Die Stärken der Introversion

Heute möchte ich gerne mit Dir über ein Thema sprechen, das mich mein ganzes Leben lang schon begleitet: es geht um meine Introvertiertheit.

Ich bin absolut nicht allein damit – laut Studien nehmen Forscher an, dass ein Drittel bis die Hälfte der Weltbevölkerung introvertiert veranlagt ist – doch ich habe mich viele Jahre lang alleine gefühlt. Vielleicht kennst Du es ja – schon in der Kindheit wird man in Schubladen gesteckt, weil man eben so ruhig ist und Probleme damit hat, an größeren Gruppen teilzunehmen und zu sprechen. Ich war schon immer sehr gerne für mich alleine, konnte spielen ohne dass mir langweilig wurde, habe sehr viel nachgedacht oder in meiner eigenen Fantasiewelt gelebt.
Nach und nach hatte ich dann das Gefühl, als sei das nicht richtig.
Als sei ich anders.
Als sei ich falsch.

Mit diesem Denken habe ich mir mein Leben viele Jahre lang sehr schwer gemacht. Dadurch, dass ich mich selbst als komisch und falsch wahrnahm, benahm ich mich automatisch auch komisch, weil ich mich in Gesellschaft absolut unwohl fühlte – ich dachte ja, die anderen finden mich auch komisch. Meine Gedanken und meine Wahrnehmung limitierten mich. Es ist ein Teufelskreis.
Rückblickend merke ich, dass ich im Laufe der Jahre immer stiller wurde, irgendwann auch Angst hatte, zu sprechen und einfach das Gefühl hatte, dass auf dieser Welt kein Platz für mich sei. Neue Leute kennenzulernen war ein Kraftakt und vor allem das Small Talk-geprägte Kennenlernen hat mich immer dermaßen genervt, weil ich diese Oberflächlichkeit nicht verstehen konnte. Lieber sprach ich mit niemandem, als leere Worte auszutauschen. Generell reichten mir daher wenige, tiefgehende Freundschaften statt einen Haufen Leute zu kennen, mit denen ich jedoch nie in Tiefgang kommen würde.

Vielleicht erkennst Du dich gerade wieder – wenn ich mir all das ansehe, erkenne ich deutlich die „Symptome“ eines introvertierten Menschen. In meinem FÖJ entdeckte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Artikel über Introversion. Dieser Moment hat mein ganzes Leben verändert – wirklich!

Plötzlich war ich nicht mehr „anders“ oder „abnormal“. Plötzlich hatte ich viel weniger Probleme, als ich mir seit meiner Kindheit eingeredet habe. Ich konnte meine Schwächen plötzlich als meine Stärken sehen und mir eingestehen, dass ich bin wer ich bin und dass es okay ist, zu sein, wie ich bin. Das war eine unglaubliche Erfahrung.
An dieser Stelle erkläre ich Dir mal, was genau es mit Introversion und Extroversion auf sich hat.

Die Unterschiede zwischen introvertierten und extrovertierten Menschen

Carl Gustav Jung hat in den 1920er Jahren erstmals die Begriffe Introversion und Extroversion als zwei Extremwerte einer Skala eingeführt, die die grundlegende Wesensart eines Menschen beschreiben sollte.
Dabei erkannte er, dass introvertierte Menschen ihre Aufmerksamkeit mehr nach innen richten, während extrovertierte Menschen sehr nach außen hin orientiert sind.
In der späteren Forschung stellte man fest, dass diese Einteilung damit zusammenhängt, wie die Gehirne von Intros und Extros funktionieren – denn tatsächlich arbeiten die Gehirne vollkommen unterschiedlich.

1. Die Reizverarbeitung erfolgt unterschiedlich (Extros brauchen mehr Reize zur Stimulierung, während Intros weniger Reize genügen)

2. Introvertierte haben dauerhaft eine erhöhte Hirnaktivität (die Wendung nach innen dient daher oft als Schutz gegen zu viele Reize von außen)

3. Introvertierte tanken neue Kraft in Ruhephasen (oft allein), während Extrovertierte neue Kraft durch Begegnungen mit Menschen oder Abenteuern tanken

Sowohl Introversion als auch Extroversion sind uns also angeboren und damit Grundzüge eines jeden Menschen. Je nach Erziehung, Umgebung und Gesellschaft kann zwar in geringem Maße Einfluss darauf genommen werden, jedoch sind das eben die grundlegenden Charaktereigenschaften. Schüchternheit, eine Eigenschaft, die introvertierten Menschen sehr oft zugesprochen wird, oft sogar damit gleichgesetzt wird, kann hingegen abtrainiert werden.
Das bringt uns zum nächsten Punkt – viele Extros verstehen nicht, was mit Intros los ist. Für sie wirken wir oft einfach schüchtern. Wir sollen uns mal einen Ruck geben und mitmachen, Spaß haben oder mehr sprechen. Und viele Intros – wie auch ich ganze 20 Jahre lang – glauben, dass wirklich etwas nicht mit ihnen stimmt und versuchen krampfhaft, sich zu ändern und zu integrieren. Die Welt gehört augenscheinlich nun mal den Extrovertierten – wer schnell und laut spricht, wirkt kompetenter. Extros werden schneller wahrgenommen, wirken oft mutig und cool und haben immer einen Spruch auf den Lippen.
Intros hingegen fristen oft ein Nischendasein und werden übersehen. Sie verfolgen eine Diskussion und sobald sie sich im Kopf den passenden Beitrag zurecht gelegt haben, wird bereits über ein ganz anderes Thema gesprochen.

