vielleicht nur nicht gut tut, weil du insgesamt nicht genug schläfst. Denn wenn du morgens (egal um welche Uhrzeit du aufstehst) todmüde bist, wird dir keine Morgenroutine gut tun.

Ich denke, alles ist besser, als sich morgens nach 5 Mal Snooze drücken aus dem Bett zu quälen und sich dann innerhalb von 10 Minuten fertig machen und losrennen zu müssen – denn ich glaube, das tut wirklich niemandem gut.

Also: Morgenroutine definitiv JA, aber unter Druck setzen, nur um eine endlos lange Morgenroutine unterzubekommen und alle Punkte gleich morgens abzuhaken? NEIN.

Stress dich nicht und schau, was dir gut tut. Probiere Dinge aus, gerne auch öfter als einmal, denn oft merkt man erst nach einiger Zeit, was gut funktioniert und was nicht. Aber entspann dich. Gerade am Morgen sollten wir noch so viel Entspannung genießen wie möglich, der stressige Alltag beginnt noch früh genug.

Hast du schon Routinen am Morgen? Ich würde mich freuen, wenn du in den Kommentaren davon berichtest, was für dich der perfekte Start in den Tag ist J

Alles Gute für dich,

Deine Coco

Die Kraft deiner Gedanken

„Ein Unglück kommt selten allein“ – ist dir schonmal aufgefallen, dass an diesem Sprichwort unglaublich viel Wahres dran ist? Denn wie oft hattest du schon das Gefühl, vom Pech buchstäblich verfolgt zu sein, egal was du versucht hast? Aber hast du auch schonmal versucht, durch die Kraft deiner Gedanken aus dieser negativen Spirale zu entkommen? Dieser Weg ist nämlich der einzige, der funktioniert, doch die wenigsten Menschen kennen diesen Weg und gehen ihn auch. Meist verkriechen wir uns, suhlen uns in Selbstmitleid, denken einen negativen Gedanken nach dem anderen. Und ziehen so noch mehr Negativität in unser Leben. Das liegt am universellen Gesetz der Anziehung. Du kannst es auch Karma oder Gesetz der Resonanz nennen. Wir alle sind rein physikalisch gesehen Energie und senden und empfangen ununterbrochen auf einer bestimmten Energiefrequenz und ziehen immer das an, was wir aussenden. Das bedeutet, wenn wir Negatives aussenden, empfangen wir auch Negatives. Ändern wir unsere Energiefrequenz jedoch hin zum Positiven, empfangen wir auch Positives, da sich unsere Frequenz erhöht.

Nun könnte man schlussfolgern, man müsse einfach nur einen positiven Gedanken denken und schon passiere auch etwas Positives in unserem Leben. Ganz so einfach ist es jedoch leider nicht. Wichtig ist nämlich, dass wir nicht nur positiv denken, sondern diese Gedanken in uns verinnerlicht und verankert haben, dass wir diese Gedanken auch wirklich fühlen. Wenn du dir nur positive Gedanken vorsagst, diese aber nicht fühlst, erzeugst du leider auch keine positiven Schwingungen.

Doch wie kannst du der Negativspirale nun entkommen und positive Menschen und Ereignisse in dein Leben ziehen?

1. Sei dankbar.

Um erstmal mit einem kleinen Ritual zu beginnen, setz dich doch einmal für 20 Minuten hin, nehme dir einen Zettel und einen Stift und schreibe einmal ganz intuitiv – also ohne viel darüber nachzudenken – auf, wofür du alles in diesem Moment dankbar bist. Hierzu zählen auch Dinge, die wir immer als selbstverständlich ansehen, wie das Dach über unserem Kopf oder unser Job, selbst wenn wir in diesem vielleicht gerade gar nicht zufrieden sind. Du wirst sehen, dass du selbst in der trostlosesten Situation sehr viele Dinge finden wirst, für die du dankbar sein kannst und solltest. Und dann wirst du merken, dass es nur schwer möglich ist, gleichzeitig dankbar und schlecht gelaunt zu sein. Denn wer dankbar ist, nimmt all das Schöne und Positive um sich herum war. Deine Stimmung wird sich automatisch heben und deine Gedanken werden optimistischer sein. Du sendest nun auf einer höheren Energiefrequenz. Wenn du jeden Morgen nach dem Aufwachen bereits dankbar bist, für die erholsame Nacht, dafür, dass du aufgewacht bist und für den bevorstehenden Tag, startest du bereits mit einer ganz anderen Energie in den Tag. Genauso gut kannst du den Tag damit abschließen, jeden Abend aufzuschreiben, wofür du am Tag dankbar warst und was du Positives erlebt hast.

