Aus Träumen werden Ziele

„Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.“ – Johann Wolfgang von Goethe

Letztes Jahr gab es ein paar Monate, in denen ich keinerlei Ziele oder Träume vor Augen hatte. Ich hatte mein Studium geschmissen und fühlte mich leer, der Traum für den ich gebrannt habe, war ausgeträumt. Ich wartete auf ein Zeichen, irgendwas, was mir die Richtung weist und wollte offen für alles bleiben. Es war eine fürchterliche Zeit, für die ich unglaublich dankbar bin. In dieser grenzenlosen, tristen Leere in mir habe ich auch mich selbst entdeckt und kenne nun den Unterschied zwischen einem zielgerichteten und einem leeren Leben.

In unserer Kindheit sind wir die größten Träumer. Nach und nach verlieren wir diese Gabe und finden unseren Weg im tristen Alltag. Immer wieder hören wir von Wundern, von Menschen, die Sachen schaffen, die als unglaublich gelten. Menschen, die ihren eigenen Weg gehen und glücklich sind. „Das ist nichts für mich“, sagen wir und gehen den Weg, der uns vorgeschlagen wird. Dabei steckt so viel in uns!


„Die Wünsche und Sehnsüchte, die Du in dir trägst, sind dir nicht einfach so eingepflanzt worden, damit Du sie nicht erreichst und leidest.
Sie sind da, WEIL sie für Dich bestimmt sind!“ vom Blog Zwerggeflüster

Oft verlieren wir den Kontakt zu ihnen, doch unsere Träume und Wünsche sind immer in uns. Wenn wir uns mit ihnen beschäftigen, definieren wir unsere inneren Werte durch sie. Sie geben unserem Leben einen Sinn, dem wir folgen können und wenn aus den Träumen Ziele werden, können wir jeden Tag daraufhin arbeiten. Dadurch, dass wir diesen Zielen folgen, verbessert sich unser Selbstwertgefühl und der Respekt vor uns selbst. Wir spüren Motivation und Energie, wo wir vorher keine fühlten. Wir brennen für unser Ziel.

Es ist unglaublich wichtig, unsere Ziele zu formulieren und im Kopf zu haben. Sie geben unserem Tun und Handeln die nötige Richtung. Sie sind die ersten Schritte auf jeder Reise im Leben!
Ohne Fokus sind unsere Fähigkeiten und Talente nutzlos – erst wenn wir unsere Ressourcen auf unsere Ziele ausrichten, können wir sie wirklich ausschöpfen!  Wir lassen uns weniger ablenken und können leichter Sachen ablehnen, die uns von unserem Weg abbringen würden, wenn wir unsere Ziele fest für uns formuliert haben. Mit festen Lernzielen für das Semester wird es dir mit Sicherheit leichter fallen, Alkohol, Drogen, Partys oder andere Sachen abzulehnen, die dich vom Lernen abhalten würden als wenn Du einfach ziellos (oder mit 4,0) durch die Klausuren kommen willst.

„Ziele machen aus unüberwindbaren Bergen begehbare Hügel“

Viele unserer wirklichen Lebensträume und –ziele liegen in der Zukunft und erfordern ständige Arbeit und teilweise auch Aufopferung. Deshalb ist es wichtig, dass wir Verantwortung für unsere Ziele übernehmen. Dass wir uns bewusst dazu entscheiden, diese oder jene Gewohnheit aus unserem Leben zu verbannen oder einzubringen. Dass wir in manchen Momenten als Langweiler oder Spielverderber gelten, weil wir unser Ziel vor Augen haben. Ich möchte keineswegs dazu aufrufen, sich in seinen Zielen zu verbeißen, soziale Kontakte verkommen zu lassen und das Leben nur noch für das Ziel zu leben.
Vielmehr möchte ich dazu aufrufen, an seine Ziele zu glauben und hinter sich selbst zu stehen!