Es fehlt einfach gegenseitiges Verständnis und genauso das Verständnis dafür, wer wir selbst eigentlich sind. Auch da frage ich mich wieder, warum solch simple Aufklärungen, die ohne weiteres in eine einzige Schulstunde passen, in Schulen niemals unterrichtet werden. Vielleicht hört man davon im Psychologie-Kurs, der aber leider an den wenigsten Schulen angeboten wird.
Statt sich Tag für Tag Sorgen zu machen, dass Du nicht normal bist, könntest Du mit dem richtigen Wissen endlich Du selbst sein. Könntest dazu stehen, dass Du nun mal nicht gerne in großen Gruppen sprichst und könntest dazu stehen, dass Du auch mal Zeit für dich brauchst. Natürlich soll diese Erkenntnis kein Freifahrtsschein dafür sein, dich komplett aus der Gesellschaft zurück zu ziehen – das macht Introversion auch nicht aus. Wie immer ist es das gesunde Gleichgewicht, dass jeder für sich selbst finden muss, um optimal mit seiner Energie zu haushalten.
Jedenfalls kannst Du dir guten Gewissens eingestehen, dass Du gut so bist, wie Du bist. Es ist genau wie mit den Leuten in der Werbung – uns werden Ideen als Wahrheit verkauft, wie wir zu sein haben. Alle Männer sollten ein Sixpack haben und alle Frauen sollten aussehen wie Models, schlank und immer geschminkt. Wir sollten alle permanent glücklich sein – wenn nicht, sollten wir uns schnell etwas kaufen, dass uns (garantiert) glücklich machen wird. Und wir sollten alle extrovertiert sein, denn nur wenn wir immer was zu sagen haben und viele Leute kennen, sind wir gute Menschen.

Vielleicht etwas überspitzt – aber ist es nicht so? Warum kann nicht jeder er selbst sein, ohne einem Ideal folgen zu müssen, um „richtig“ zu sein?

Die Stärken eines Introvertierten

Vielleicht machst Du dir noch immer Gedanken darüber, ob deine „Schwächen“ nicht immer noch Schwächen sind. Lies dir die folgenden Stärken mal genau durch – je nachdem mit welcher Einstellung du ran gehst, lesen sie sich noch immer wie Schwächen. Ich habe auch einige Zeit gebraucht, aber mittlerweile erkenne ich sie durchweg als Stärke.

  • Du kannst gut zuhören und hast eine hohe Konzentrationsspanne
  • Du bist ein reflektierter Mensch
  • Du denkst viel nach (manchmal vielleicht zu viel…)
  • Du hast eine gute Verbindung zu deinem Inneren oder kannst diese zumindest leichter herstellen
  • Du bist oft sensibel und ruhig
  • Du bist gern allein
  • Du bist ein aufmerksamer Beobachter
  • Du bist in vielen (vielleicht speziellen) Bereichen sehr gut informiert und hast wirklich Ahnung davon
  • Du strahlst Ruhe aus (und das schätzen die Leute an Dir!)
  • Du bist kreativ
  • Du bist mitfühlend und kannst Dich gut in andere hineinversetzen
  • Du bist sehr besonnen und triffst deine Entscheidungen durchdacht
  • Du hörst und siehst Dir alles in Ruhe an, bevor Du reagierst

Natürlich muss nicht jeder einzelne dieser Punkte passen und vor allem nicht immer – wenn ich zu lange alleine bin, verliere ich mich und fühle mich wirklich nicht gut.
Introvertiert zu sein heißt auch nicht, sofort zu 100 % introvertiert zu sein – wie gesagt, sind Intro- und Extroversion nur zwei Enden einer Skala. Wir alle haben also Anteile beider Extreme in uns. Bei vielen erkennt man eindeutige Tendenzen, andere hingegen bezeichnet man auch als ambivertiert. Diese bewegen sich ziemlich genau in der Mitte – vielleicht kennen und nutzen sie aber auch nur optimal ihre Ressourcen…

Sei Du selbst!