Ich selbst schreibe jeden Abend in meinen Kalender, welche schönen Dinge am Tag passiert sind und wofür ich besonders dankbar bin. Morgens dagegen schreibe ich auf, worauf ich mich am meisten an diesem neuen Tag freue und mit welcher Intention ich in diesen Tag gehen werde. Das ist ein unglaublich schönes Ritual und hilft sehr! (Ich besitze übrigens diesen „Happiness Planner“, der wunderschön gestaltet ist.)

2. Stelle den Dramatiker in deinem Kopf ab oder drehe ihn zumindest leiser.

Natürlich gibt es in jedem Leben Momente, die tatsächlich dramatisch sind. Doch sei einmal ganz ehrlich zu dir selbst und frage dich, wie oft in deinem Leben bisher etwas wahrhaftig dramatisch war und wie oft du etwas in deinem Kopf zu einem Drama gemacht hast. Ich kann von mir selbst sagen, dass sich die meisten Dramen in meinem Leben nur in meinem Kopf abgespielt haben. Wenn du wieder einmal in eine solche Situation gerätst, tritt gedanklich aus ihr heraus und stelle dir die Frage: „Ist das hier gerade tatsächlich dramatisch oder reagiere ich einfach nur über?“ Und dann atme einige Male tief ein und aus und schenke der Situation nur noch das Maß an Aufmerksamkeit, das es verdient.

Gefühle sind bei genauerer Betrachtung ebenfalls nur Energie, die durch unseren Körper fließt. Auf verschiedene Gefühle reagiert unser Körper auch unterschiedlich. Doch im Normalfall würden die Gefühle den Körper ebenso schnell verlassen, wie sie gekommen sind. Wir selbst sind es, die diese Gefühle durch unsere Dramagedanken nähren und an ihnen festhalten. Wenn wir den Dramatiker in uns leiser drehen, werden wir automatisch weniger negative Gefühle in uns tragen und somit unsere Energiefrequenz erhöhen.

3. Traue dich, wieder groß zu träumen.

Kinder haben eine enorme Vorstellungskraft und träumen von den unglaublichsten Dingen und halten diese Träume dennoch für möglich. Warum hören wir irgendwann auf mit diesen Träumen? Weil wir von Außen gesagt bekommen, dass das unrealistisch ist, dass wir das doch sowieso nicht schaffen, dass man damit kein Geld verdienen kann, usw. Und so lassen wir es sein und fügen uns ein in die Rolle, die uns das Außen zugedacht hat. So kann man sicherlich ganz gut leben, aber ich befürchte, nur in den wenigsten Fällen wirklich glücklich und erfüllt sein.

Ich selbst habe mir viele Jahre lang praktisch verboten zu träumen. Ich habe mich überhaupt nicht getraut, mir auch nur vorzustellen, dass ich etwas anderes tun könnte, als das, was ich aktuell tue. Immer dachte ich, ich bin nicht gut genug, ich scheitere doch sowieso, dann könnte ich eventuell nicht genug Geld verdienen, usw. Dinge, die ich oft genug gehört und total verinnerlicht hatte. Doch vor einer Weile habe ich begonnen, all diese Träume, Ideen und Vorstellungen wieder zuzulassen, ganz zaghaft am Anfang, sodass ich mich kaum getraut habe, diese Dinge auch laut auszusprechen, und dann immer mehr und  mehr. Und ich habe eine so schöne, erfüllte und glückliche Zukunft für mich gesehen, dass ich irgendwann nicht mehr anders konnte, als mich einfach gut zu fühlen und auch wieder Mut – ein Gefühl mit einer hohen und sehr positiven Energiefrequenz – in mein Leben zu lassen. Seitdem hat sich bereits viel in meinem Leben verändert, worüber ich sicher noch an anderer Stelle berichten werde. Eins dieser Dinge ist jedenfalls dieser Blog hier 🙂

Das könnten erste Schritte sein, um deine Energiefrequenz zu erhöhen und wieder mehr Positives auszusenden und zu empfangen. Probiere es einmal für einige Tage aus, glaube mir, du wirst sehr schnell den Unterschied bemerken und es beibehalten wollen!

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren. Berichte gerne auch von deinen Erfahrungen oder weiteren Tipps 🙂

Alles Gute für dich,

Deine Coco