Neulich sah ich einen guten Film mit Robin Williams in der Hauptrolle, namens Patch Adams. Der Film beruht auf wahrer Begebenheit und handelt von einem Mann, der Medizin studieren möchte um Leuten zu helfen und dabei seine ganz eigenen Vorstellungen davon hat, wie ein Arzt den Menschen hilft. Gleichzeitig geht Patch mit jeder Menge Spaß durchs Leben und nimmt all die Hürden im Leben eher mit Freude, auf der anderen Seite zeigt der Film, wie wichtig es ist, dauerhaft an seinen Zielen dran zu bleiben.
Und: er ist dabei immer er selbst. Ich kann den Film nur empfehlen!
Natürlich sollten wir uns immer wieder fragen, ob unsere Ziele und Träume noch aktuell sind. Wir sollten uns nicht in Pläne verbeißen, wenn wir das Feuer dafür dauerhaft verlieren – dann führt dieser Weg ins Nichts.
Aufzugeben und sich umzuorientieren bedeutet dann nicht, kein Rückgrat zu haben, sondern zeigt einfach nur, dass man flexibel ist und seinem ganz eigenen Kompass durchs Leben folgt.

Für das Erreichen langfristiger Ziele benötigen wir Selbstdisziplin und hier scheitern die meisten – mich eingeschlossen. All die weit entfernten Ziele wirken einfach so unfassbar weit weg! Doch um diese Ziele und Träume wirklich zu erreichen, brauchen wir eine gewisse Selbstdisziplin und ich denke, das ist reine Übungssache. Wenn wir uns wirklich in unsere Ziele rein denken und in uns fühlen, wie toll es sein wird, diese erreicht zu haben, kommt eine gewisse Selbstdisziplin von ganz allein.

Tipps für das Erreichen von Zielen

Wenn Du dir selbst deutlich machst, wie ernst dir deine Ziele sind und Du dich regelmäßig mit ihnen befasst, rücken sie automatisch in deinen Fokus und es wird grundsätzlich einfacher, an ihnen dran zu bleiben. Die folgenden Tipps haben mir schon oft geholfen, mir meiner Ziele bewusst zu werden und vielleicht helfen sie auch dir!