Vielleicht kämpfst Du zur Zeit ja mit diesem Thema – glaub mir, ich kenne die Gefühle, die damit zusammenhängen.
Ich hoffe, dass Dir mein Artikel die Augen ein wenig geöffnet hat und Du dich selbst besser verstehen kannst. Versuch, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und sieh dir mal genau die Eigenschaften an, die Du an dir nicht magst oder die man dir immer wieder schlecht geredet hat und frage dich: Warum sollen diese Eigenschaften schlecht sein?
Und wer kann dir sagen, was an deiner Persönlichkeit richtig und was falsch ist?
Niemand.

Das viele Gerede und den Drang eines Extrovertierten, immer etwas unter Menschen erleben zu müssen kann man genauso schlecht reden wie die Stille und das häufige Alleinsein eines Introvertierten.
Es gibt immer zwei Blickwinkel.

Viele gute Bücher und Internetseiten finden sich mittlerweile zu dem Thema. Ich kann Dir nur empfehlen, dich mehr damit auseinanderzusetzen. Am Ende wirst Du dich, aber auch die Menschen um dich herum deutlich besser verstehen können.

Egal was Du tust, verbieg dich nicht, nur weil andere dir sagen, dass Du falsch bist, wie Du bist. Es hat schon einen guten Grund, warum Du eben Du bist – wer weiß, was Du der Welt noch alles zu geben hast!

Vielen Dank fürs Lesen!

Dein Chris

Meine Zukunft ist grün

Nachdem Coco nun mehr über sich und ihr Studium erzählt hat, möchte ich euch etwas mehr über mich erzählen.

Meine letzten Beiträge haben sich zum Großteil um Persönlichkeitsentwicklung gedreht. Es waren immer Themen, die mich selbst interessieren und mit denen ich selber noch zu kämpfen habe – drüber zu schreiben und mich mit den Themen zu beschäftigen, hilft mir einfach am meisten. Und bestenfalls helfe ich dir damit, wenn Du es liest und es dir eine neue Perspektive eröffnet.
Neben der Persönlichkeitsentwicklung interessiere ich mich noch sehr für Spiritualität (wobei ich es sehr schwer finde, Gedanken aus diesem Bereich in Worte zu fassen) und für fernöstliche Philosophie – dazu werde ich in Zukunft noch einiges schreiben (besonders über den Buddhismus, den Taoismus und den Konfuzianismus).

Meine erste Wanderung allein in der Sächsischen Schweiz

Ein wichtiger Teil meines Lebens war schon immer die Natur. Mit meinem Vater war ich viel im Wald und nahm viel von seiner Begeisterung für die Natur mit. Er starb als ich 12 Jahre alt war und von da an konnte ich viele Jahre nicht mehr in den Wald gehen, ich verdrängte diesen Teil in mir regelrecht. Stattdessen plante ich irgendwann, Mediengestalter zu werden und im Tonstudio zu arbeiten. Mit 18 Jahren brach dann alles aus mir raus und ich konnte es wieder genießen, in der Natur zu sein. Ich liebte es, im Wald zu sein und verbrachte quasi meine gesamte Freizeit dort.
Ich hatte bereits eine Ausbildungsstelle zum Mediengestalter in Düsseldorf sicher, entschied mich zum Glück in letzter Sekunde dagegen und begann mein FÖJ im Neanderthal – die wohl beste Entscheidung meines Lebens. Dort erkannte ich, dass meine Zukunft in der Natur liegt.

Mein Weg führte im Sommer 2017 ins wunderschöne Göttingen, wo ich Forstwirtschaft studierte. Ich wollte mit ganzem Herzen Förster werden. Es hat mich wirklich aus der Bahn gekickt, als ich realisiert habe, dass ich kein Förster werden kann. Zu wichtig war mir der Naturschutz und ich habe im Studium gemerkt, dass ich absolut kein Wirtschaftstyp bin. Natürlich kann man auch als Förster etwas für den Naturschutz tun, aber es hat sich einfach nicht richtig angefühlt.
Nichts desto trotz lernte ich sehr viel über das Leben und vor allem über mich selbst in Göttingen und habe dort tolle Leute kennengelernt.          

Ich kann mir nichts anderes vorstellen, als später einen grünen Beruf auszuüben und etwas zu tun, was den Menschen und der Natur helfen kann. Als Grundlage dafür studiere ich seit letztem Jahr Landschaftsökologie in Münster, ein verdammt interessanter Studiengang, der so ziemlich alle Bereiche der Natur und Umwelt abdeckt und ein gutes Verständnis über die Welt, in der wir leben, vermittelt. Für mich wird die Natur immer voller Mystik und Magie sein, doch manchmal glaube ich, je mehr ich verstehe, umso mehr staune ich über all das, was uns umgibt.
Grundsätzlich kann ich das Studium jedem empfehlen, der einen Beruf in der Natur anstrebt. Es enthält zwar im Grundstudium viel Mathe, Chemie und Physik, aber so ziemlich jedes Studium hat im Grundstudium seine negativen Seiten. An sich überwiegen hier die guten Seiten – viele Exkursionen um Flora und Fauna besser kennen zu lernen, eine ziemlich interessante Biologie-Vorlesung sowie Grundlagen in Geologie, Tier- und Vegetationsökologie. Da ich erst im zweiten Semester bin, kann ich noch keine aussagekräftige Meinung über das gesamte Studium abgeben – ich bin aber wirklich zufrieden. Es erwarten mich noch einige trockene Sachen aber auch spannende Module wie Klimatologie oder Landschaften und Lebensräume.