  1. „Dein idealer Tag“
    Schreib einfach mal drauf los, wie Du dir deinen perfekten Tag vorstellst. Würdest Du an einer Küste entlang spazieren wollen? Ein Gemälde malen? Mit wem würdest Du den Tag verbringen? Welcher Arbeit würdest Du nachgehen?
    Erst klingt all das vielleicht komisch, wenn Du es aufschreibst, doch vielleicht erkennst Du dadurch, dass Du gerne nochmal einen anderen Beruf machen möchtest oder im Ausland leben willst. Auf jeden Fall solltest Du probieren, etwas von deinem „idealen Tag“ in dein Leben zu integrieren!
  2. „Der 80. Geburtstag“
    Versuch Dir vorzustellen, dass Du 80 Jahre alt geworden bist und auf dein Leben zurückblickst. Welche Träume würdest Du besonders bereuen, nie erfüllt zu haben?
    Auf was wärst Du besonders stolz, gemacht zu haben? Es ist ein komisches Gefühl, dir das vorzustellen aber vielleicht kannst Du so einen Wunsch fühlen, den Du sonst nicht für möglich gehalten hättest.
  3. Schreib eine Bucket-List
    Auch hierbei solltest Du einfach spontan aufschreiben ohne zu bewerten. Schreib alle Träume, Wünsche und Ziele auf, die Dir einfallen – auf meiner Liste steht zum Beispiel, jeden Kontinent der Erde einmal betreten zu haben, eine lange (3 Monate mindestens) Wandertour durch Skandinavien zu machen, im Redwood Nationalpark in Kalifornien zu arbeiten und eines Tages ein Buch zu schreiben.
    Schreib einfach auf, was dir einfällt und dann filtere. Was ist dir am wichtigsten? Und vor allem: was kannst Du JETZT tun, um diesem Ziel ein Stückchen näher zu kommen?
    Ich meinem Fall könnte ich schauen, dass mein nächster Urlaub nicht in Europa stattfindet, sondern auf einem Kontinent, auf dem ich noch nicht war. Ich könnte anfangen, die Wanderroute durch Skandinavien zu planen und schauen, wann ich Zeit dafür finde. Ich könnte Vorbereitungen für das Auslandspraktikum in Kalifornien treffen oder ich könnte mir eine Geschichte für das Buch überlegen und das erste Kapitel schreiben.
    So oder so fängt alles mit einem einzigen Schritt an – je früher Du ihn machst, desto besser!
  4. Führe ein Bullet-Journal
    Ich habe von Coco zu Weihnachten ein Bullet-Journal bekommen, dass speziell dafür ausgelegt ist, an deinen Zielen zu arbeiten.
    Zu Beginn formuliert man seine ganz persönlichen Ziele, dann beschäftigt man sich durch tägliches Ausfüllen mit ihnen und lenkt den Fokus auf die Erfüllung dieser Ziele. Du siehst sofort deine Erfolge und übst dich in Achtsamkeit.
  5. Das ist generell eine spannende Angelegenheit, da ich so rückblickend sehen kann, wie ich mich verändert habe – ein Tagebuch ist natürlich eine ähnlich gute Sache, die ich auch nur empfehlen kann.
  6. Schaue zwischendurch auf deine Erfolge zurück
    Viel zu oft gestehen wir uns unsere Erfolge nicht ein, haben immer das Gefühl, noch nichts geschafft zu haben und sehen nur die Erfolge der anderen. Dabei würde uns alles leichter fallen und wir würden uns viel mehr motivieren, wenn wir unsere bisherigen Erfolge überprüfen und feiern würden! Auch der kleinste Schritt ist ein Schritt und hat uns unserem Ziel näher gebracht. Und der Weg zum Ziel ist grundsätzlich das spannendste am Ziel.
  7. Achte auf eine positive und starke Formulierung
    Wir haben schon öfter auf diesem Blog über die Kraft der Gedanken gesprochen – unsere gedankliche Formulierung macht wirklich viel unseres Empfindens aus! Statt „Ich wünschte, ich könnte…“, „ich hoffe, eines Tages…“ und „ich möchte…“ kannst Du auch einfach „ich werde“ benutzen. Das scheint für Dich vielleicht erst mal keinen Unterschied zu machen, doch wie fühlt es sich an, wenn Du liest „ich hoffe, eines Tages erreiche ich mein Ziel“ und „ich werde eines Tages mein Ziel erreichen“?
    Dein Unterbewusstsein spürt den Unterschied.
  8. Visualisiere deine Ziele
    Wo wir schon beim Unterbewusstsein sind: Visualisierung ist ein mächtiges Werkzeug. Vor allem Sportler nutzen dies häufig vor Wettkämpfen. Ich stand der Sache anfangs skeptisch gegenüber, doch ich habe schon oft gemerkt, wie viel Visualisierung im Alltag verändern kann.
    Es geht dabei vor allem darum, sich bereits am Ziel zu sehen. Du musst deinen Sieg oder das Erreichen deines Ziels wirklich fühlen, so detailliert wie möglich. Je öfter Du das machst, desto schneller und deutlicher spürst Du, wie gut es sich anfühlen wird, dein Ziel erreicht zu haben. Es ist, als würdest Du im Außen das Gelingen deiner Aktionen magisch anziehen, indem Du dein Unterbewusstsein davon überzeugst, es schon erreicht zu haben.
    Auf jeden Fall führst Du dir mit der Visualisierung deine Ziele immer wieder vor Augen und spürst, wie gut sie dir tun – und das ist das wichtigste auf deinem Weg dorthin!
  9. Hör auf, deine Probleme als Hindernisse zu sehen
    Unsere Angst und Sorge vor Problemen lässt sie erst so richtig groß und wichtig werden. Wir selbst machen unsere Probleme zu Problemen. Stattdessen können wir sie auch einfach als etwas sehen, was uns stark macht. Etwas, woraus wir lernen können. Rückschläge, Rückfälle in schlechte Gewohnheiten und Menschen, die uns das Leben schwer machen und gegen unsere Ziele sind, werden uns immer wieder auf dem Weg begegnen. Versuch, diese Sachen als Vorbereitung und als Training für deinen Erfolg zu sehen. Glaub mir, Du kannst deine Gedanken dahingehend verändern, das trau ich dir zu!

„Ob ein Traum eine Illusion ist, entscheidet das Handeln.“

All diese Punkte haben mir geholfen, aus den tristen Zeiten rauszukommen, von denen ich oben geschrieben habe. Natürlich bin ich nicht jeden Tag top motiviert und verliere meine Ziele auch immer wieder für eine kurze Zeit aus den Augen, allerdings gelingt es mir immer häufiger, meinen Fokus auf meine Ziele zu lenken und ich spüre, wie gut mir das tut. Es gibt meinem Leben die nötige Richtung, die ich brauche.
Ich hoffe, dass sie auch dir helfen können, wenn Du dich in einer ähnlichen Situation findest.
Vielleicht hast Du auch ein ganz eigenes Erfolgsrezept – teil es mir gerne mit!
Ich hoffe, dass Du das erreichen wirst, was Du dir vornimmst! Das Wichtigste ist anfangen, dranbleiben und einfach machen.