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.
– Henry David Thoreau

Ich weißt nicht, wo mein Weg hinführt und wie genau er verlaufen wird, doch mein Ziel ist es, Ranger im Nationalpark zu sein.
Es ist mein Traum in der Umweltbildung den Menschen die Natur nahe zu bringen und ihre Augen für das zu öffnen, was uns jeden Tag umgibt aber so alltäglich scheint, dass es den Wert für uns verliert. Irgendwelche Forschungsberichte in Wissenschaftszeitschriften zu veröffentlichen wird uns nicht retten. Ein ausgewählter Kreis von Leuten wird über diese Forschungen diskutieren und weiterforschen, doch all das ist zu realitätsfern für mich.
Ich möchte Kindern zeigen, was Natur bedeuten kann – vor allem denen, die in der Stadt aufwachsen und wirklich nicht mehr viel mit Natur zu tun haben. Auch Erwachsene können noch viel über die Natur lernen, sei es durch Achtsamkeits- oder Sinnesübungen im Wald.
Ich denke, darin liegt die Antwort auf unsere Probleme. Auf diesem Wege können wir die Generationen nach uns wieder für die wichtigste Grundlage sensibilisieren, die wir haben. Vor allem Kinder nehmen so viel aus der Umweltbildung mit – ich habe schon häufig gesehen, wie sehr Kinder sich freuen, wenn sie merken, dass sie etwas aus dem Wald essen können. Das ist das absolute Highlight für sie.
Es gibt so viele Wege, das nötige Bewusstsein in unserer Gesellschaft zu wecken. Natürlich wollte ich weiter oben weder die Wissenschaft, noch die Forscher die dahinter stehen schlecht reden. Die Wissenschaft ist ein entscheidender Teil unseres Lebens, doch sie ist nicht alles – und kein „Alltagsmensch“ liest sich gerne wissenschaftliche Publikationen durch. Was wir brauchen, sind Menschen, die diese wichtigen Ergebnisse in Alltagssprache umformen und der breiten Masse zugänglich machen.
Autoren wie Peter Wohlleben („Das geheime Leben der Bäume“) haben sehr viele Gegner, doch letzten Endes sensibilisieren sie die Massen für unsere Umweltproblematik. Über die benutzte Sprache oder die zum Teil nicht bewiesenen Aussagen in den Büchern kann man streiten, doch das sind die Leute, die den Wandel vorantreiben und dafür sorgen, dass Menschen sich wiederum für Umweltbildung interessieren und Wildniskurse oder Exkursionen besuchen, Mitglied im NABU oder BUND werden, Müll sammeln oder einfach die Natur mehr wert schätzen. Bevor man die Autoren dieser Bücher also blind verurteilt, sollte man dankbar sein für das Bewusstsein, was sie in der Gesellschaft wecken.

In Zukunft möchte ich öfter etwas über Natur und Umwelt schreiben – vielleicht nimmst Du ja etwas davon in deinen Alltag mit und siehst die Natur mit anderen Augen.
Das ist generell meine Motivation hinter diesem Blog. Ich hoffe einfach, dass Du zur richtigen Zeit den richtigen Artikel findest und eine neue Perspektive gewinnst. Das ist mir schon selbst bei anderen Blogs passiert – ich hatte eine schwierige Zeit und habe genau zur rechten Zeit ein passendes Zitat oder eine passende Idee gelesen, die alles verändert hat und mich wieder hochgebracht hat.
Mit etwas Glück schaffen Coco und Ich das auch bei dir.
Genauso geht es mir auch mit der Umweltbildung – wenn ein kleines Kind fasziniert ist von dem, was ich ihm später zeigen kann, war das ganze Studium, all das was ich bisher gelernt habe, nicht umsonst. Das ist mittlerweile meine Vorstellung von einer Berufung, die mich glücklich macht.

An der Stelle wüsste ich gern, was Dich interessiert. Gibt es Themen, die Du gerne bei uns sehen würdest? Wir sind immer offen für Ideen.

Vielen Dank fürs Lesen!

Dein Chris

Darum sammel ich Müll!

Man kann den Frühling nicht mehr leugnen. Die Tage werden wärmer und die Wälder strahlen wieder im schönsten Grün. Immer mehr Menschen zieht es wieder in die Natur und immer mehr Müll wird dabei hinterlassen.

Wir mussten viermal mit vollbeladenem Wagen zum Bauhof zurück…


In meinem FÖJ stand jeden Freitag die Mülltour an. Wir sind den ganzen Tag lang mit dem Dienstwagen durch das Neanderthal gefahren und haben alle Mülleimer an den Wanderwegen entleert und allen Müll eingesammelt, den wir finden konnten. Es war teilweise faszinierend und erschreckend zu sehen, was Menschen im Wald entsorgen. Von benutzten Kondomen bis zu giftigen Baustoffen und mehreren Kilo abgelaufenem Fleisch war so ziemlich alles dabei. Diese Tage waren oft die ekeligsten, aber auch die schönsten, weil ich wirklich das Gefühl hatte, sinnvolle Arbeit zu machen.

„Ich verstehe nicht, warum wir, wenn wir etwas zerstören, das von Menschen geschaffen wurde, es Vandalismus und wenn wir etwas zerstören, das von der Natur erschaffen wurde, es Fortschritt nennen.“
 – Ed Begley Jr.

Vor kurzem begegnete mir das Thema auf Julias Blog „greenandwhales“ wieder – sie hat einen guten Artikel über das Müllsammeln geschrieben, der bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Es hat mich inspiriert, zu sehen, dass sich Menschen für das Müllsammeln einsetzen und es vor allem auch selbst praktizieren.
Ich wohne direkt am Wald, daher liegt es mir ganz besonders am Herzen, ihn sauber zu halten. Ich zog los und hatte nach meinem Spaziergang eine große Tüte voll mit Hundebeuteln, Taschentüchern, Schnapsflaschen und diversen Plastikteilen.
Manchmal verlieren Leute aus Versehen ihren Müll. Aber seine Hundebeutel in den Wald zu schleudern finde ich eine schwache Leistung. Da kann man den Haufen fast schon besser am Weg liegen lassen.

Ich habe für mich wieder gemerkt, wie gut es mir tut, diese Arbeit zu erledigen. Es ist einfach sinnvoll und wichtig! Bei dem tollen Wetter die letzten Tage kommt man auch raus, lernt die Natur vor seinem Haus besser kennen und findet vielleicht sogar Menschen, die mithelfen! In einer Gruppe zu sammeln kann auch Spaß machen und fühlt sich angenehmer an, als alleine zu sammeln. Oft hört man dumme Sprüche, oft kommt aber auch Lob und Anerkennung für diese Arbeit! Und das ist einfach ein schönes Gefühl.

Was man halt so findet…

Fakten zum Verbleib von Müll in der Natur

  • Plastik im Wald kann durch Bäche und Flüsse ins Meer gelangen, wird von Fischen gefressen und landet wieder auf unserem Teller (Mikroplastik ist ein Thema für sich …)
  • Tiere verfangen sich im Abfall (Stadttauben haben oft verkrüppelte Füße, weil sie sich in Haaren und Müll verfangen und dann absterben)
  • Biotope können durch Müllentsorgung im Wald zerstört werden, wenn wertvolle Pflanzen plattgedrückt werden oder nicht mehr die nötige Sonne zum Wachsen bekommen
  • Gartenabfälle können Pflanzen in den Wald bringen, die dort nicht hingehören und in das bestehende Waldökosystem eingreifen (einige von euch kennen wohl den Riesenbeerenklau, auch bekannt als Herkulesstaude. Sie gelangte ebenfalls über illegale Gartenabfälle in unsere heimische Natur, ist phototoxisch, das heißt nach Kontakt lösen Sonnenstrahlen heftige Verbrennungen auf der menschlichen Haut aus, und es bedarf vieler Jahre, sie vollständig aus den Böden zu entfernen)
  • Beim Regen werden Schadstoffe aus Verpackungen gelöst und gelangen durch den Boden in unser Grundwasser (und werden von den umliegenden Pflanzen über die Wurzeln aufgenommen)

Es geht hier gerade nur um Probleme in unseren Wäldern und Landschaften. Ich kenne mich nicht gut genug mit dem Meer und dem Abfallproblem in den Ozeanen aus, um hier fundierte Aussagen zu machen. Darüber kann man ganze Bücher schreiben. In jedem Fall ist die derzeitige Lage äußerst erdrückend und bedrohlich und zwingt uns zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag.
Du findest viele gute Blogs zu diesen Themen, zum Beispiel Umweltgedanken, Oceanamp, einfachbewusst, simplyzero, ahungrymind und greenandwhales!

Es lohnt sich wirklich, sich mehr mit diesen Themen zu befassen. Auch ohne radikale Änderungen kann jeder von uns seinen eigenen, kleinen Teil zu einer besseren Zukunft beitragen.

Die Natur kann ohne den Menschen, doch der Mensch nicht ohne die Natur.