Dein Chris!

Erwarte nicht zu viel von diesem Beitrag

„Die größten Enttäuschungen haben ihren Ursprung in zu großen Erwartungen.“ (Ernst Ferstl)

Erwartungen durchziehen Dein ganzes Leben, zu jeder Zeit und in jedem Lebensbereich. Du erwartest, dass das Wetter sich an den Wetterbericht hält und Du einen sonnigen Urlaub haben wirst. Du erwartest, dass jeder in deinem Umkreis dir mit Respekt begegnet. Du erwartest, dass Du wenig Leid und viel Glück im Leben erfährst, niemals schlecht drauf bist und ein perfektes Leben führst. Fazit vorweg: Du erwartest zu viel.

Du machst dich abhängig von deinen Erwartungen, da Du nur zufrieden und glücklich bist, wenn sie auch eintreffen. Im Umkehrschluss lässt dich jede unerfüllte Erwartung enttäuscht zurück. Du stellst Erwartungen an etwas, weil Du denkst, Du hättest ein Recht darauf. Vor allem in Beziehungen kommt das Thema immer wieder auf und führt zu ernsthaften Problemen – so wünsche ich mir doch von meinem Partner, dass er mich glücklich macht, dass er meine Wunden aus der Kindheit heilt, mich gut fühlen lässt…
In Wahrheit wünsche ich mir das nicht. Ich sehe das als mein Recht an, ich erwarte das von meinem Partner. Doch kein Partner der Welt kann dieser Erwartung gerecht werden – es liegt ganz allein an mir.


„Habe Hoffnungen, aber niemals Erwartungen. Dann erlebst du vielleicht Wunder, aber niemals Enttäuschungen.“

Keine Frage, Erwartungen helfen dir auch in gewisser Hinsicht, im Leben voranzukommen. Oft werden Erwartungen aber mit Zielen verwechselt, und das ist ein grundlegender Fehler!
Erwartungen lassen dich, wie der Name schon sagt, warten. Du wartest darauf, dass etwas eintritt, Du bist also passiv. Ziele hingegen lassen dich aktiv sein, denn Du arbeitest daran, dieses Ziel zu erfüllen.
Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel eine Party. Du kannst erwarten, dass Du dort mit Leuten ins Gespräch kommst, einen guten Abend haben und glücklich wieder ins Bett fallen wirst, sobald der Abend vorbei ist.
Du kannst aber auch das Ziel haben, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, kannst dir das Ziel setzen, einen guten Abend zu haben. Der Unterschied dabei ist, dass Du dich im zweiten Fall selbst dafür verantwortlich siehst, etwas aus dem Abend zu machen. Statt mit einem Drink in der Ecke zu stehen und auf die attraktive Frau zu warten, die dich anspricht, gehst Du selbst auf sie zu. Statt auf eine Tanzaufforderung zu warten, gehst Du einfach tanzen – irgendwer wird dann sowieso mittanzen.
Deshalb ist Selbstverantwortung eng mit den Erwartungen verknüpft – Du gibst deine Mündigkeit und Eigenverantwortung durch Erwartungen komplett ab. Außerdem gibst Du die Offenheit ab, die Du brauchst, um ein zufriedenes Leben zu führen. Erwartungen lassen dich voreingenommen sein. Du versteifst dich geradezu auf deine Erwartungen und lässt anderen Möglichkeiten gar keinen Platz in deinem Leben.

Stell dir vor, Du reist in ein fremdes Land. Mit im Gepäck sind Vorurteile und Halbwissen von Leuten, die eine Doku über das Land gesehen haben oder deren Bekannte einmal dort Urlaub gemacht haben. So erwartest Du bereits vor deiner Ankunft Menschen, denen du nicht vertrauen kannst, oberflächliche Menschen, unfreundliche Menschen. Du kannst diese Liste ewig fortführen. Der Punkt ist, dass Du deinen Fokus dann darauf lenkst, deine Erwartungshaltung zu bestätigen. Und Du wirst die Menschen finden, von denen Du glaubst, sie zu finden – jedes Land hat solche Menschen.
Deshalb erkundige ich mich vor Reisen gerne möglichst wenig über das Land oder die Leute – da ich so automatisch etwas unvoreingenommener bin. So ist man direkt offener für die freundlichen, gut gesinnten Bewohner eines Landes.
Das kann natürlich auch mal nach hinten losgehen, aber das wiederum ist meistens eine Geschichte, die man nach dem Urlaub mit einem Grinsen erzählen kann.