Ich möchte mit diesem Beitrag einfach auf die Problematik hinweisen und dafür sensibilisieren – vielleicht inspiriert es dich ja oder Du überdenkst dein eigenes Verhalten zum Thema.
Mein Verhalten war lange Zeit nicht sonderlich vorbildlich, irgendwann (vor allem durch das FÖJ) habe ich aber erkannt, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit unserer Natur ist!
Sich mit unseren Umweltproblemen zu beschäftigen ist immer wieder ernüchternd und macht mir Angst. Gleichzeitig merke ich, wie viele Menschen aufwachen und sich für Nachhaltigkeit, für Natur- und Umweltschutz und für die Zukunft der Erde interessieren. Und das macht mir Mut!

Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.
– Stefan Zweig

Genieß die schönen Tage in der Natur! Nimm einfach jeden Tag eine Sache mit, die Du auf dem Boden findest. Damit machst Du die Welt schon ein kleines bisschen besser!

Dein Chris

Warum ein Orientierungsjahr so wichtig ist

Abitur, Ausbildung oder Studium, Arbeit, Rente und der lange Schlaf. So sieht im Grunde ein lückenloser Lebenslauf aus. Aber was verpassen wir auf diesem Weg alles?

Ich merke es immer wieder im Studium – so viele junge Menschen kommen direkt von der Schule an die Uni. Einige von ihnen haben ein klares Ziel und wissen, was sie tun. Andere hingegen sind sich gar nicht bewusst darüber, was sie tun wollen und vor allem wer sie eigentlich sind.
Die Berufswahl ist auch eine unfassbar schwierige Aufgabe. Meine Mutter zum Beispiel hat damals mit 14 Jahren ihre Ausbildung begonnen – davor habe ich riesigen Respekt und kann mir das absolut nicht vorstellen. Ich hatte mit 14 Jahren von den Sachen, die das Leben wirklich ausmachen, nicht die leiseste Ahnung. Heutzutage verbringen wir deutlich mehr Zeit in der Schule und sind bereits etwas reifer wenn es in die Berufswelt geht, doch trotzdem werden wir zu sehr unter Leistungsdruck gesetzt. So schnell wie möglich anfangen zu arbeiten und eine Karriere aufzubauen – darum geht es.


Über mich und mein Orientierungsjahr

Ich habe es geliebt, jeden Morgen die Sonne im Neandertal aufgehen zu sehen…

Als ich gerade mein Abitur gemacht habe, hat sich vieles in meinem Leben geändert. Mein ursprünglicher Plan ist es gewesen, Mediengestalter zu werden und in einem Tonstudio zu arbeiten. Die Ausbildung war soweit auch schon in festen Händen – dann begann jedoch ein persönlicher Umbruch. Ich erlangte ein Stück weit mehr Bewusstsein über mein Leben und fragte mich, was ich wirklich wollte. Was mein Herz wollte.
Und das wollte eher die Natur als das stickige Büro. So entwickelte ich den Traum, Förster zu werden.

Mein Weg zu diesem Beruf war ein kleiner Umweg, der sich aber mehr als gelohnt hat. Im Grunde genommen war es eine der besten und wichtigsten Entscheidungen meines Lebens.
Im August 2016 begann mein Dienst als Freiwilliger im Neandertal in der Nähe von Düsseldorf.
Hierbei handelte es sich um ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Vielleicht kannst du eher was mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr oder dem Bundesfreiwilligendienst anfangen, welche im Kern aber den gleichen Nutzen erfüllen: sie bieten Zeit zur Orientierung.

Ich kam gerade von der Schule und hatte eigentlich keine Ahnung von nichts, habe nie wirklich gearbeitet und hatte lediglich ein klares Ziel vor Augen: mich auf das Forstwirtschaftsstudium vorzubereiten.
Erstmals war ich konfrontiert mit der Arbeit in der Natur. Wir bauten Zäune, fällten Bäume, montierten Bänke und sorgten dafür, dass die Mülleimer an den Wanderwegen geleert wurden (was mein Bewusstsein für Müll wirklich verändert hat). Noch dazu fütterten wir die Tiere im Wildgehege und entmisteten deren Ställe. Außerdem durften wir uns um die Biotope kümmern, hatten also viel mit dem Freischneider zu tun und kamen an Orte, die für die Allgemeinheit nicht zugänglich sind. Ich habe in diesem Jahr unglaublich schöne Orte gesehen – an Plätzen, wo man sie niemals vermuten würde.
Die Arbeit war unfassbar abwechslungsreich, jeder Tag war im Prinzip etwas Neues. Es ging mir wirklich gut in dieser Zeit. Allein zu wissen, dass die Arbeit, die ich mache, etwas Gutes bewirkt und einen Sinn hat, ließ mich mit einem Lächeln aufstehen. Ich konnte bereits viel für das Studium lernen und hatte Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen.
Zum einen der Kreis der Kollegen und Vorgesetzten, die mir alle ihre ganz eigene Lehre mit auf den Weg gaben. Und natürlich die Freiwilligen auf den Seminaren…

Falls du bereits einen Freiwilligendienst hinter dir hast, wirst du jetzt gerade vielleicht auch mit einem Lächeln an diese Tage zurückdenken.
Die Seminare sind einfach unglaublich. Man trifft sich zu fünf verschiedenen Seminaren, welche jeweils fünf Tage dauern. Wir haben dort zum Beispiel die Themen Wasser, Energie und Klima, Globalisierung und Konsum, Naturschutz (im wunderschönen Nationalpark Eifel) und Landwirtschaft behandelt. All diese Themen umgeben uns Tag für Tag und beeinflussen unser Leben drastisch – doch ist unser Bewusstsein einfach nicht geschärft für diese Dinge. Oder aber wir lernen in der Schule nicht wirklich viel darüber, hören nur, dass der Klimawandel bedrohlicher wird und wir in einer Konsumgesellschaft leben. Aber was all das wirklich bedeutet habe ich erst auf diesen Seminaren wirklich begriffen.
Mit kreativen Spielen wurden uns diese Themenblöcke nahe gebracht, jeder Teilnehmer musste eigene Vorträge verfassen und sich somit wirklich mit dem Thema beschäftigen. Mein Bewusstsein wurde dadurch vor allem für die Themen Konsum, Naturschutz und Klima sowie Ernährung und Fleischkonsum (ein großer Teil des Landwirtschaftsseminares) geschärft und hat mich nachhaltig beschäftigt.

Die Arbeit mit den Tieren machte viel mehr Spaß, als ich vorher erwartet habe


Mehr als diese Themen sind mir jedoch die Leute in Erinnerung geblieben, mit denen ich diese Zeit erlebte. Das erste Mal in meinem Leben wusste ich, dass ich bei diesen Leuten ich selbst sein kann. Ich musste mich nicht verstellen und musste auch nicht aufpassen, nicht über spirituelle Themen oder Naturschutz zu sprechen. Natürlich waren dort allerhand unterschiedliche Menschen, aber im Kern verfolgten wir doch einen ähnlichen Traum – unsere Liebe zur Natur zum Beruf machen.
Viele von uns sind am Ende einen anderen Weg gegangen. Zu einigen habe ich noch immer Kontakt und bin dankbar dafür, mich nach wie vor mit diesen Menschen austauschen zu können.
Dadurch habe ich gelernt, dass jeder am Ende seinen eigenen Weg geht. Und es ist absolut nicht schlimm, Umwege in Kauf zu nehmen.

Wenn Du offen für diese Erfahrung bist, wirst Du schnell merken, dass Du dich veränderst. Deine Einstellung, deine Werte, deine Meinung zu verschiedenen Themen, all das ändert sich.
Ich für meinen Teil bin deutlich offener gegenüber anderen Lebensweisen geworden und habe zu dieser Zeit auch damit angefangen, mich für den Buddhismus zu interessieren und zu meditieren.
Jeden Tag stand ich um 4:30 auf um die Bahn zu erwischen und kam selten vor 18 Uhr heim – wo einige mich bemitleideten, erkannte ich endlich, dass ich mehr Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen habe, als ich je erwartet hätte. Ich beschäftigte mich viel mit Psychologie und erkannte zum Beispiel, dass meine Introvertiertheit eigentlich gar keine Schwäche ist – obwohl ich mich jahrelang dafür gehasst habe. Erst seit dem FÖJ erkenne ich sie als eine meiner größten Stärken an, was mein Leben wirklich komplett verändert hat.
All das stärkte mich und ich war das ganze Jahr hindurch einfach zufrieden. Jeden Tag an der frischen Luft mit tollen Kollegen. Ich glaube, ich habe nie so viel gelacht wie in diesem Jahr.

Nach dem FÖJ war ich mir sicher, dass ein grüner Beruf das Richtige für mich ist. Dass es nicht der Förster sein sollte, erkannte ich einige Monate später – nun geht es für mich in die Landschaftsökologie. Das Berufsbild ist ohnehin näher an den Aufgaben des FÖJ orientiert und geht mehr in den Naturschutz. Um Förster zu sein, sollte ich mich wohl etwas wohler mit dem wirtschaftlichen Denken fühlen…

Der Winter war zwar kalt und hart, doch hatte er meistens die schönsten Sonnenaufgänge zu bieten

Auch Umwege erweitern unseren Horizont (Ernst Ferstl)