Das Leben so, wie es ist, annehmen zu können, ist eine wunderbare Fähigkeit, beinahe ein Talent. Es erfordert Übung, doch es macht wirklich alles leichter.
Annehmen heißt allerdings nicht, etwas gut zu heißen. Es heißt lediglich, die Situation zu akzeptieren, wie sie ist. Und genau so kannst Du die destruktive Wirkung von Erwartungen minimieren – indem Du dir bewusst machst, dass Erwartungen unsere subjektiven Wünsche sind, und dass wir auf deren Erfüllung keinerlei Anspruch haben. Das Leben ist meistens nicht so, wie wir es haben wollen, und egal wie unangenehm das Leben in dieser Hinsicht ist, wir müssen es erst annehmen, bevor wir etwas verändern können. Aber dich nur zu ärgern und an deinen Erwartungen festzuklammern, kostet Energie und Nerven.


Wie komme ich aus meiner Erwartungshaltung raus?

  1. Werde dir deiner Erwartungen bewusst
    Beobachte aufmerksam, wann Du in eine Erwartungshaltung gehst. Ist es vor dem Treffen mit einem Freund? Vor einer Party? Vor einem Kinobesuch?
    Wir befinden uns wirklich häufig in Erwartungshaltungen. Allein, uns bewusst zu werden, wann wir wieder in eine Erwartungshaltung rutschen, hilft uns, uns aus diesem Zwang zu lösen.
  2. Nehme das Leben an
    Übe dich darin, das Leben einfach so zu nehmen wie es kommt. Dir, sobald eine deiner Erwartungen nicht eingetroffen ist, einfach zu sagen: Schade. Aber so wie es ist, ist es eigentlich auch gut.
    Suche die guten Seiten der derzeitigen Situation – es gibt sie. Immer.
  3. Hoffnungen statt Erwartungen
    Formuliere deine Erwartungen einfach mal um. Statt zu erwarten, dass dein Freund dir einen Strauß Rosen mitbringt, hoffe einfach darauf. Natürlich kann es auch enttäuschend sein, wenn diese Hoffnung nicht erfüllt wird, aber glaub mir, es ist etwas anderes, als wenn jemand deine Erwartung übergeht.
  4. Wie fühlen sich fremde Erwartungen für dich an?
    Genauso wie Du Erwartungen an dein Umfeld hast, haben diese Menschen auch Erwartungen an dich. Der Chef erwartet von dir ein gepflegtes Äußeres, der beste Freund erwartet von dir, dass Du dich meldest und die Lehrer erwarten von dir, dass Du lernst. Üben diese Erwartungen einen Druck auf dich aus? Auf mich jedenfalls schon. Und bei manchen Erwartungen, die Leute an mich haben, merke ich, dass ich die weder erfüllen will, noch kann. Da komme ich oft ins Nachdenken – wie fühlen sich meine Erwartungen für andere Personen an? Macht es Sinn, diese Erwartungen an meine Mitmenschen zu stellen?
  5. Gestehe dir deine Selbstverantwortung zu
    Übernehme selbst die Verantwortung für dein Leben. So reduzierst Du automatisch den Einfluss, den Erwartungen auf dich haben. Du gehst die Sachen aktiv an und arbeitest dafür, statt darauf zu warten, dass das Leben dir diese Sachen schenkt. Dein Leben ist dein Leben und Du bist der- oder diejenige, die dafür eintritt.

„An einen Moment eine Erwartung zu stellen, führt dazu, dass man die Augen vor der Wahrheit verschließt.“

Ich bin keineswegs frei von Erwartungen. Das muss man auch gar nicht sein. Aber in den letzten Jahren habe ich für mich die oben genannten Möglichkeiten gefunden, um mir immer bewusster zu werden, welchen Einfluss Erwartungen auf mein Leben haben. Und mein Bewusstsein dafür wächst nach wie vor, ich leide immer weniger unter meinen Erwartungen, von denen sich die meisten ohnehin am Ende als Unsinn entpuppen.

Wenn Du noch ein paar gute Tipps kennst, wie man mit Erwartungen umgehen kann, melde dich doch einfach! Ich würde mich freuen 🙂

Vielen Dank fürs Lesen!

Dein Chris!