In meinem Fall war dieses Orientierungsjahr den Umweg vollkommen wert. Ich habe so viele Erfahrungen in so vielen verschiedenen Bereichen gemacht. Ich hatte genügend Zeit, mich selbst von einer neuen Seite kennen zulernen und darüber nachzudenken, wo es eigentlich hingehen soll. Wer ich wirklich sein will.
Im Prinzip ergänzt ein Jahr voller Praxiserfahrung den Lebenslauf, egal ob es ein Freiwilligendienst oder ein Reisejahr ist. Man reift merklich in dieser Zeit und wächst über sich selbst und sein (in der Regel) viel zu beschränktes Weltbild hinaus. Und wenn nicht jetzt, in jungen Jahren, wann dann?
Ich war gerade 20 geworden und war offen für alles, was kam. Es ist nicht unmöglich zu reisen oder Erfahrungen außerhalb des eigentlichen Berufes zu machen, sobald man einmal drin ist. Aber es ist anders. Schwerer.
Wer verlässt gern das sichere Nest, dass man sich aufgebaut hat? Schlimmstenfalls in einem Beruf, der gar nicht zu einem passt, den wir in Wahrheit sogar hassen aber der uns zu viel Geld verdienen lässt, um mutig zu sein und zu uns selbst zu stehen.
Und fürs Reisen bleibt genug Zeit, wenn man Rentner ist. Doch wenn wir dann soweit sind, sind wir körperlich nicht mehr so fit und frei, wie wir uns das in jungen Jahren immer ausgemalt haben. Aus dem abenteuerlichen Roadtrip wird somit eine Kaffeefahrt nach Herzberg am Harz.

Ich kann dir nur empfehlen, dir Zeit zu nehmen. Unsere Lebenszeit ist im Prinzip alles, was wir haben. Und wofür ist das Leben denn da, wenn nicht dafür, es zu erforschen?
In meinen Augen ist es nicht dafür da, jeden Morgen deprimiert aufzustehen, seine Lebenszeit auf der Arbeit ab zu sitzen und dann vor dem Fernseher einzuschlafen, bis der nächste Tag beginnt, genau so grau und traurig wie der Tag zuvor.
Vielleicht hast Du das Glück, einem wirklich erfüllenden Beruf nachzugehen, für den Du gerne früh aufstehst oder viele andere Sachen in Kauf nimmst.
Solltest Du hingegen schon länger im Herzen unzufrieden sein mit deiner Arbeit, frag dich mal, ob Du wirklich so wichtig für deine Firma bist, wie Du dir immer einredest. Meistens gehen wir bis an unsere Grenzen und nehmen Burn-out, Bore-out oder die Vernachlässigung unserer Freunde, Familien und Hobbies in Kauf, nur um eine Arbeitskraft zu sein, die man im Notfall sofort ersetzen könnte. Deine Arbeit ist nicht dein Leben – vor allem nicht, wenn Du morgens so unzufrieden aufstehst.
Das Leben ist so viel mehr…

Falls Du bereits über diese Phase deines Lebens hinaus bist (das FÖJ wird nur bis zum 27. Lebensjahr angeboten), Du aber merkst, dass Du nicht ganz zufrieden mit deinem derzeitigen Leben und Beruf bist, mach Dir doch mal Gedanken über ein Sabbatjahr/Sabbatical. Dies ist ein freies Jahr, in dem Du machen kannst, was du willst – egal ob Reisen, Praktika machen oder Dich einfach nur entspannen und neu kennen lernen. In der Firma nachfragen kann man immer. Einige Länder haben das tatsächlich als Pflicht eingeführt – als Prävention gegen Burn-out!

Hilfreiche Links

https://www.arbeitsagentur.de/bildung/zwischenzeit/freiwilligendienst-leisten

Solltest du gerade ins Grübeln kommen, schau Dir mal den Link an. Es gibt so viele verschiedene Arten des Freiwilligendienstes – ich bin mir sicher, dass Du etwas finden kannst!
Mein FÖJ wurde vom Landschaftsverband Rheinland organisiert und geleitet, meine Einsatzstelle war der Kreisbauhof Mettmann und das Wildgehege Neandertal. Welcher Träger für deinen Wohnsitz und deine Vorstellung der Richtige ist, erfährst Du durch ein bisschen Recherche.
Ich kann meine Einsatzstelle und meinen Träger an dieser Stelle auf jeden Fall empfehlen!

https://www.travelworks.de/

Auf dieser Website findest Du viele Angebote rund um Work and Travel, WOOFING sowie generelle Aufenthalte im Ausland. Ich habe lange Zeit überlegt, nach Kanada zu gehen und im Nationalpark zu arbeiten – stattdessen trat eine nette Frau in mein Leben und alles ist etwas anders verlaufen. Doch wer weiß, wo mich das Auslandssemester hinführen wird…

https://www.sabbatjahr.org/

Unter dieser Adresse findest Du fundierte Informationen zum Sabbatical mit hilfreichen Ideen. Du kannst nur gewinnen 😉

Das Leben ist mehr als ein lückenloser Lebenslauf

Ich denke gern an diese Zeit zurück und hoffe, dass ich Dir einen Denkanstoß geben konnte, wenn Du zur Zeit etwas ratlos bist, wie es weitergehen soll. Es gibt wirklich viele Möglichkeiten und es tut gut, sich auszuprobieren. Vielleicht entdeckst du Fähigkeiten an dir, die Du nie für möglich gehalten hättest! Oder Du erkennst, dass das, was Du eigentlich machen wolltest, gar nicht wirklich zu dir passt.
Ich kann diese Chance nur wärmstens empfehlen!

Dein Chris 🙂